Kühlkreise in Werkzeugen in Reihe Schalten - wie vorgehen

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    • Kühlkreise in Werkzeugen in Reihe Schalten - wie vorgehen

      Hallo Forum,

      jeder im Wkzbau weiss ja dass komplexe Werkzeuge viele Kühlkreisläufe haben.
      Ich habe gerade so einen Problemfall mit über 30 einzelnen Kreisläufen. Jedoch ist es ja nicht möglich
      30 Temperiergeräte anzuschließen und selbst bei 4-Kreis Temperiergeräten wären es viele.

      Also Fachleute, wie und auf welcher Basis verbindet ihr die Kreisläufe. Gibt es da ein System?
      Kann ich irgendwie erkennen, dass die Schlecht kombiniert worden sind?

      Danke und Grüße
    • Wie viele Kreisläufe und wieviele Temperiergeräte hast du denn zur Verfügung? Benutzt ihr eine Verteilerbatterie mit z.B. 6 oder 12 Kreisläufen?

      Das Problem ist, wenn du alle in Reihe verbindest, die folgenden Kreisläufe nur noch das warme Wasser des vorherigen abbekommen. Somit hätte der letzte Kreislauf nur noch heißes Wasser, welches wiederum schlecht für eine Kühlung wäre.

      Gibt aber auch Werkzeuge an denen du bestimmte Stellen warm und andere kalt fahren musst. Ist eben Werkzeugabhängig
    • Wenn ich am Werkzeug 6 Kreisläufe habe und nur 4 Frischwasser, dann wird "gebrückt"
      Hier sollte man darauf achten, das dann immer die gleichen gebrückt werden oder halt feste Brücken anschließen.
      ..:: Gruß von Kuka ::..
      ..:: Alle sagten es geht nicht. Dann kam einer, der das nicht wusste, und tat es ::..
    • Moin,

      wir verwenden meist Temperiergeräte mit 4 Kreisläufen. Im aktuellen Fall 5 Stück.
      Das Werkzeug hat ca. 30 Kreisläufe.

      Letztendlich muss ich irgendwas in Reihe schalten. Aber auf der Basis welcher Logik.
      Wir haben meist auch Temperierkanäle in den Aufspannplatten. So wird es gerade auch gemacht, dass zuerst das Wasser
      durch Bauteilnahe Kühlkanäle geführt wird und anschließend in die Aufspannplatten?

      Was denkt ihr.
      Grüße
    • Hi,

      es ist schwer zu sagen ohne Teil und Werkzeugkonstruktion gesehen zu haben.

      Du kannst die Kreislaeufe zusammenfassen z.B. nach Durchflussmenge oder Temperaturbedingungen im Werkzeug:

      bei Kreislaeufe mit kleinen Querschnitten im Formbereich, seperater Kreislauf.

      bei "langen" Teilen, von der Mitte kalt rein und nach aussen laufen lassen.

      Kommt das Medium schon heiss aus dem Werkzeug, macht es keinen Sinn einen anderen Kreislauf anzuhaengen sonst wird die "Kuehlung" zur "Heizung"

      Konstruktion ansehen und Kombinationen festlegen. Bei der Anzahl an Kreislaeufen sollte auch eine Plakette am Werkzeug sein, die ein Kuehlschema zeigt. und Ausprobieren......
      Versuch macht kluch
    • Es ist aber völlig legitim Werkzeuge zu Brücken. Ich glaube das niemand eine Armada Geräte und Leitungen an den Maschinen zur Verfügung hat. Anschließen und dann einfach Messungen durchführen. Das sollte man immer tun, da man nicht weis wie effektiv überhaupt die Kühlung reagiert. Je mehr desto besser das steht ausser Frage, doch es lassen sich immer sinvolle Kompromisse finden.
    • Wir machen dass je nach Teil bzw. Komplexität abhängig.
      Aber generell max. 4 Kreise in Reihe....sonst hast ja nicht nur heisses Wasser im letzten Kanal, es läuft auch schlichtweg
      gar nicht mehr viel durch....also auch nicht bei den ersten Kanälen.
      Wir Brücken wenn möglich mit offenen Schlauchkupplungen, weil mehr Durchfluss.
      Kerne bzw. deren Kühlung bekommen einen extra Kreis im Regelfall.

      mfG
      Kunststoffformgeber sind Künstler, denn es ist eine
      Kunst,
      den Kunststoff in Form zu bringen
    • Hallo

      Beim Brücken von Werkzeugen gibt es schon manches zu beachten. Kerne bekommen bei uns meißt einen separaten Kreislauf. Wenn wir mehrere Temperiergeräte zur Verfügung haben werden diese auf AS bzw. DS aufgeteilt. Welche Kreisläufe verbunden werden kommt auch darauf an wie der Vorlauf bzw. Rücklauf gekennzeichnet ist. Ebenso sollte man darauf schauen mit möglichst kurzen Brückenlängen zurecht zu kommen ohne diese abzuknicken usw.

      Wie hier schon oft genannt ist es auch nicht sinnvoll zu viele Kreisläufe zu verbinden um eine ausreichende Kühlleistung zu erhalten. Am sinnvollsten wäre es, die beste Lösung dann mit festen Brücken zu verwirklichen um immer den selben Kühlkreislauf beizubehalten.

      LG

      Klabuster
    • Mir hat man beigebracht das man bei mehreren Kreisläufen von oben nach unten schritt für schritt brückt, da der Flusswiderstand wegen der Anziehungskraft nicht so stark ist als wenn das Wasser von unten nach oben durchs Werkzeug fließen muss.

      Übrigens bei einem Temperiergerät kann man den Ausgang mit mehreren Tylen?!(Nippel) versehen falls das Gerät soviel Druck erzeugen kann.
    • Vitalka schrieb:

      Übrigens bei einem Temperiergerät kann man den Ausgang mit mehreren Tylen?!(Nippel) versehen falls das Gerät soviel Druck erzeugen kann.


      Wie sollen dann die vielen Kreise überwacht werden?
      Wie soll der Durchfluss garantiert und überwacht werden, bei jedem einzelnen Kreis? Wasser sucht sich auch den Weg des geringsten Widerstand!

      Leider wäre das sehr sehr schlecht, wenn ihr das so habt!
      ..:: Gruß von Kuka ::..
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    • Hallo Vitalka,

      "Mir hat man beigebracht das man bei mehreren Kreisläufen von oben nach unten schritt für schritt brückt, da der Flusswiderstand wegen der Anziehungskraft nicht so stark ist als wenn das Wasser von unten nach oben durchs Werkzeug fließen muss."

      Den Effekt kannst Du getrost vergessen, (und der Kollege, der Dir das erzählt hat, soll sich mal mit Hydraulik befassen)
      selbst bei Verwendung von "offenen" Temperiergeräten, spielt das keine Rolle.

      Gruß
      Hans
    • Hallo,
      auf jeden Fall würde ich bei den gebrückten/ zu brückenden Kreisen die Durchflussmenge ermitteln und die durchflußschwächere Kreise eventuell einzeln anschliessen, sowie neuralgische Punkte, wie z.B. Hotspots intensiver Temperieren.

      Grüße
      Grüße :thumbup:
    • Bei den aktuellen Temperaturen von ca. 30°C schwitzen unserer Kühlkreisläufe derartig.....boar.
      Morgens meine ich immer, dass irgendwo ne leckage ist, weil das Wasser direkt überall steht :D
      Derweil fahren wir ab anfang Sommer eh mit 18°C statt 15°C....naja.
      Was bei uns übrigens noch gemacht wird, wenn es um viele Kreisläufe geht, wir schreiben im
      Programm rein, wo der Vorlauf und Rücklauf angeschlossen werden muss (Notfalls mit WZ-Beschriftung)
      Gibt einzelne Fälle, wo genau das verdrehte Anschließen zu schlechten Teilen führt.
      Also nicht unterschätzen, denn Temperierung ist eins der wichtigsten Sachen.

      viele Grüße
      Kunststoffformgeber sind Künstler, denn es ist eine
      Kunst,
      den Kunststoff in Form zu bringen
    • Wir fahren konstant, Sommer wie Winter mit 19°C und haben keinerlei Probleme. Früher sind wir mit zwischen 12°C und 15°C gefahren und mussten unsere Wz alle konservieren bevor wir ins WE starten wollten.
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    • Wenn man vor dem abstellen derSGM ein paar Schuss vorher schon das Kühlwasser abstellt,hat man mit so was kein Problem.Ich selbst hab schon oft Werkzeuge noch mal für ein paar Minuten in Produktion genommen,weil das nicht so gemacht wurde.Da kann man Konservierer draufsprühen wie man mag,das Ding ist nass und wird rosten.
    • Vitalka schrieb:

      Mir hat man beigebracht das man bei mehreren Kreisläufen von oben nach unten schritt für schritt brückt, da der Flusswiderstand wegen der Anziehungskraft nicht so stark ist als wenn das Wasser von unten nach oben durchs Werkzeug fließen muss.



      Wie schon gesagt wurde: vergiss das mal lieber

      Mach das Gegenteil und schließ den Vorlauf unten an! (Von unten nach oben)
      So hat man auch immer die bessere Chance die Luft aus dem WZ zu bekommen.


      Ich Brücke nach Gefühl ^^

      Da ich bei jeden Aufbau alle Kreisläufe einmal mit Druckluft durchckecke, um auch vorhandene Kalk/Rost-partikel aus dem WZ zu entfernen, merkt man schon
      mit der Luft welche Kreise etwas schwergängig sind.
      Die werden dann auch falls möglich einzeln angeschlossen.

      Es hängt halt stark vom WZ ab. Was ich z.B nie Brücke sind Retainer mit Steigröhrchen.
      Übertriebene Rücksichtnahme ist ebenso schlecht wie mangelnde Aufmerksamkeit!¿
    • Temperierkreise

      Hallo zusammen,

      wichtig ist, dass man keine Kreise zusammen schaltet, wo einer extrem wenig Duchgang hat.

      Ansonsten ist es ohne die genauen Randbedingungen zu kennen, schweirig, da eine Antwort zu geben.
      Gruss
      Zauberer
      __________________________
      Es gibt immer mehr, die immer weniger wissen und immer weniger, die immer mehr wissen. ;(
    • Thema ist alt, jedoch aktueller denn je! Daher greif ich es nochmals auf, da auf dem Gebiet der Temperierung immer noch in zu vielen Spritzereien skandalöse
      Zustände vorzufinden sind!!

      Egal, wie ihr das Wasser anschliesst, Ziel muss immer die turbulente Strömung in den Kühlbohrungen sein und dafür muss in den Kühlkreisläufen ausreichend Druck und Volumenstrom vorhanden sein!! Dieses wird übrigens in den seltensten Prozessen erreicht, da entsprechende Sachkenntnis nicht vorhanden, ursächlich weil in der Ausbildung nicht vermittelt wird!

      Grosses Problem: Die Temperiergeräte haben für die meisten Anwendungsfälle zu schwache Pumpen!

      Merke: Das Herzstück des Gerätes ist die Pumpe!!


      Unwichtig ist das schöne Geräte-Design oder das faszinierende Display

      Beim Kauf eines Gerätes immer gewünschten Druck bei gewünschtem Volumenstrom(!!) festlegen und das Gerät nach der Pumpenkennlinie (Diagramm) auswählen!!

      Wichtig auch: Das Druckgefälle bei Fliesslänge berücksichtigen!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Behrens ()

    • Zur Vermeidung von Feststoff-Ablagerungen in den Kühlbohrungen ist die turbulente Strömung auch sehr wichtig!

      Ablagerungen wirken extrem isolierend(!!), heisst, dass dadurch der Wärme-/Kälteaustausch zwischen Medium und Stahl über die Mantelfläche der Bohrung sehr schlecht ist!