Einzugsproblem bei PA

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    • Naja als erstes versuchen die Problematik genauer zu beschreiben.....

      Das kann viele Ursachen haben, als erstes die Parametereinstellung überprüfen:

      Eingestelltes Temperaturprofil?

      Ggf. Staudruck zu hoch?

      Temperierung vom Einzug? Kondenswasserbildung???

      Materialtocknung i.O.?

      Ist Verhältnis von Dosiervolumen der Spritzeinheit auf Schußvolumen angepasst, oder eher ungünstig?

      usw....
    • Als erstes würde ich prüfen, ob der Einzug überhaupt noch frei ist.

      Dann die Temperaturen ggf. anheben, aber die max. Temperatur beachten, nicht das es verkokst.
      Staudruck auch überprüfen wie @Trico schon erwähnte.
      ..:: Gruß von Kuka ::..
      ..:: Alle sagten es geht nicht. Dann kam einer, der das nicht wusste, und tat es ::..
    • Kuka schrieb:

      Als erstes würde ich prüfen, ob der Einzug überhaupt noch frei ist.
      @Kuka

      Kuka schrieb:

      Dann die Temperaturen ggf. anheben, aber die max. Temperatur beachten, nicht das es verkokst.
      Staudruck auch überprüfen wie @Trico schon erwähnte




      welche Temperaturen,Zylinder oder Einzugszone? und warum anheben?

      Vielen Dank!

      Hanh86
    • Wenn die Zyl-Temperaturen besonders der 1. und 2. Zone zu niedrig sind, wird das Material nur bis dort hin gefördert, weil danach meistens die Kompressionzone anfängt. Unte dem dort entstehenden Druck wird das Aufschmelzen dann schwierig. Daher 1. Zone: praktisch Vorwärmung und anschmelzen. 2. Zone: Aufschmelzen durch Wärmeeintrag der Heizung und Friktionswärme. Zone 3: Kompression, Luft wird ausgedrückt, Material muss aber aufgeschmolzen sein.

      Wenn der Einzug leicht temperiert ist, kann hier ersten keine Feuchtigkeit kondensieren und das Granulat wird "mental" auf das Aufschmelzen vorbereitet: es wird griffiger und kann besser eingezogen werden.

      Wenn das Granulat zu groß ist, kann es von der Schnecke nicht erfasst und eingezogen werden. Gerade bei PA66 oft ein Problem. Z.B. 25ger Schnecke, Granulat 6x6mm geht nicht mehr wirklich gut.

      Wenn das Granulat von der Schüttdichte zu leicht ist (gruße Löcher, Perlengranulat) und dann noch GF-gefüllt ist, kann es passieren, dass sich im Einzugsloch oder im Trichter eine "Brücke" bildet und das Granulat nicht mehr nachrieselt. Also kein Einzug.
    • Deswegen wäre es ratsam den Trichter zur Seite zu ziehen und schauen wie gut es nachrieselt. Das kann man gleich in einem Abwasch erledigen, wenn man schaut ob der Einzug frei ist.
      Wenn die RSP nicht mehr richtig zu macht, beim spritzen, dann kann das Material bis zum Einzug zurück gefördert werden und der Einzug ist nicht mehr frei/verklumpt.
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    • Der flansch ist bei Auslieferung der Maschine rau. Mit den Jahren wird er vom Kunststoff glatt poliert. Sollte die der Fall sein muss dieser wieder aufgeraut werden. Dann sollte der Flansch mit 80°C gefahren werden. Die Temperaturen des Zylinders sollten keine grossen Sprünge aufweisen. Ich würde 265°C 270°C 275°C etc. einstellen. Dazu kann ein Talkum mit untergemischt werden. Was auch hilft ist eine andere Maschine. Es gibt Maschinen die PA einfach nicht haben wollen ;) .
    • @Uziel

      Ich hab gedacht, ich steh mit dieser Meinung alleine auf weiter Flur. So eine Maschine hab ich auch stehen. Alles wird dosiert, nur bei PA6 natur nimmt sie nichts zu sich. Selbst nach Zylinder- und Schneckenwechsel ließ sie sich nicht überzeugen!

      Danke für diese Bestätigung :thumbsup:
    • Bei uns haben die Arburg Maschine sehr große Probleme mit dem Einzug von PA. Das soll wohl eine Arbug Krankheit sein.
      Die Engel Maschinen habe dieses Problem überhaupt nicht. ( einen Grund mehr für Engel :P )
      Die Flansch Temperatur sollte bei 60 bis 80 °C gefahren werden aber das ist ja generell so :P
    • petersj schrieb:

      @Uziel

      Ich hab gedacht, ich steh mit dieser Meinung alleine auf weiter Flur. So eine Maschine hab ich auch stehen. Alles wird dosiert, nur bei PA6 natur nimmt sie nichts zu sich. Selbst nach Zylinder- und Schneckenwechsel ließ sie sich nicht überzeugen!

      Danke für diese Bestätigung :thumbsup:

      Also wenn Ihr Euch auch outet :thumbsup: ................

      Wir hatten bei der Verarbeitung von PA 66 GF30 auf einer Arburg SGM auch sehr große Probleme mit der Dosierung, sämtliche (auch ins Extreme) Parametereinstellungen konnten dauerhaft keine Verbesserung erzielen. Letzlich wurden im Bereich vom Einzug Nuten in den Plastifizierzylinder (ich schätze mal so 0.2 mm tief, ist schon einige Jahre her) eingebracht, die dann eine stabile Dosierung ermöglichten.
    • PA und Arburg mögen sich wohl nicht, ha die Steine rollen... und die rollen auch bei uns. Aber das man das mal ans schwarze Brett bekommt mit mehreren Bestätigungen - WoW

      Da hab ich auch noch so ein paar Exoten (anderer Hersteller) die wollen auch andere bestimmte Materialien nicht;)
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    • Wobei das schlimmste immer noch PA schwarz ist. Da schalten sich die Maschinen dann völlig aus. KM hat auch desweiteren Probleme mit PA. Bei Engel kenne ich das so auch nicht. Und Arburg und Demag waren in der alten Firma am anfälligsten für Dosierprobleme. Wie gesagt da wurde dann Talkum eingemischt um es wenigstens am Laufen zu halten.
      Das mit den Nuten finde ich sehr interessant. Gibt es da Bilder von??
    • Hi@all,

      also eure Aussagen kann ich so nicht stehen lassen,

      arbeite mit Arburg von neu bis teilweise uralt, hatte bis dato keine probleme beim einziehen von PA 6 oder 6.6

      auch mit hohen GF-Anteilen ( bis 50%).

      Aus früheren Zeiten kann ich die Probleme,wie ihr sie beschreibt auch bei KM nicht bestätigen.

      Wenn das Material nicht richtig getrocknet ist, oder die Flanschtemperatur zu niedrig eingestellt ist, vorausgesetzt RSP und Zylinder sind i.O.,

      sind für mich eigentlich die plausibelsten Erklärungen.
      Gruß
      Peter
    • Betrifft ARBURG. Ist nicht pauschal, dass alle Arburg das Problem haben.

      Wir haben ja 14 Stück in HH stehen. Und von denen ist eine der 4 M-Maschinen zickig. Seit Anfang an. Und die sind alle praktisch aus einer Serie (fast fortlaufende Seriennummern). Selbst ein Zylinderwechsel inkl. Schnecke untereinander und ein Hydraulikabgleich brachten keinen Unterschied. Die eine mag einfach kein PA-unverstärkt - jedenfalls meistens nicht.
    • Einzugsprobleme mit PA kennen wir auch bei verschiedenen Maschienenherstellern.
      Deshalb haben wir eine Maschine mit einer speziellen PA freundlichen Schnecke ausgestattet und fertigen auf der fast unseren ganzen PA Kram.

      Ansonsten hilft das Beimengen/Auftrommeln von Zinkstearat den Maschinen die Einzugsprobleme haben.
      Kunst ist wenn man es nicht kann !
      Denn wenn man es kann ist es keine Kunst mehr !