Posts by Streetforce

    Gibt es gute Nadelverschlußdüsen zum Nachrüsten an Spritzaggregaten?

    Ansteuerung hydraulisch oder pneumatisch ist egal. Wichtig ist natürlich, dass geringste bis gar keine Strömungsverluste auftreten.

    Netstal hatte mal ab Werk ein perfektes System welches es natürlich nicht im Zubehör gibt. Von Herzog hatten wir schon welche die so ihre Probleme hatten beim Düsen- bzw. Nadelwechsel.

    Ich habe nirgendwo geschrieben dass früher alles besser war! Auf diese Schiene schiebt mich niemand. Ich hatte lediglich erwähnt dass wir etwas betagteren Herren in der Abteilung unseres Unternehmens von den Schulungen kamen und angefixt waren und ausprobieren wollten was wir gelernt haben.
    Und sei Dir sicher dass meine Nachfolger so erzogen sind dass ich mir in keinster Weise irgenwelche Vorwüfe machen lassen müsste was die Folgegeneration angeht und deren Kinder ebenso.
    Die mangelhafte Ausbildung ist natürlich ein weiter Punkt den wir ja alle kennen.

    Zitat von Behrens : Wer glaubt, dass er bei Schulungen "zum Wissen getragen" wird, lebt in einer völlig falschen Blase!


    Bei uns waren jetzt Schulungen extern für alle Spritzgießer (alles "Quereinsteiger") extern durchgeführt worden. Und ich weiß, dass diese Schulungen sehr gut und auf unseren Betrieb zugeschnitten waren. Außerdem haben ALLE die Möglichkeit in unserem Betrieb diese Schulungen aktiv nachzuvollziehen, da wir keine Produktion in Sachen Spritzguss haben. Unser Spritzguss bezieht sich allein auf die Produktionskontrolle der hergestellten Granulate. Materialmengen spielen ebenso wie die Unterschiedlichkeit der verschiedenen Produkte / Polymere überhaupt keine Rolle. Wird Material gebraucht, kann es problemlos angefordert werden.

    Der Erfolg war und ist: In keiner Weise Interesse daran, das in der Schulung erfahrene nachzuvollziehen oder zu vertiefen. Lediglich 2 von 14 Leuten zeigten Anfangs minimale Ambitionen mal was zu probieren. Und ich bin nicht der Typ der die Leute ansch... und sie nicht machen lässt. Bei uns zeigt sich ein Erfolg unmittelbar in den direkt folgenden Materialprüfungen. Es kamen auch keine Nachfragen, warum eine Einstellung nicht die gewünschten Ergebnisse brachte. Ich habe nur in Gesprächen mitbekommen, dass es dort bei der Schulung sehr schön war, und viel aktiv zu lernen war. Produktiv ist aber niemand an die Prozesse heran gegangen. Ansage: "Wenn ich den Prozess so fahre wie er eingegeben ist, hab ich schneller meine Ruhe".

    Solche Leute brauche ich nicht wieder zur Schulung zu schicken! Und genau das beschreibt auch die Blase, die von Behrens erklärt wird. Die Leute kommen mit der Idee in unsere Firma, dass sie auf Grund ihrer Ausbildung bereits alles können. Dazulernen ist einfach nicht gefragt (oder gewollt?).

    Das kenne ich sehr gut. Hauptsache die Kneipentour nach der externen Schulung war gut und viele Pausen damit das unerträgliche Gelaber des Lehrenden unterbrochen wurde. Dann zurück in die Firma kommen und alles ist wie vorher. Das scheint ein Genrationsproblem zu sein. Wenn wir damals von einer Schulung kamen sind wir zum Chef und haben haben uns eine kurze Auszeit aus der Produktion zum Versuchen erbeten um das Gelernte nach unseren Bedingungen umsetzen zu können. Ob das eine Roboterschulung war oder eine Kurs zum Finden der optimalen Spritzparameter. Nach der Schulung wurden wir aktiv.
    Heute stellen sich die Pfadfinder hin und hauen Sprüche raus wie "solche komplizierten Programmierungen haben wir nicht gelernt", "ne, da lasse ich besser die Finger weg". etc.pp
    Etwas versuchen gibt es nicht :/

    Ich muss die Frage leider mit JA beantworten obwohl es zuerst blöd klingt. Von unseren 10 Einrichtern sind 4 angelernte Mitarbeiter denen wir jede Aufgabe stellen können um positive Ergebnisse zu erreichen. Die gelernten Jungs können da nicht mithalten:
    Das liegt bei uns allerdings daran dass die gelernten Mitarbeiter meinen sich nicht weiterentwickeln zu müssen während die Ungelernten geil auf Wissen sind.
    Ich selbst bin angelernter Quereinsteiger der seit 30 Jahren im Spritzguss tätig ist. Mittlerweile in der Fertigungssteuerung und als Problemlöser. Inweifern meine Wissen oder Können besser oder schlechter ist als das einer gelernten Fachkraft kann ich selbst nicht beurteilen.

    Wichtig ist meiner Meinung nach die Persönlichkeit einer Person. Wer etwas erreichen möchte und sich reinhängt ist auch als Quereinsteiger ganz schnell vorne mit dabei. Autodidaktisches handeln und ständig die Nase überall reinstecken füht zum Erfolg ob gelernt oder ungelernt.

    Wir haben im Kühlwasser ein Algenschutzmittel so wie einen Zusatz von Ferrofos um die Oxidationsbereitscheift der verschiedenen Metallwerkstoffe im Griff zu haben. Eine UV Bestrahlung findet ebenso statt und der pH Wert liegt meines Wissens um die 8. Genaue Werte und die Anteile der eingesetzten Mittel kenne ich nicht da das die Betriebstechnik unter ihrem Fittichen hat ;)

    welche Dinge würdest du da z. B. benennen?

    Ketzerisch gefragt: Taugt überhaupt eines von beiden? Ist das Ergebnis *QUALITÄT* in den Spritzereien bei DEN doch so hohen technischen Voraussetzungen nicht immer noch ein Trauerspiel (auch bei den alten Hasen)?

    Das fängt beim Spritzgusswerkzeug an, geht bei der Maschine weiter, über das Material und Personal bis zur folgenden logistischen Kette. Das Grauen startet aber bei uns schon beim Design. Wer zahlreiche Teile hat die später von allen Seiten z.B. hochgänzend sein müssen hat beim optimalen Anspritzpunkt schon oft verloren weil er absolut unsichbar sein soll/muss. Schon die grundlegende Konstruktion des Spritztgusswerkzeuges ist da suboptimal. Die Auswahl des richtigen Materials, die Qualität des gefertigten Spritzgusswerkzeuges, und und und. Wie bekannt der ganze Prozeß.


    Daraufhin noch einen optimalen Prozeß im Spritzguss zu generieren bei dem Theorie und Praxis sich die Hand geben ist nicht ganz einfach wenn die Basis nicht stimmt.
    Wenn ich gelegentlich Kollegen in anderen Unternehmen besuche die keine Sichtteile spritzen bin ich oft neidisch welche Möglichkeiten diese haben um z.B. ein Spritzgußwerkzeug optimaler zu gestalten als wir es können.

    :thumbup: Dann dürften bei euch Qualität und Ausschuss ja auf einem optimalen Level liegen ....


    Wie ist das zu verstehen? Wer "denkt da alt" und wer "ist unerfahren"? :?:

    :thumbup:

    Qualität und Ausschuß auf einem optimalen Level ... der war gut. Da müssen so viele Dinge stimmen die nicht nur mit dem Spritzguss zu tun haben.

    Altes Denken wurde schon erwähnt. "Veränderungen brauchen wir nicht weil wir das schon immer so (falsch) machen, usw."

    Unerfahren erklärt sich von selbst. Lehre abgeschlossen, und flux an die Maschine ran, um dann festzustellen dass Theorie (sofern man sie verstanden hat) und Praxis doch gelegentlich voneinander abweichen 8o

    Ich hoffe, diese schlauen alten Hasen sterben bald aus, damit endlich der Spritzguss in den Prozessen und besonders in der Ausbildung der "Steinzeit" entkommt!!!

    Wenn ich bei uns so in die Halle schaue was die alten Hasen bewerkstelligen und die jungen gelernten Fachkräfte (das Thema Ausbildung hatten wir ja schon mehrfach), dann sind zumindest bei uns die "Alten" diejenigen, die diese modernen Systeme und auch Grafiken handhaben und auch folgerichtig interpetieren können weil sie wissen was im Maschinchen passiert. Die "Alten" sind nicht die Bremsen. Altes Denken und Unerfahrenheit sind da meiner Meinung nach eher die bremsenden Komponenten.

    Obwohl auch ich alter Sack keine Grafik für die Auswerfergschwindigkeit und Auswerferkraft und Auswerferdynamik benötige ;) Da gibt es ander Parameter wo es mehr Sinn macht.

    Dem stimme ich grundsätzlich zu. Allerdings gehe ich davon aus dass jeder Hersteller seine maschineninternen Messungen softwareseitig "schönt". Wir sind schon bei einigen Maschinen direkt an die Ausgänge der Messaufnehmer gegangen und haben dort ungeschönt gemessen was herauskommt und dann mit dem verglichen was die Maschine und Glauben macht was dort geschieht.
    Das war schon ein dezenter Unterschied der in der Produktion entscheidend sein kann ;)

    Zumal wie schon oft erwähnt auch die Person davor damit etwas anfangen können sollte.

    Das liegt daran was die Maschine leisten soll. Als Verpacker hat man bisher am Besten Netstal genommen weil mechanisch nahezu unkaputtbar.Wir haben jetzt unsere letzte Netstal in der Halle die noch aus einer Zeit stammt zu der Netstal noch alle Bereiche des Spritzgusses abgedeckt hat.
    Ich persönlich finde Arburg grausam was die Bedienung angeht weil man zuviel hin und her tippen muss. Dann sind die Dinger ständig kaputt und die Reparaturkosten bei Arburg sind für meine Vorstellung abartig. Wenn ich bedenke dass da bald die ganze Halle vollsteht ... ?!?
    Demag hatten wir auch von NC3 bis NC5. NC4 waren als sogenannte Kolberpressen unkaputtbar und zuverlässig. Die Kniehebelvarianten eher weniger.
    Ferromatik hatten wir auch schon. Ich fand sie klasse die Kollegen weniger. Windsor ebenefalls unkaputtbar, einfach zu bedienen.
    Fanuc Roboshot ist sehr geil und relativ preiswert.

    Aber das sind nur meiner Erfahrungen die sicherlich keinerlei Allgemeinaussage haben :D

    Wir müssen speziell bei ASA feststellen, dass es im Laufe der letzten 2-3 Jahre allgemein vermehrt zu Problemen mit matten Stellen und Belagbildung in unseren Hochglanzvarianten gibt. Ich denke auch dass auch das Material selbst aufgrund von nicht deklarierpflichtigen Charchenänderungen schlechter für unseren Prozess wurde. =O

    Die gute alte Kühlzeit =O Ich meine zu lesen dass hier noch einge Basics fehlen um die richtige Herangehensweise zu haben. Nachdruckzeit ist Kühlzeit, die Schwindung wird auch durch den Nachdruck maßgeblich beeinflusst, ect. pp.
    Ich würde mir erstmal die Basics "Erarbeiten" und dann an das Optimieren gehen. Wer die Zusammenhänge nicht kennt und noch nicht live erlebt hat was man aus Maschine, Spritzgusswerkzeug und Material herausholen kann wird ewig Probleme haben.
    Ich denke dass nicht nur der Parameter "Kühlzeit" zu optimieren ist wenn "die Parameter nicht so gut sind"

    Prozeßoptimierung ist gut ... wenn man weiß wie ;)

    Ich frage mal ganz vorsichtig.

    Hat jemand Erfahrung mit der neuen Gestica Steuerung von Arburg bezüglich Zuverlässigkeit, möglicher Ausstattung, usw.?
    Oder sollte man noch abwarten bis bis eventuell vorhandene Kinderkrankheiten ausgemerzt sind?

    +++ Spritzguss könnte so einfach sein +++

    Das wird noch eine ganze Zeit Wunschdenken bleiben solange es wenige bis keine Fachkräfte gibt die nicht nur den Schein in der Hand haben sondern auch eine Ahnung davon was wirklich zu tun ist.
    Die leidigen Themen wie vernünftige Spritzgusswerkzeug, Tools zur besseren Analyse von Problemen und auch multifunktionalen BDE/Leitstandsysteme die viele Dinge wie Wartungen etc. pp. vorausschauend planen können.

    Es gibt viel zu tun, lassen wir in China produzieren ... :/ :S

    ARBURG wird's freuen ;) aus geschäftlicher Sicht für euer Unternehmen keine gute Entscheidung, sich in die Hand EINES Lieferanten zu begeben :thumbdown:

    Es sollten wenigstens 2 (max. 3 Maschinenlieferanten) sein, und das Leitstandsystem sollte NICHT VON EINEM MASCHINENHERSTELLER stammen - hier würde ich z. B. ProSeS empfehlen.

    Wem sagst Du das. Hätte ich es zu entscheiden dann würden Arburg Maschinen und evt. Fanuc Roboshots bei uns stehen, Sepro oben drauf bzw. dahinter und weiterhin Proses als BDE/Leitstandsystem.

    Nur ich habe es nicht zu entscheiden ;)