Nadelverschluss - Anspritzpunkt nicht schön

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    • Nadelverschluss - Anspritzpunkt nicht schön

      Hey,

      wir haben bei nahezu jedem Werkzeug das Problem das unser Nadelverschluss einfach keinen schönen Anspritzpunkt hinterlässt. Überall steht ein kleiner Grat, meist seitlich um den Anspritzpunkt ab.
      Wir haben nun echt fast schon alles versucht. Nadeln ausgetauscht um den Verschleiß auszuschließen. Dies hält aber immer nur kurz und fängt relativ schnell wieder an einen Grat zu bilden.
      Verschiedene Punkte um die Nadeln zu schließen usw.

      Die besten Ergebnisse bekomme ich immernoch wenn ich die Nadel während der Dekompression schließe. Dazu die Heißkanaltemperaturen relativ weit runter setzen an den Nadelspitzen. Manchmal meint man es ist besser. Am nächsten Tag sieht es allerdings wieder verheerend aus. Bin langsam echt mit dem Latein am Ende.

      Wie macht ihr das immer? Wann schließt ihr eure Nadeln? Gibt es da spritztechnisch etwas auf das man genau achten sollte? Oder läuft da doch Werkzeugtechnisch einfach was falsch?
    • Bilder kann ich leider keine zur Verfügung stellen.

      Material ist einmal ein PC/ABS Cycoloy C1200HF. Und an einer anderen Anlage mit denselben Problemen verarbeiten wir ein PP-Premix OY 1380.

      HK Hersteller müsste soviel ich weiß bei beiden Männer sein.
    • Hallo,

      ohne Bilder ist das natürlich schwierig zu sagen. Hast du mal ein paar Parameter?
      Ich würde mal versuchen langsamer zu dosieren, sofern das möglich ist und die Zykluszeit nicht unnötig verlängert.
      Hatte mal ein ähnliches Problem. Ich würde mal den Nachdruck, wenn möglich, so weit wie möglich reduzieren.

      lg Michael
    • Hallo @Stamper,

      ich bin etwas irritiert durch die Aussage: "Die besten Ergebnisse bekomme ich immernoch wenn ich die Nadel während der Dekompression schließe" . . . . ?! Das wäre ja bei "Ende Dosieren" und das ist zum Schließen viel zu spät!
      Fahre mal folgenden Ablauf:
      ÖFFNEN bei Beginn Einspritzen und SCHLIESSEN etwas verzögert (Verzögerungszeit ca. 0,3 s) nach "Nachdruckende" . . . Schließen möglichst nicht unter zu hohem Druck der Masse, daher die Masse nach Nachdruck kurz durch verzögertes Schließen "entspannen". (Dosieren erst, wenn Nadel geschlossen ist)
      Wichtig: Die Nachdruckzeit nicht zu lang, da die Nadel in "gut plastischem" Kunststoff schließen muss!!!

      Noch eine Frage: Ist es eine zylindrische oder eine konische Nadel?

      Fakt ist: Es gibt keine prozesssicherere und -bessere Heißkanalanspritzung als den Nadelverschluss! :thumbsup: :thumbsup:
      Ich würde möglichst immer mit zylindrischen Nadeln arbeiten, besonders bei Glasfasermaterialien, da die zylindriche Nadel die Glasfaser bricht, hingegen die konische klemmt die Glasfasern ein. Wenn man allerdings mit dem Nadelverschluss beim Kaskadenspritzen den Volumenstrom der Masse gedrosselt starten will, bleibt nur die konische Nadel.
      Aber auch hier gilt wie immer: Die Technik ist nur so gut, wie das Verständnis und die Kompetenz desjenigen, der sie anwendet :thumbsup:

      Gruß
      HHB
      spritzguss-schulung.de steht für NEUES DENKEN beim Kunststoff-Spritzguss
    • Hallo zusammen.

      Ich hoffe die Seite ist noch aktuell.
      Ich habe leider auch das Problem, dass sich um die Nadel einen "Grat" bildet. Mal mehr, mal weniger, mal komplett um die Nadel rum, mal seitlich. Temperaturen hoch und runter keinen Unterschied. Nadel verzögert geschlossen, mit Druckbooster geschlossen auch keinen Erfolg. Es sieht so aus als ob das Material an der Nadel kleben bleibt.
      Material: PP.

      Vorab vielen Dank für Eure Anregungen und Ideen ....

      P.s was der Kollege oben geschrieben hat mit Nadel schließen bei dosieren Ende hab ich noch nicht ausprobiert aber klingt logisch da die Nadel in eine plastische Masse schließt oder ? ....
    • Stamper schrieb:

      Hey,

      wir haben bei nahezu jedem Werkzeug das Problem das unser Nadelverschluss einfach keinen schönen Anspritzpunkt hinterlässt. Überall steht ein kleiner Grat, meist seitlich um den Anspritzpunkt ab.
      Wir haben nun echt fast schon alles versucht. Nadeln ausgetauscht um den Verschleiß auszuschließen. Dies hält aber immer nur kurz und fängt relativ schnell wieder an einen Grat zu bilden.
      Verschiedene Punkte um die Nadeln zu schließen usw.

      Die besten Ergebnisse bekomme ich immernoch wenn ich die Nadel während der Dekompression schließe. Dazu die Heißkanaltemperaturen relativ weit runter setzen an den Nadelspitzen. Manchmal meint man es ist besser. Am nächsten Tag sieht es allerdings wieder verheerend aus. Bin langsam echt mit dem Latein am Ende.

      Wie macht ihr das immer? Wann schließt ihr eure Nadeln? Gibt es da spritztechnisch etwas auf das man genau achten sollte? Oder läuft da doch Werkzeugtechnisch einfach was falsch?
      Hallo Stamper. Gibtes eventuell hierzu neue Kenntnisse?
      Liebe Grüße
    • Always student schrieb:

      Stamper schrieb:

      Hey,

      wir haben bei nahezu jedem Werkzeug das Problem das unser Nadelverschluss einfach keinen schönen Anspritzpunkt hinterlässt. Überall steht ein kleiner Grat, meist seitlich um den Anspritzpunkt ab.
      Wir haben nun echt fast schon alles versucht. Nadeln ausgetauscht um den Verschleiß auszuschließen. Dies hält aber immer nur kurz und fängt relativ schnell wieder an einen Grat zu bilden.
      Verschiedene Punkte um die Nadeln zu schließen usw.

      Die besten Ergebnisse bekomme ich immernoch wenn ich die Nadel während der Dekompression schließe. Dazu die Heißkanaltemperaturen relativ weit runter setzen an den Nadelspitzen. Manchmal meint man es ist besser. Am nächsten Tag sieht es allerdings wieder verheerend aus. Bin langsam echt mit dem Latein am Ende.

      Wie macht ihr das immer? Wann schließt ihr eure Nadeln? Gibt es da spritztechnisch etwas auf das man genau achten sollte? Oder läuft da doch Werkzeugtechnisch einfach was falsch?
      Hallo Stamper. Gibtes eventuell hierzu neue Kenntnisse?Liebe Grüße
      ein paar infos wären noch super.

      Dein Werkzeug ist wie viel fach?
      Grundmaterial?
      Verwendung von Masterbatch? wenn ja welcher Hersteller
      Verwendung von Compound? wenn ja welcher Hersteller
      Dein Nadelsystem wird über einen Verteiler gesteuert und mit wie viel bar geschlossen.
    • 8 Fach. Heißkanal 2 Verteiler mit jeweils 4 Düsen drauf. Material ist PP natur. Habe einen Druckbooster angeschlossen und mit 8 bar die NVD geschlossen. Jedoch erfolglos. Der Grat kommt sporadisch bei verschiedene Kavitäten und ist mal mehr mal weniger, meistens seitlich der Nadel.
      Temperaturen der Nadel haben keinen Einfluss auf dem Grat.

      Vorab vielen Dank für die Ideen
    • Always student schrieb:

      8 Fach. Heißkanal 2 Verteiler mit jeweils 4 Düsen drauf. Material ist PP natur. Habe einen Druckbooster angeschlossen und mit 8 bar die NVD geschlossen. Jedoch erfolglos. Der Grat kommt sporadisch bei vers chiedene Kavitäten und ist mal mehr mal weniger, meistens seitlich der Nadel.
      Temperaturen der Nadel haben keinen Einfluss auf dem Grat.

      Vorab vielen Dank für die Ideen
      Bei sowas mache ich folgendes: Die erste Einspritzstufe langsam um einen "Hof" um die Anspritzstelle zu bilden danach schneller werden und die letzte E.Stufe wieder langsam um den Übergang weich hinzubekommen. Ich weiß @Herr Behrens dass das Einspritzprofil nicht optimal ist dafür kann es als eine Notlösung sehr helfen.
      Habe sogar Mal den Anguß aus der Angußbuchse so rausbekommen können. War aber nur provisorisch und eine Notlösung.
    • bin jetzt nicht der Spezialist für HK-Nadelverschlüsse, dufte mich aber auch mal damit rumschlagen.
      Also mal ein paar Fragen zur Mechanik.
      Schließen die Nadeln immer sauber und gleichmässig? Nach dem Öffnen mal überprüfen
      Reicht der Druck sicher aus um die Nadeln gegen die Masse zu schließen?
      Wie sauber sind die Übergänge Kavität/Nadel?
      Nadeln verbogen?
      Fahren die Nadeln minimal ins Teil oder schließen sie bündig oder rückständig?
    • klingt komisch und absolut nicht nachvollziehbar aber Fakt ist, dass die Düse dadurch besser abdichtet. Ich hatte bis heute komplett in der anderen Richtung gedacht und möglichst Druckarm die Nadel geöffnet und geschlossen. Sicherlich sollte man die Nadel nicht lange unter Druck geschlossen halten bis das gespritzte Material oben aus dem HK-Stecker raus kommt
    • Always student schrieb:

      klingt komisch und absolut nicht nachvollziehbar aber Fakt ist, dass die Düse dadurch besser abdichtet. Ich hatte bis heute komplett in der anderen Richtung gedacht und möglichst Druckarm die Nadel geöffnet und geschlossen. Sicherlich sollte man die Nadel nicht lange unter Druck geschlossen halten bis das gespritzte Material oben aus dem HK-Stecker raus kkommtWas
      Ich Frage mich gerade was passiert wenn der Prozess sehr schnelles Einspritzen erfordert wie bestimmt man die Verzögerungszeit?
    • Always student schrieb:

      vorab vielen Dank für eure Antworten und Ideen.
      Heute hatten wir einen Anwendungstechniker des HK-Herstellers im Haus.
      Kaum zu glauben aber die Nadeln müssen unter Druck stehen bevor man die öffnen soll heißt die Nadel verzögert ÖFFNEN bzw. Beginn Einspritzen und erst dann die Nadel öffnen.......
      Man lernt nie aus
      also krass gesagt man muss gegen die Nadeln spritzen?

      Also ich bin in die andere Richtung erfolgreich gewesen mit Einspritzverzögerung von 0,1 sec war der Erfolg.
      Aber das problem konnte auch nur bei einem HK-Hersteller so gelöst werden, gleiche Werkzeug nur anderer Hersteller ist bis heute noch eine Phänomen mit ständigen Setup`s.
    • Always student schrieb:

      @Andre: ich habe eine Einspritzzeit von 0,12Sek. auf ner vollelektrische Engel. NVD-öffnen Verz. 0,02Sek. Man kann den Anstieg im Ecograph gut sehen bei Nadel öffnen...
      ?( 0,02 sec. So genau ist die Maschine? Wow! Also ich kenne so ein bisschen den Präzision Spritzguss jedoch das die ganze Mechanik jedesmal exakt um 0,02 Sekunden verzögert. Respekt. Ich allerdings Stelle jeden Tag etwas anderes fest: Die Besten angezeigten Werte auf dem Schirm sind nicht 1zu1das was mir die Qualität der Teile sagt.