Werkzeug richtig spannen

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    • Hi@all,

      also muss zu meiner Schande gestehen, dass @moldmaster in gewisser weise schon recht hat, in diesen Dimensionen sollte man

      schon auf relativ genaue Arbeitsweise achten, wobei mir diese Arbeitsweise bis dato auch fremd war.

      Bei kleineren Werkzeugen haben wir z.B. Auswerferseitig keine Zentrierringe, was die ganze Geschichte etwas vereinfacht,

      bei Werkzeugen grösser 1000 kg sollte auch Auswerferseitig ain Zentrierring vorhanden sein, um ein abrutschen des Wzg. zu verhindern.

      @Kuka, würde nie eine Werkzeug düsenseitig nur auf der Bedienseite befestigen,vor allem nicht, wenn du Schnellkupplungen für den
      Auswerfer verwendest.

      Also unsere Arbeitsweise ist Düsenseite wird vorn und hinten befestigt, dann kannst mal davon ausgehen dass das WZG in

      horizontaler Richtung ganz gut hängt, dann BAP anfahren im Einrichtbetrieb, dann Kran ablassen, Anpratzen, Kran weg.
      Gruß
      Peter
    • peri schrieb:

      @Kuka, würde nie eine Werkzeug düsenseitig nur auf der Bedienseite befestigen,vor allem nicht, wenn du Schnellkupplungen für den
      Auswerfer verwendest.


      Wieso? Ich renne doch nicht um eine 15 - 20m lange Maschine um dann auf der BGS Pratzen dran machen? Zumal das Werkzeug eh ausgehangen und gleichmäßig hängt. (ich gehe automatisch von einer durchschnittlichen Maschinengröße von 400t aus.)
      Maximal wenn ich es getrennt aufspannen muss, was gelegentlich der Fall ist, wird es DSig auf BS und BGS gepratzt.


      Apropos, nicht vergessen die Werkzeugplatten und FAP mit Öl vor und nach dem aufspannen zu behandeln. ;)
      ..:: Gruß von Kuka ::..
      ..:: Alle sagten es geht nicht. Dann kam einer, der das nicht wusste, und tat es ::..
    • Hoppla.

      Nein. Maschine ist frei, dann wird das Werkzeug angeschlagen mit den dafür vorgesehenen Seil. Dann wird es in die Maschine gehangen und DSig per Zentrierring zentriert. Zwei Pratzen an die DS auf der BS, dann wird die Einbauhöhe eingestellt/genullt und auf voraussichtliche Schließkraft gefahren (meist weniger). Dann wird AW-Seitig gepratzt und dann auf der BGS jeweils DS und AW.

      Siehe auch post #10
      ..:: Gruß von Kuka ::..
      ..:: Alle sagten es geht nicht. Dann kam einer, der das nicht wusste, und tat es ::..
    • Hi,

      ich muss Moldmaster schon recht geben. Es waere unverantwortlich gegenueber Trennungen und Fuehrungen den Kran abzuhaengen. Bei kleinen Werkzeugen mag das etwas anders sein.
      Hier ein Vorschalg:
      Bei der Werkzeugkonstruktion wird eine Transportbruecke in den Schwerpungt der festen Seite und der beweglichen Seite geschraubt. Die Bruecke hat dann eine Ringschraube fuer den Gesamtschwerpunkt. Das ist die einfachste Moeglichkeit das Werkzeug waehrend eines des Wechselns schonend zu behandeln.

      Wenn nicht genug Ausruestung vorhanden ist um rationell Werkzeugwechsel durchzufuehren, dann ist das Problem ja eigentlich bekonnt und sollte auch da angepackt werden.

      Gruss,
      HK60
      Versuch macht kluch
    • Kuka schrieb:

      Werkzeug anschlagen, in SGM hängen DS zentrieren, zum fixieren dann ein oder zwei Pratzen auf der BS (Bedienseite). Dann wird die voraussichtliche Schließkraft gefahren, dann entlaste ich den Kran (Das Lastseil hängt durch).
      Dann geht es mit den Pratzen weiter, BS fertig machen und dann auf die BGS (Bediengegenseite),

      @Kuka,

      das ist ja genau das was ich meine, du befestigst, wenn ich dich richtig verstehe, nur die DS bedienseitig, damit verziehst du dein

      Werkzeug auf alle Fälle, da dein Zentrierring je relativ genau passen sollte,

      dann fährst du die BAP an das Werkzeug.hab das in der Praxis schon zig mal erlebt, dass man beim anfahren der BAP an das einseitig

      gespannte Werkzeug Auswerferbolzen verbogen oder Kupplungen geschrottet hat,vor allem dann, wenn die Auswerferbolzen so lang sind,

      dass sie in die Kupplung eintauchen, bevor die BAP am Werkzeug anliegt.
      Gruß
      Peter
    • Achso..

      Nein, nein, unsere AW-Bolzen sind meist alle nur 450mm lang, von den damaligen NC2, an denen konnte man nur auf null fahren.

      Wir haben auch auf 90% der Werkzeuge eine Transportbrücke, sodass da wirklich nie etwas passiert.

      Beim Abspannen, habe ich das mal so gesehen. Da war die Isoplatte zu kurz und ist beim öffnen aufgeschnabelt (wie ein Hebel) und der AW-Bolzen hat sich verhakt. (Das Werkzeug bekam einfach eine andere Isoplatte und einen kürzeren Bolzen)
      ..:: Gruß von Kuka ::..
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    • hi @ all

      leider kan ich bei groß werkzeugen nicht mitreden
      da unsere wkz um die 25 bis 200 kg wiegen
      also nichts

      ich handhabe es so
      das ich die werkzeuge ( die kleineren mit der hand )
      auf der DS in die zentrierung hänge
      dann spanne ich je nach werkzeughöhe die DS mit 2 oder 4 klauen
      bei 2 klauen immer diagonal einmal MBS und einmal MBGS
      bei 4 klauen halt alle 4 klauen

      dann fahre ich die AS ran und ermittel die formhöhe
      ( wenn ich den kran dran habe ist der schon weg (200 kg max))
      wenn die formhöhe ermittelt ist
      strecke ich den kniehebel und entlaste ihn ( 3 - 4 x )
      je nach maschine sind es 50 -75 kn schließkraft
      ohne das die schließkraft eingestellt wurde also im einrichtbetrieb
      dann verriegel ich noch mal und entlaste
      dann spanne ich die AS

      fertig

      wenn ich bloß mit 2 klauen spanne
      mache ich die anderen ran wenn ich das wkz ein stück aufgefahren habe
      der grund warum ich bloß 2 klauen nehme ist die wkz einbauhöhe
      weil ich sonst mit den inbusschlüssel nich ran komme
      weil wenn ich einricht soll es auch hübsch aussehen
      sprich symetrisch

      und wenn ich das wkz gespannt habe
      fahre ich das wkz zusammen ( so 0,5 mm ) vor plattenberührung
      und heize denn erst das wkz auf
      Plaste und Elaste aus Schkopau
    • Kuka schrieb:

      @Otl. E.
      Eine Umfrage wäre nicht schlecht. Aber wie willst du die Untergliedern - hast du Vorschläge?

      @KuKa
      womöglich kann man sich das sparen, ein grossteil der Forenmitglieder hat ja bereits geschildert, wie üblicherweise Werkzeuge eingebaut werden.
      Will natürlich auch nicht die Darlegungen anzweifeln die gebracht wurden wie man es womöglich Richtig tätigt, wollte nur aufzeigen (auch mit der Umfrage) wie es im "wirklichen Leben" fabriziert wird.
      Im Prinzip steht jedoch einer Umfrage nichts im Wege, man könnte sich die Wichtigsten Punkte aus dem Beitrag nehmen.

      Otl. E.

      P.S.: Eben bin ich vom Anfänger zum Schüler aufgestiegen, dass ich das noch erleben darf. Ich erwarte Gratulationen sowie eine riesige Zuckertüte zu meinem Schulanfang. :D
      "Der Feind meines Feindes ist mein Freund" und "Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom"

    • P.S.: Eben bin ich vom Anfänger zum Schüler aufgestiegen, dass ich das noch erleben darf. Ich erwarte Gratulationen sowie eine riesige Zuckertüte zu meinem Schulanfang.


      [OT]
      Jaaaaa, sowas bei solch einem trockenem Thema - mich trieb es zwanglos zum schmunzeln[/OT] :thumbsup: :thumbsup:
      ..:: Gruß von Kuka ::..
      ..:: Alle sagten es geht nicht. Dann kam einer, der das nicht wusste, und tat es ::..
    • Otl. E. schrieb:

      P.S.: Eben bin ich vom Anfänger zum Schüler aufgestiegen, dass ich das noch erleben darf. Ich erwarte Gratulationen sowie eine riesige Zuckertüte zu meinem Schulanfang. :D
      @Otl,

      jaaaa, aller Anfang ist schwer :P :P :P herzlichen Glückwunsch zum "Aufstieg"

      Von solchen Leuten wie dir lebt so ein Forum, mach weiter so, irgendwann holen wir @Kuka schon noch ein :)

      @uziel, lass uns wissen in welcher Schänke, vll. finden sich noch ein paar, die auch lust haben.
      Gruß
      Peter
    • Ach das geht runter wie Oel, Werte Berufskollegen.
      Vielen Dank für die Blumen :)

      Das mit der Schänke ist eine hervorragende Idee, ich bin sofort dafür.
      Man sollte eine Forumsfeierlichkeit (welch schönes Wort) organisieren, zentral, irgend wo in Deutschland, mit Speis und Trank.

      In der Not könnte man es als Fachtagung der Kunststoffgemeinde tarnen um die Geschäftsleitung zu täuschen um dies als Dienstreise zu deklarieren.

      peri schrieb:

      irgendwann holen wir @Kuka schon noch ein :)
      womöglich gehe ich vorher in Rente...

      Otl.
      "Der Feind meines Feindes ist mein Freund" und "Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom"
    • ich möchte mein senf auch noch dazu geben

      also in meinen alten firmen haben wir auch nicht so genau drauf geschaut wie eingeabut wurde.

      werkzeug an düsenseite festgeschraubt AS zugefahren Auswerferseite angepratzt.

      aber ich muss moldmaster rechtgeben

      bei der jetzigen stelle habe ich mit schnellläufer zu tun zykluszeit kleiner 3sec,wkz gewicht 0,5 bis 2,5 tonnen

      und da merkt man recht schnell nur einen versatz von AS zu DS von 0,3 mm

      vor allen dingen der verschleiss an den führungen und schiebern.

      wir gehen nun so vor

      werkzeug mit brücke rein hängen, düsenseite mit zentriering einfahren, werkzeug mit wasserwaage ausrichten, Düsenseite anpratzen, BAP ran fahren (bei kniebhebel den vollen Zuhaltekraft draufgeben), ausweferseite festpratzen, erst dann kran weg,

      man darf auch nicht vergessen das die maschinenplatte sich auch setzt, auch wenn die maschinen hersteller es nicht zugeben aber es ist so.

      jedoch muss am den aufwand auch davon abhängig machen, was produziert wird.

      die normalen fälle werden bei uns auch nicht so aufwändig aufgebaut.

      da wird werkzeug ran gehängt festgeschraubt und fertig aber immer mit kran dran dis alle pratzen dran sind oder zumindest düsenseite und hochdruck.

      wie gesagt hängt von der anwendung ab
      Basteln mit Plaste und Elaste
    • Moin, also das ist ja ein Interessantes Thema. Manchmal bekomme ich aber schon Kopfweh!

      Also wir haben auch nur WZ von 20kg bis 2.5 To.

      Beim Rüsten wird das WZ auf die DS zentriert, je nachdem was für ein Werkzeug mit einer Pratze oder mit zwei auf der DS festgespannt und dann wird der Kran entfernt. Wo soll das WZ hin ? Das WZ hängt in der Zentrierung fest und wenn das WZ abkippt ist es ausgelutscht.

      Dann wird die AS beigefahren und dann fertig festgespannt. Bei Abrüsten des gleiche alle Pratzen bis auf 2 auf der DS wegmachen und auffahren!

      Natürlich verwenden wir auch die Traverse ohne die geht nix. Wir haben noch nie ein Versatz oder erhöhten Verschleiss festgestellt.

      Grüßle
    • @ titan

      du hast es mit relativ kleinen wz zu tun , 2.5 t sind spielzeug für mich.

      mein kleinstes wz hat 8 t und glaub mir ab einer gewissen größe machst du das freiwillig nicht mehr so .

      ich will dich mal sehen wie du ein 20 t wz mit 2 pratzen düsenseitig befestigst und dann den kran ablässt.

      die auswirkungen sind auch auf kleine formen übertragbar aber eben nicht so gravierend.

      desto größer das wz umso wichtiger ist die richtige handhabung des wz spannens.

      wobei ich persönlich immer erst den kran abhänge wenn das wz beidseitig gespannt ist, ist mir egal ob das wz 30 t oder 30 kg hat
    • werkzeuge richtig spannen

      Hi habe mit interesse das thema ''Werkzeug richtig spannen

      Von Masterchief900 (11. Januar 2012, 09:15)''

      gelesen. Was leute sich drauen ich würde nie ein werkzeug nur düsenseitig spannen und den kran abhängen? Auser ich kann es locker mit einer hand festheben (so kleine werkzeuge soll es geben ich habe noch nie eins gesehn 8| ). Also bei uns wird immer düsenseitig zentriert sgm zugefahren/formhöhe/genullt schließkraft und dann gespannt mit pratzen oder magnetspannsystem. Und dann erst denn kran abhängen! Ich versteh gar nicht warum das zur diskussion steht ok wenn man nur ein kleines werkzeug hat 1-10t kann man schon leichtsinnig werden und aus bequemlichkeit so spielereien anfangen. Es geht ja um eure sicherheit? Also ich will nich in der maschine stehen wenn sowas runter kommt! 8o
    • Hallo frau xy, habe Deinen Beitrag mal zum Thema verschoben, dann ist es nicht so auseinander gerissen.

      Es gibt tatsächlich Werkzeuge, die lassen sich von Hand einbauen. ;)

      Zum Thema Werkzeug nur DS anpratzen und dann Kran aushängen: Es gibt auch Maschinen, da ist die Schutzeinhausung einteilig. Da geht es gar nicht anders, sonst kannst Du gar nicht die BWAP ans Werkzeug fahren. Aber ansonsten bleibt auch bei uns der Kran locker im Werkzeug hängen, bis beide Seiten fest sind.
      Gruß HK