Torpedodüsen

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    • Torpedodüsen

      kann mir jemand mal den unterschied zwischen Torpedodüsen ,normalen Verschlussdüsen bzw überhaupt was über düsen erzählen? ?(
      oder gibt es irgendwo im i-net was drüber zu lesen?
      bis jetzt habe ich noch keine großen erfahrungen über düsen sammeln können!! :(
      gruß plaster

      An manchen Tagen geht alles schief, aber dafür klappt an anderen gar nichts.

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    • RE: Torpedodüsen

      Eine Verschlußdüse verschließt die Düsenöffnung spätestens zum ND-Ende (Ventil). Eine Torpedo-Düse ist im Prinzip eine offene Düse in der sich ein sogenannter Torpedo befindet, normaler Weise ohne die Möglichkeit die Düsenöffnung zu verschließen. Der Torpedo teilt den Massestrom beim Einspritzen auf um die Massetemperatur im Massestrom gleichmäßiger zu verteilen. Nach dem Torpedo wird der Massestrom wieder zusammen geführt und die Schmelzetemperatur ist wesentlich homogener. Im Prinzip ist der Name "Torpedodüse" mit der richtigeren Bezeichnung "Mischdüse" zu ersetzen. Wobei ein "Torpedo" konstruktionsbedingt nicht die Mischwirkung eines statischen Mischers (siehe letzter Link) erreichen kann.

      Verschiedenes zu Düsen:
      books.google.de/books?id=EwIZG…ne%20D%C3%BCse%22&f=false

      books.google.de/books?id=kovDm…ne%20D%C3%BCse%22&f=false

      Diese beiden Bücher sollten übrigens in keiner Spritzgießerei fehlen - auch wenn alle meinen , dass sie alles wissen.

      Am besten ist vielleicht noch der folgende Artikel:
      files.hanser.de/hanser/docs/20…1-21750_3-446-22042-9.pdf

      Für weitere Ergebnisse bei z.B. "Google" mal die verschiedenen Düsenbezeichnungen eingeben. Das ist die Funktion von Suchmaschinen im Internet.
      MfG. petersj

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von petersj ()

    • RE: Torpedodüsen

      Gesundes Neues...

      Richtigerweiße wäre dann aber Torpedomischdüse, da es Mischdüsen in Form von patentierten Einsätzen gibt. Selbst Filterdüsen müsste man dann als Filtermischdüsen bezeichnen, weil diese auch bei unverstärkten Materialien (ohne GF usw) eine bessere homogenität erzielen.
      ..:: Gruß von Kuka ::..
      ..:: Alle sagten es geht nicht. Dann kam einer, der das nicht wusste, und tat es ::..
    • RE: Torpedodüsen

      Ja Prost erstmal. . .
      Das ist dann eigentlich richtig. Aber keiner würde(oder besser sollte) eine Filterdüse zur Homogenisierung einsetzen, da der Druckverlust zu groß ist. Der einfachste Torpedo ist ein zylindrischer Körper, der den Spalt zwischen Kern des Masseflusses und der Düsenwandung verringert. Mischen tut dieses Teil allerdings nichts - aber ein echter Torpedo eben und der Wärmeübertrag funktioniert bei dem kleineren Querschnitt eben besser. Ich glaube, dass ein Torpedo auch nur bei Kolbenspritzmaschinen eingesetzt wird, da hier ja ohne eine drehende Schnecke gearbeitet wird und daher keine Mischung (Homogenisierung) der Masse stattfinden kann. Ansonsten kann ich mich nur an Torpedos bei der Extrusion erinnern.
      Ein Torpedo soll nur zur Homogenisierung der Massetemperatur dienen.
      Abe man weiß ja auch nicht immer, was sich im sprachlichen Gebrauch einer Firma aus einem Einsatz in einer Düse - zu welchem Zweck auch immer - zu einem Torpedo oder einer Torpedodüse entwickelt hat. Manchmal reicht auch schon der äussere Eindruck. Bei uns wurde so aus einem "Preform für Probeköper" ein "Hosenplättchen".
      MfG. petersj

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von petersj ()

    • RE: Torpedodüsen

      Hallo zusammen,

      also ich hätte plaster so verstanden, als dass er von

      Heisskanaldüsen redet, da wäre das Torpedo ja nur dazu da, die

      Wärme zu leiten, um z.B. einen sauberen Abriss des Anspritzpunktes

      zu erreichen, oder ein Erkalten der Masse zu verhindern.
      Gruß
      Peter
    • Alles richtig! Da die Frage ja eher: Keine Ahnung von Düsen! sollten wir vielleicht mal von vorn anfangen.

      Es wird bei Heisskanälen/Werkzeugen zwischen Offenen System (Torpedo) und Nadelverschlusssystemen (Liner(statt Torpedo) + Nadel) unterschieden.

      Über den Nadelverschluss bewirkt man den mechanischen Verschluss der Kavität(Düse). So wird ein kosmetisch einwandfreier Anspritzpunkt erreicht.

      Die offenen Systeme benötigen ein Torpedo sind billiger und erreichen kein kosmetisch einwandfreien Anspritzpunkt. Wobei man bei perfekter Auslegung nahe ran kommt.

      Und nun kommt der nächte Schritt von petersj, Kuka und peri.

      Ansonsten erfolgreichen einstieg ins neue Jahr...
    • Original von hotrunner
      Über den Nadelverschluss bewirkt man den mechanischen Verschluss der Kavität(Düse). So wird ein kosmetisch einwandfreier Anspritzpunkt erreicht.


      Nicht wird, es heist: sollte
      Damit wir ganz, ganz vorne anfangen :P

      Ne ne, passt schon. Wäre halt hilfreich mal zu wissen, was @plaster nun wirklich wollte.
      ..:: Gruß von Kuka ::..
      ..:: Alle sagten es geht nicht. Dann kam einer, der das nicht wusste, und tat es ::..
    • .... jetzt habt ihr dem armen @plaster aber mit reichlich unterschiedlichen Themen *zugetextet* ?( .... ich versuche mal, seine Frage auf einfache Weise zu beantworten:
      Die "Torpedodüse" ist eine Anspritztechnik, bei der der Kunststoff durch einen Ringspalt (ergibt sich durch Bohrung mit mittig positionierter Spitze, dem sogenannten Torpedo) gedrückt wird. Die Funktion *Öffnen und Schließen* erfolgt bei der Torpedodüse thermisch, d. h. der versiegelte Ringspalt (soll während der Kühlzeit versiegeln) wird beim Einspritzen herausgetrieben und der Kunststoff kann dann in die Kavität durch den Ringspalt strömen. Wenn der Ausformprozess (Füllen und Schwindung/Nachdruck) beendet ist, sollte während der nachfolgenden Kühlzeit der Ringspalt versiegeln (abkühlen), damit beim Öffnen des Werkzeugs (wobei der versiegelte Ringspalt abreißt) nach Abriss der Versiegelung kein Kunststoff aus der Düse austreten kann. Diese thermische Funktion macht sehr oft Probleme, deren Ursachen rein thermisch begründet sind, so der Ringspalt maßlich stimmt. Folge: Fadenbildung und Kaltpfropfen......
      Meine Meinung: Die Torpedodüse hat nur einen Vorteil: Sie ist billiger als die Nadelverschlussdüse!! Größter Nachteil dieser Düse ist neben der nicht prozesssicheren Funktion der erhöhte Fließwiederstand/Druckverlust, der zu erheblichen Energie- und Prozessvernichtungen führt!! :thumbdown:

      Die Nadelverschlussdüse ist eine Anspritztechnik, bei der der Kunststoff durch eine offene Bohrung gedrückt wird. Die Funktion *Öffnen und Schließen* erfolgt bei dieser Düse mechanisch, d. h. die der Bohrung angepassten Nadel (Stift) wird vorm Einspritzen mechanisch (pneumatisch, hydraulisch oder servomotorisch) gezogen, womit die Bohrung dann offen ist, und der Kunststoff mit verhältnismäßig geringem Fließwiderstand in die Kavität strömen kann. Nach Füllen und Schwindung (Nachdruck) wird die Nadel wieder mechanisch vorgeschoben, womit die Einspritzbohrung sauber verschlossen wird.

      Meine Meinung: Die Nadelverschlussdüse ist die optimalste/prozesssicherste Anspritztechnik! :thumbsup:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Behrens ()

    • @Behrens
      Du hast schon gesehen das der Eroeffungspost 7 Jahre alt ist, der TE nie wieder darauf geantwortet hat und der Thread nur durch Deko wieder hochgeholt wurde? ;p

      Deko schrieb:

      Hallo,
      Kann mir jemand verraten was defekte Torpedos für eine Auswirkung haben?
      Kannst du genauer beschreiben was fuer ein Defekt?

      Wenn die Spitze des Torpedos beschaedigt ist wird die Temperatur nicht mehr ideal in den ASP gefuehrt = Einspritzdruck kann sich erhoehen oder Artikel laesst sich gar nicht mehr fuellen, die Heisskanal Temperatur muss erhoeht werden.
      Der Kunststoff friert nicht meh an der richtigen stelle ab und zieht einen Butzen mit aus dem ASP = unschoener ASP auf dem Artikel.

      Bei einem Defekt an den Stegen kann es vorkommen das durch den Spritzdruck der Torpedo vom seinem Haltering abgerissen wird und den ASP verstopft.
    • Meinte eig welche Auswirkung es zu Folge hat wenn ein Torpedo beschädigt verstopft oder defekt ist.

      Da wir bei einem Spritzteil an einer gewissen Stelle ab und an nicht volle Teile haben. HL und WZG Temp sowie Einspritzgeschw sind völlig ausreichend.

      Aber so ist nun mal der Prozess nicht sicher.

      Das WZG war dann zur HL Reinigung in Rep. da haben sie allerdings nur mit Luft das ganze gespült.
      So kam mir dann die Idee mit den Torpedo.
    • Ich verstehe dein Problem nicht wirklich.

      Du hast Probleme beim Spritzen eines Artikels.
      Du vermutest es koennte Probleme mit der Spitze geben.
      Der Heisskanal wurde ja offensichtlich ausgebaut, wieso wurde sich da nicht die Spitze angeschaut? Das ist ja nun die einzige Moeglichkeit herauszufinden ob es eine Beschaedigung gibt. Ich verstehe nicht welche Antwort du dir hier erhoffst.

      Kann mir Jemand verraten fuer was "HL" steht?
    • Da an einem WZG 18 Düsen sind ist es meiner Meinung nach schwer etwas über die Massedruckkurve zu sagen.

      Ich war beim Aus und Einbau leider nicht dabei. Deswegen kann ich darüber nichts sagen.

      Habe mir erhofft das jemand schon mal Probleme mit den Torpedos hatte und mir darüber berichten kann.

      HL = Heißläufer bzw Heißkanal
    • Die Information das es sich um ein 18-Fach (Bist du dir da sicher? 16-Fach waere ueblich) handelt waere natuerlich sehr hilfreich gewesen.

      Wie Behrens schon sagte:
      - Als aller erstes machst du jetzt eine Fuellstudie und schaust was fuer Unterschiede du hast, wenn die Fuellstudie gut ist kann es naemlich auch sein das du Probleme mit der Werkzeugentlueftung hast.
      - Wenn eine oder mehrere Duesen nicht richtig fuellen erhoehst du die Temperatur dieser Duesen (Je nach Material auch gerne sehr hohe Temperaturen einstellen) nach einander und senkst alle anderen Duesen ab und spritzt nur durch diese Duesen durch.
      - Sollte das Problem nicht behoben sein schaust du dir die Spitzen der Duesen an (Oft muss dazu nicht der Heisskanal ausgebaut werden sondern du kannst auf der Maschine die Formplatte abziehen) dort siehst du ob Spitzen beschaedigt sind oder sich Fremdmaterial an der Duese abgelagert hat. An dieser Stelle kann man natuerlich auch gerne Spitzen ausschrauben und untereinander tauschen um zu sehen ob der Fehler mitwandert.
      - Solltest du nicht finden muss der Heisskanal ausgebaut werden und die Duesen ueberprueft und gereinigt werden (ordentlich reinigen, nicht nur mit Luft ausblasen).

      Wenn das Werkzeug auf der Maschine ist ueberpruefe auch die Prozentwerte der Duesen diese sollten maximal 1-2% Unterschiede haben. Wenn die %werte nicht gut sind gibt es einige Gruende wieso dies so ist.

      PS. Wenn es wirklich ein 18 Fach System ist habe ich keine Ahnung wie dieses balanciert sein soll, bei einem unbalanciertem system ist eine Fuellstudie natuerlich nicht ganz so klar.