POM Delrin 100 NC010

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    • POM Delrin 100 NC010

      Hallo zusammen,

      ich bin neu hier und hätte ein Frage zur Verarbeitung von POM Delrin 100 NC010 natur.
      Wir stellen Zahnräder aus diesem Kunststoff (Spritzguß) her. Nach geraumer Zeit müssen wir feststellen, das hin und wieder schwarze Flecken ( Punkte...) auf dem ansonsten einwandfreien Teil, sichtbar sind. Meine Vermutung nach liegt es an dem sehr hohen Staubanteil im Orginalgranulat.
      Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und auch evtl. Lösungsmöglichkeiten? Ich hätte in erster Instanz eine Entstaubungsanlage integriert.
      Wäre dankbar um jede Hilfe.
      Gruß V.Haas
    • Guten Morgen.
      Bei dem Delrin handelt es sich um Neuware mit Prüfzeugnis.
      Bevor wir mit der Fertigung begannen wurde eine neue Schnecke eingebaut und der Zylinder gerreinigt.
      Mittlerweile haben wir auch schon etliche Hunderttausend gefertigt.
      Aber zwischendurch, völlig unregelmässig, kommen immer wieder 20-50 Teile, die Verfärbungen ( sieht zum Teil aus, wie ein Einschluß von Fremdgranulat) aus der Maschine.
      Hab schon gegoogelt und bin auf den doch, meiner Meinung nach, sehr hohen Staubanteil im Orginalgranulat gestoßen. Dieser könnte der Hauptgrund sein.
      Wie gesagt, vielleicht hat hier ja jemand ähnliche Erfahrungen damit gemacht und hat auch evtl ne Lösung parat.
      Gruß Volker
    • Ach ja, nochetwas zu den Fragen.
      Wir haben uns natürlich am Datenblatt orientiert und auf der Maschine bzw. auf beiden Maschinen ( es laufen fast 2 gleich identische SGM's mit dem Granulat und demselben Wkz.) Die Verfärbungen treten an beiden Maschinen auf, also müsste es doch Kunststoffbedingt sein.
    • Gut. Staub könnte man tatsächlich absaugen, so wie beim mahlen.

      Aber nach soviel Schuss ist es unwahrscheinlich, dass es erst dann anfängt.
      Die erste Theorie ist, zu hohe Massetemperaturen, dass Material fängt an auf der Schnecke zu kleben und wird durch den Prozess weiter aufgeheizt, bis es zu schwarzen Punkten kommt. Sofern euer System sauber ist.
      ..:: Gruß von Kuka ::..
      ..:: Alle sagten es geht nicht. Dann kam einer, der das nicht wusste, und tat es ::..
    • Hab mich wahrscheinlich falsch oder missverständlich ausgedrückt. Hatten immer wieder Probleme mit der Verschmutzung. Nicht erst jetzt.
      Nur wurde immer abgewogen, wo am Teil die Verschmutzungen waren. Waren sie im Zahnkranzbereich, wurden sie aussortiert. Jetzt aber wurde es vom Kunden beanstandet, mit dem Hinweis, das Teile der anderen Lieferanten dieses nicht aufweisen würde.
      Das System ist sauber, wurde mehrfach kontrolliert. Aber der Faktor Mensch ist immer am Prozess beteiligt. Wobei ich nicht glaube, das dies der Grund ist.
      Die Massetemparatur liegt im absoluten Mindestbereich. 180 bis 205 Grad. Könnten aber tatsächlich den Prozess an der unteren Kante ausführen.
    • Hallo Volker,

      mal eine Frage, wie stellt ihr die Maschine ab bei Schichtende/Wochenende? Last ihr das POM im Zylinder erkalten?

      Des weiteren haben wir schon blackspex in Granulatkörnern gefunden, 100%ig reines Naturmaterial bekommst du nie.
      Grüße :thumbup:
    • Hi, grüß euch.
      Die SGM läuft vollkontinuirlich durch.
      Nur zu Wartungszwecken ( ca. alle 30.000 Stk. = ca. alle 20 Tage ) des Werkzeugs wird sie abgestellt.
      In diesem Zuge wird aber auch immer der Zylinder mit ASA CLEAN gereinigt. Was meinst du mit Blackspex?
      Dieser Begriff ist mir völlig fremd.
      Gruß Volker
    • Hallo Volker,

      meinte kleine schwarze Punkte/Einschlüsse im Kunststoff. Meist sind sie recht kantig und flach geformt. Wenn man sie im Labor untersuchen lässt handelt es sich fast immer um thermisch geschädigtes Material gleichen Typs.
      Hier hat sich dann irgendwo im Spritzzylinder/Düse/Heißkanal/Extruder des Herstellers etwas gelöst.

      Hat euer Werkzeug eigentlich einen Heißkanal?
      Grüße :thumbup:
    • Hallo T. aus S.,

      um genau die Punkte/Einschlüsse geht es.
      Das Werkzeug besitzt keinen Heißkanal, sondern einen Stangenanguß.
      Meintest du, es ist ein Fehlerbild vom Materialhersteller? Wenn es so wäre, müsste ja auch andere Spritzereien
      das Problem haben.
      Wenn es am Fertigungsprozess bei uns liegt ( was ich so gut wie ausschliesse, da sich ein schon wirklich guter und erfahrerner Anwendungstechniker, den Prozess angeschaut und für gut befunden hat) gehen mir so langsam die Ideen aus.
    • vhaas

      es laufen fast 2 gleich identische SGM's mit dem Granulat und demselben Wkz

      Nicht bedingt.
      Wie ist die Materialvorbereitung?

      vhaas

      Jetzt aber wurde es vom Kunden beanstandet, mit dem Hinweis, das Teile der anderen Lieferanten dieses nicht aufweisen würde

      Gleiches Material? Oder nur der Hinweis, solche in Zukunft auch nicht mehr zu verpacken?

      T. aus S.

      meinte kleine schwarze Punkte/Einschlüsse im Kunststoff. Meist sind sie recht kantig und flach geformt. Wenn man sie im Labor untersuchen lässt handelt es sich fast immer um thermisch geschädigtes Material gleichen Typs.

      Müsste dann schon im Original Material, also noch in Granulatform gefunden werden um das zu belegen.

      vhaas

      Wenn es am Fertigungsprozess bei uns liegt ( was ich so gut wie ausschliesse, da sich ein schon wirklich guter und erfahrerner Anwendungstechniker, den Prozess angeschaut und für gut befunden hat) gehen mir so langsam die Ideen aus.

      Mmmmh, was nun? Anderes Material? Einen Anwendungstechniker von DuPont kommen lassen?
      ..:: Gruß von Kuka ::..
      ..:: Alle sagten es geht nicht. Dann kam einer, der das nicht wusste, und tat es ::..
    • Wenn es sich um 20-50Stück von 30.000 handelt, ist die Belastung doch gar nicht so groß. Vermutlich kontrolliert der Kunde jetzt besser. Auch (und gerade) großtechnisch hergestellte Produkte lassen sich in der Regel nicht absolut fehlerfrei produzieren. Es kann bei Produktionen von 100t und mehr nicht jedes Granulatkorn und jedes Kilo Material kontrolliert werden. Man stelle sich vor, dass z.B. alle Stunde ein Muster von ca. 5kg ins Labor zur QS gebracht wird. Das Muster wird dann visuell beurteilt und ggf. für gut befunden (Farbe ok, kein Schmutz). In dieser Stunde hat der Extruder aber ca 2.000kg Durchsatz gehabt (und das ist noch ein relativ kleiner Extruder). Das wird erst mal alles in einen Silo gefahren und dann mit dem Rest der Produktion gemischt. Da fallen dann 100 Körner mit Stippen nicht mehr auf. Und wenn selbst aus dieser Gesamtmischung von z.B. 10 Tonnen wieder 5kg in die QS zur Ausprüfung gehen, ist die Chance, gerade einige Körner mit Stippen in der QS zu verarbeiten, sehr gering. Das einzige was ihr machen könnt ist, genau zu prüfen, wie hoch die Belastung pro kg wirklich ist. und dann müßt ihr entsprechende Muster sammeln. Am besten natürlich fehlerhafte Granulate. Damit könnt ihr dann an den Lieferanten gehen und reklamieren.
      MfG. petersj
    • Guten Morgen,
      gleich vorweg mal ein herzliches Dankeschön an alles, die auf mein Problem reagiert haben.
      Anwendungstechniker kommen ins Haus und fehlerhafte Teile werden bist dato gesammelt. Mal sehen was die Ursache ist.
      Gruß
      Volker
    • Bei uns verarbeiten wir auch jede Menge POM naturfarben, homo wie copo. dasselbe Problem besteht auch, aber nur wenn das Material ein weilchen zu lang im Zylinder stand. Sei es nach einer Maschinenstörung oder Montag Morgen beim anfahren wird sich zu viel Zeit gelassen. :sleeping: Auf jeden Fall sind die ersten paar Schuß teilw. übersäht mit diesen "schwarzen Punkten", die dann relativ zügig verschwinden. Für mich ist klar, daß es sich hier um thermische Schädigung handeln muß die nicht beim Materialhersteller sondern beim Verarbeiter entsteht.

      Wenn die "Punkte" wärend des laufenden Prozesses immer mal auftreten. Vielleicht mal prüfen.

      Zitat "Die Massetemparatur liegt im absoluten Mindestbereich. 180 bis 205 Grad." zu hohe Drehzahl-Scheerwärme, Verweilzeit, Staudruck, hängt verbranntes Material an der Düse welches immer mal mitgerissen wird.

      Wird der Anguß mittels Beistellmühle wider zugeführt? Was und wie wird in der Nachbarschaft produziert (Staub)

      Viele Grüße
    • Hallo Papa Holger,

      die Probleme mit der längeren Standzeit und der danach verunreinigten Masse haben wir auch. Wir reinigen dann immer mit ASACLEAN. Die Punkte treten immer unwillkürlich auf. Laufen enige tausend, dann plötzlich kommen ein paar Teile mit schwarzen Punkten, danach ists wieder gut. Mein Verdacht ist ja nach wie vor der Staubanteil im Orginalgranulat. Der Anguß wird nicht eingemahlen und wider zugeführt. Ebenso laufen in der Nachbarschaft keine Teile mit dunklem Material. Es muss ein Problem im Fertigungsprozess sein. Die Schneckenumdrehung liegt bei 70 U/min und der Staudruck liegt bei 50 bar. Einzig wäre evtl. der etwas zu gr0ße Zylinder ( rechnerisch ca. 4 Teile an Spritzgewicht)
      Aktuell wurde die Schnecke gezogen, kann aber noch nichts darüber sagen, weil ich noch in Urlaub bin.
      Nochmals Danke für rege Unterstüzung hier.
      Gruß
      Volker