Welches Materialfeuchtemessgerät?

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    • Gibt es etwas außer persönliche Vorlieben was gegen den Aboni Hydrotracer spricht?

      Kollegen in der Niederlassung haben den Aboni ca. 5000€
      Ich kenne aus der Vergangenheit (Positiv) den Aquatrac ca. 9000€

      Der Preisunterschied wenn der bei gleich genau messen wäre schon enorm.


      Was meint ihr dazu?


      Vielen Dank

      Matze
    • Hallo,

      ich habe dazu eine Frage.

      Wir haben bisher kein Gerät im Einsatz, wollen uns aber mittelfristig auch eines anschaffen.

      Habe gerade das Werbevideo zu dem Aboni Hydrotracer angeschaut und die Bedienung erscheint mir doch recht komplex. Wie sieht es da in der Praxis aus?

      Wenn ich das richtig verstehe wird hier nicht die Probe gewogen (vor und nach Erhitzen) sondern nur das Wasser welches da im Reaktor gebunden wird?

      Wie sind da die Unterhaltskosten bei solch einem Gerät?

      Was kostet solch ein Gerät aktuell?

      Wir wollen uns auf der Fakuma mal genauer informieren/evtl. ein Gerät kaufen, denke da werden einige Anbieter vor Ort sein, will mich jedoch vorab schon Mal ein bisschen schlau machen.


      Danke
    • Die Bedienung ist einfacher wie es ausschaut.

      Man startet die Software und schaltet das Gerät an, dann kurz warten bis der Hydrotracer vorgewärmt ist.
      wenn das passiert ist wählt man ein Matetrial aus der vorinstallierten Liste aus oder erstellt ein Neues, im Anschluss hat man die Vorgehensweise mit Bildern und in der richtigen Reihenfolge als Hilfe durch das Programm, danach startet man die Messung.
      Die Vorgehenweise ist ganz einfach: Man gibt eine Spartelspitze des Reagenz (CaH2) in den Reaktor und schließt diesen, danach wiegt man das zu messende Material (ca. 10 g) ab und gibt dieses ins Gerät, danach Messung starten und so 20 Minuten, je nach Restfeuchte warten.
      Die Software gibt einem dann die Restfeuchte in mg, ppm und % an, zusätzlcih gibt es noch ein Diagramm über den Verlauf der Messung.

      Wiegen muss man nur das Material vor der Messung, den Rest macht das Gerät bzw. Programm.

      Das Reagenz kostet ca. 40€ (75g ~ 750 Messungen(laut Anbieter) und in regelmäßigen Abständen sollte man es kalibrieren und warten lassen.

      Der letzte Preis den ich weiß sind 4800€, direkt bei FMX.

      Gruß
    • Wir haben das "Aquatrac", wie auch den " Hydrotracer" im Einsatz.

      Beide Geräte sind zu empfehlen, wobei das "Aquatrac" robuster ist.
      Die Wartung bzw. Kalibrierung sollte jährlich gemacht werden, wenn es täglich zum Einsatz kommt.

      Was mich persönlich am "Hydrotracer" stört, ist der doch recht laute und starke Lüfter/Kühler, der anspringt, sobald das Gerät eingeschaltet wird.
      Dies spielt aber, abhängig vom Standort der Gerätest, häufig eine untergeordnete Rolle.

      Bei unserem "Aquatrac", bei dem es sich um ein älteres Modell handelt, benötigen wir keinen Bildschirm, dieser ist beim "Hydrotracer" allerdings notwendig.
    • Ich kenne beide aufgeführten Geräte und muss sagen, mein bevorzugtes Gerät ist das Aquatrac von Brabender. Das Gerät ist ist gut und funktioniert tadellos unter allen Umgebungsbedingungen und auch von der Handhabung her ist es völlig unkompliziert. Das Hydrotracer ist ehr was für den reinen Laboreinsatz, gerade weil hier auch zusätzliches Equipment erforderlich ist.
    • Suche mal bei Dr. Google nach SRK 10 oder SRK 100 von Krahl Messtechnik (soll keine Werbung sein). Das erstere misst 3 stellen nach dem Komma und das andere 2 Stellen. Das SRK 100 ist mein Favorit und kommt auf die Wunschliste fürs nächste Jahr :) . Arbeitet ohne chemische Mittel und ich kann es mit an die Maschine nehmen. Preislich gesehen, mit Software, deutlich günstiger als die beiden oben genannten.
    • @huddi

      Entweder bekommst Du eine Tabelle mit den Temperaturen, in "Papierform" dazu, oder diese sind im Gerät integriert und oder zusätzlich frei wählbar.
      Grundsätzlich funktioniert dies auch, allerdings hieß es früher immer, dass bei der Infrarotmethode, neben der Feuchtigkeit u.U. auch Additive ect. mit verdampfen.

      Das Gerät wird nach dem Wägesysthem funktionieren, bedeutet, dass die Probe vor und nach der Messung vom Gerät gewogen wird, sprich wenn beinhaltete Feuchtigkeit und
      eben auch andere Inhaltsstoffe verdampft sind.

      Bei den anderen genannten Geräten, verdampft die Feuchtigkeit und reagiert dabei mit Calciumhydrid. Hierbei entsteht ein Gas (Wasserstoff) und auf Basis der entstandenen Wasserstoffmenge,
      wird vom Gerät die Feuchtigkeit errechnet

      (Ganz grob umschrieben)


      Was bei dem Gerät aus Deinem Link hinzukommt, sind die Folgekosten. Schau bitte mal bei dem Zubehör, was dort gelistet ist und kostet.
    • qs schrieb:

      @huddi

      Entweder bekommst Du eine Tabelle mit den Temperaturen, in "Papierform" dazu, oder diese sind im Gerät integriert und oder zusätzlich frei wählbar.
      Grundsätzlich funktioniert dies auch, allerdings hieß es früher immer, dass bei der Infrarotmethode, neben der Feuchtigkeit u.U. auch Additive ect. mit verdampfen.

      Das Gerät wird nach dem Wägesysthem funktionieren, bedeutet, dass die Probe vor und nach der Messung vom Gerät gewogen wird, sprich wenn beinhaltete Feuchtigkeit und
      eben auch andere Inhaltsstoffe verdampft sind.

      Bei den anderen genannten Geräten, verdampft die Feuchtigkeit und reagiert dabei mit Calciumhydrid. Hierbei entsteht ein Gas (Wasserstoff) und auf Basis der entstandenen Wasserstoffmenge,
      wird vom Gerät die Feuchtigkeit errechnet

      (Ganz grob umschrieben)


      Was bei dem Gerät aus Deinem Link hinzukommt, sind die Folgekosten. Schau bitte mal bei dem Zubehör, was dort gelistet ist und kostet.
      Danke für deine Antwort.

      Die "Ungenauigkeit" mit der reinen Erhitzungsmethode habe ich verstanden. Kann man hier aus Erfahrung sagen wieviel das real ausmacht?
      Natürlich sollten die Messwerte auch stimmen, jedoch verarbeiten wir keine höchst empfindlichen Kunststoffe und haben aktuell gar kein Gerät, sodass dies sicher besser sein sollte, wie nicht zu messen.

      Das Zubehör habe ich gesehen, da wir aber eher selten messen müssen wäre dies nicht so ausschlaggebend.

      Aber das Wichtigste war nur ob diese Geräte grundsätzlich funktionieren, wir werden uns dann intern mal Gedanken machen, können diese Geräte aber mit berücksichtigen bei den Überlegungen.

      Danke
    • Das Gerät wird natürlich funktionieren, dass wollte ich auch nicht in Frage stellen, es ist halt nur eine andere Meßmethode.

      Und ja, eine Messung nach dieser Meßmethode ist in jedem Fall besser als keine Messung durchzuführen und immer mit einer Ungewissheit zu produzieren.
    • Danke für die Antwort.


      Noch eine grundsätzliche Frage zum Verständnis.

      Wie wichtig ist denn die Messtemperatur und Zeit?

      So wie ich das bisher verstehe, misst das Gerät ja bis keine größere Änderung mehr messbar ist, d.h. bis eig. alle Feuchtigkeit verdampft ist. Mit weniger Temperatur würde dies länger dauern, aber eig. müsste das Ergebnis das gleiche sein? Bei höhrerer Temperatur besteht zusätzlich die Gefahr dass sich weitere Stoffe verflüchtigen. Die Zeit ergibt sich somit von selbst.
      Sehe ich das so richtig?


      Dann gleich noch eine Frage. Ich habe gestern im Forum und auch bei Google nach einer Restfeuchtetabelle gesucht, die Angaben hier sind sehr unterschiedlich. Z.B. wird für ABS in einer Tabelle 0,2% und in einer 0,02% max. Restfeuchte angegeben, was ja ein riesiger Unterschied ist.

      Habt Ihr mir hier einen Link oder eine Tabelle mit welcher man zu Beginn mal arbeiten kann?


      Vielen Dank
    • Ja,

      die Zeit/Dauer kannst Du selbst nicht beeinflussen, einstellen. Wenn sich beim gebildeten Gas eine Konstante eingestellt hat, ist die Messung beendet.

      Eine Tabelle hab ich im Betrieb, aber du brauchst eigentlich nur in seriösen Unterlagen, wie Fachbücher ect. forschen.
    • Die Heiztemperatur muss auf jeden Fall den Siedepunkt des Wasser übersteigen, also mindesten 100° haben. Aber jedes Polymer brauch eine Temperatur, ab der die Feuchtigkeit aus den Molekülen auch auswandern kann. Das beginnt etwa ab 140° bei Materialien mit sehr niedrigem Schmelzpunkt. Als Maximum reichen in der Regel 200°C. Wir haben nur wenige Produkte, die wir bei 140°C prüfen. Der Hintergrund ist eher, dass die Materialien (Elastomere) bei höheren Temperaturen aufschmelzen und dann in den von uns verwendeten Prüffläschchen festschmelzen (wir messen nach Karl-Fischer mit Mettler Toledeo).
    • petersj schrieb:

      Die Heiztemperatur muss auf jeden Fall den Siedepunkt des Wasser übersteigen, also mindesten 100° haben. Aber jedes Polymer brauch eine Temperatur, ab der die Feuchtigkeit aus den Molekülen auch auswandern kann. Das beginnt etwa ab 140° bei Materialien mit sehr niedrigem Schmelzpunkt. Als Maximum reichen in der Regel 200°C. Wir haben nur wenige Produkte, die wir bei 140°C prüfen. Der Hintergrund ist eher, dass die Materialien (Elastomere) bei höheren Temperaturen aufschmelzen und dann in den von uns verwendeten Prüffläschchen festschmelzen (wir messen nach Karl-Fischer mit Mettler Toledeo).
      Danke für deine Antwort.

      Bei Mettler haben wir auch mal angefragt, da wir hier schon lange im Bereich Waagen Kunde sind.

      Ebenso habe ich von PCE ein Gerät angefragt, das macht mir auf den Videos und Bildern einen sehr guten Eindruck, hat auch alles was wir eig. brauchen würden und preislich auch interessant.
      Was mich nun aber etwas verunsichert, dass Gerät kann nur max. 160°C. Das wäre ja eher etwas wenig nach deiner Aussage?

      Wir wollen überwiegend ABS, PA, POM prüfen.
    • Ich habe bisher mit dem Brabender Aquatrac und den SRKs von Krahl gearbeitet.
      Das Aquatrac ist gut und robust, der Service ist klasse. Alelrdings kann ich über deren aktuelles Gerät nichts sagen (Aquatrac Station).
      Das ist ein Verfahren ohne Reagenz, da wird die Änderung des Taupunktes erfasst und umgerechnet. Hat jemand dazu Erfahrungen? Denn das geht mit Zubehör schnell mal bis 14.000€

      Je nach Anspruch die Geräte von Krahl mit in Betracht ziehen. Variable Temperaturauswahl, lassen sich auch Materialprogramme ablegen (SRK150, bei den anderen weiss ich es nicht mehr).
      Das Ausdunsten der Additive habe ich bisher noch nie irgendwo belegt bekommen. Vertretbare Aussagen zum Gegenteil sind, dass diese a) nur in sehr geringer Menge vorhanden sind und b) die Messungen logischerweise immer unter der Schmelztemperatur ablaufen. Schon schlecht, wenn die dann ausgasen...
    • Wir haben gerade von Mettler einen ersten Preis bekommen.

      Deren Profigerät kostet 9.800€. Das finde ich doch sehr heftig, immerhin ist es ja auch nur ein Gerät welches aufheizt und wiegt. Das nächst günstigere Gerät, wo ich keinen Preis habe, kann nur auf zwei Nachkommastellen messen, was nicht ausreichend sei.

      Das Mettler preislich im oberen Bereich ist, war mir klar. Das angefragte PCE Gerät soll aber ebenfalls auf vier Nachkommastellen messen können, gleiche Messabweichungen usw. Lediglich eben die geringere Maximaltemperatur. Laut Internet kostet das Gerät jedoch auch "nur" 1.600€, was also ein riesen Unterschied zu Mettler ist.

      Ich bin nun noch mehr verunsichert, da die Preisdifferenz so groß ist.