Schneckenverschleiß

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    • Schneckenverschleiß

      Hallo,

      wir haben nach reichlich 4 Jahren an unserer Demag (840er Einspritzeinheit) den Sperring und den Druckring erneuert.

      Die Schnecke zeigt in der Meteringzone einen Verschleiß, der fast wie eine Erosivstruktur aussieht. Dieses Verschleißbild kenne ich eigentlich nur von Demag, bei Arburg ist es mir noch nicht aufgefallen.

      Dort bleibt natürlich Material hängen und vercrackt im Laufe der Zeit - helle Farben (wir fahren dort meistens schwarz) werden dann natürlich zum Glücksspiel.

      Hauptsächlich haben wir dort PA6.6 A 2035/109 (35%GF) verarbeitet, aber auch POM Natur.

      Hat sich schon mal jemand Gedanken gemacht, wie dieser Verschleiß entstehen könnte ?
    • Also ein PA mit 35 % Glasfaser macht Schlimmeres mit Werkzeugen in kürzerer Zeit mit nicht unähnlichem Erscheinungsbild.
      Ist das eine Standardschnecke (Ich nehms mal an)? Oder eine Verschleißgeschützte/"Gepanzerte"?
    • Auch wenn der Stahl nach Bearbeitung schön glatt aussieht gibts da im Gefüge schon kleine Unterschiede die unterschiedlich stark auf abrasive Füllstoffe reagieren. Und wenn die Glasfaser einmal einen Ansatzpunkt gefunden hat "rastet" die da natürlich immer ein und arbeitet den Stahl schön aus. Wenn du gleichmäßigen Abrieb möchtest solltest du mehr Sandpapier verarbeiten ;) :D
    • Dann kann man auch immer schön die Farbreste rausschleifen und hat keine Probleme mehr mit Farbwechsel. :D

      Bestellt euch einfach eine gepanzerte Schnecke. Wenn ihr häufige Farbwechsel habt, muss der Schneckenhersteller dies auch wissen. Die haben nur noch minimalste Totzonen und da bleibt auch keine Farbe mehr hängen.
    • Ich muß mich korrigieren. Die Schnecke nennt sich bei Demag "verschleißfest" - also keine Standardschnecke.

      Das nennt sich für die Garnitur bei Demag "WA611"

      Ob nun "verschleißfest" dem volkstümlichen "gepanzert" entspricht bin ich mir nicht sicher, aber ich nehme es mal an.
    • Hm, "Verschleißfest" heißt meistens nur soetwas wie "Oberflächengehärtet oder -vergütet". Das ist meistens eine Nitrierung o.Ä., die nur wenige 1/100mm unter die Oberfläche geht. Eine "Panzerung" ist in der Regel ein nachträgliches Aufschweißen der Schneckenstege und ggf. sogar der Schubkanten mit speziellen wirklich hoch verschleißfesten Stählen. Eine Panzerung wird meistens nachträglich bei einer Renovierung der Schnecke durchgeführt und ist damit dann auch oft noch materialbezogen (GF erhält eine andere Panzerung als MR). Es gibt aber auch Schnecken von den Herstellern, die mit "hoch verschleißfest" gekennzeichnet sind. Diese sind dann oft durchgehärtet oder bereits ab Werk aufgepanzert. Das muss man leider immer ganz genau hinterfragen, da man sonst nicht das bekommt was man eigentlich erwartet. Kein Hersteller würde wohl eine Schnecke verkaufen mit der Bezeichnung "ungeschützt". Und was noch dazu kommt: Die Benennungen sind von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Während der eine seine Schnecke als "verschleißgeschützt" bezeichnet, sagt der andere "nitriert". Wie gesagt: da muss man wirklich aufpassen.
      MfG. petersj
    • Ein Bild wie es sich auf der Schnecke von "display" zeigt, kenne ich nur von unseren Maschinen, auf denen wir wir Cellulosebutyrat und -propionate fahren. Wenn sich dieses auf Grund langer Stillstandszeiten im Zylinder zersetzt, wird es leicht sauer und hinterlässt dann im laufe der Jahre eine entsprechende Oberfläche. Von PA kenne ich solche Bilder eigentlich nicht (vorallem nicht von dem genannten Typ).
      MfG. petersj
    • Verschleißfest ist bei ARBURG die Standard-Garnitur.
      Hochverschleißfest ist das Bi-Metall-Rohr mit der metallurgischen Schnecke.
      Wobei bei hochverschleißfest noch in abrassiv und korrosiv unterschieden wird.

      Bei Verschleißerscheinungen sollte man immer unterschieden,
      ist es korrosiver oder abrassiver Verschleiß.
      Gruß Benno :P
    • Danke KVL - der Fall liegt ja nun klar.

      Die Maschinen werden bei Unterbrechungen von mehr als 20min (+/- je nach Material) bei uns generell mit PP gespült und standby geschalten.

      Neben den oben erwähnten PA 66 und POM hat der Zylindern schon diverse andere Materialien gesehen, dass aber in vergleichsweise geringen Mengen.

      Ein Angebot für eine hochverschleißfeste Schnecke wird eingeholt...
    • Aufgepasst beim Kauf von hochverschleissfesten Schnecken! Ihr müsst darauf achten dass die Kobination zwischen Schnecke und Zylinderrohr passt! Falls dies nicht der Fall ist, werdet Ihr in kürze verschleiss am Zylinderrohr haben und dann bei Artikel mit geringem Prozessfenster eine 'gute' Reproduzierbarkeit haben.