Posts by Jogger

    Aber solange wie mir für jede ver*****te OPC-UA Schnittstelle Mehrkosten von ca. 2.500€ entstehen, weil das jeder Geräte-/Maschinenanbieter als ultimatives Upgrade betrachtet, macht es einfach keinen Sinn.


    Puh, wer will denn 2500€ haben?


    An dieser Stelle muss ich Boy loben. Hier ist OPC UA (zumindest bei meinem Maschinentyp) enthalten und für zusätzliche 200€ gab es das Schnitstellenpaket, so dass ich jetzt über eine freie OPC-UA-Bibliothek unter Linux Zugriff habe (und nartürlich generell per VNC).


    Aber ansonsten empfinde ich viele Zusatzpakete als viel zu teuer, gerade bei Nachrüstung.


    Beispiel: Geregelte Einzugszone - sollte 1000€ Aufpreis kosten (wenn ich es direkt genommen hätte!). Sorry, aber das ist ein simpler PT1000 mit einem Zweipunktregler (Ventil auf, Ventil zu). Sackbohrung + Gewinde für den Sensor ist im Zylinder bereits vorhanden. Ein gutes Ventil von Bürkert liegt bei knapp um 50€, wenn benötigt: PID-Regler gibt's für 20€. Also Adapter gedreht, PT1000 eingeschraubt - das war's. Wenn man möchte, kann man sogar direkt in der Steuerung verdrahten, weil Eingang und Ausgang generell vorhanden sind. Muss man dann nur als Admin freischalten. Ich möchte aber meine Garantie behalten, daher gibt es hier einen parallelen Steuerrechner + Touch für alle zusätzliche Peripherie (Flüssigfarbdosierung, Temperierung, Handling, Heisskanal, Nadelverschluss, Teilekontrolle usw.)


    Jemanden ohne elektrotechnische Kenntnisse mag man mit den Paketen ausnehmen können.


    Sorry, liebe Hersteller - funktioniert bei uns nicht! ;)


    Ansonsten zu I4.0: für kleine und mittlere Unternehmen halte ich die Versprechen für nicht einlösbar. Es gibt darüberhinaus einfach auch viel zu viele Baustellen (wie ich hier mitbekommen habe), bei denen deutlich mehr optimiert werden kann und viel mehr hängen bleibt. Diese würde ich zuerst angehen.

    2K-Guss in entsprechende Formen/Kerne wäre keine Option? Auch da gibt es sehr viele Materialien, viele gefüllt. Fasern ließen sich auch per Hand einlegen, sogar über die gesamten 1,60m, genau so wie sie benötigt werden. Für kleine Größen (bis 1000g) haben wir das schon durch - mit wirklich sehr guten Ergebnissen. Schön dabei ist, dass man auch sehr dickwandige Teile sauber und sehr maßhaltig produzieren kann (entsprechendes Compound vorausgesetzt). Bei 100+ pro Jahr könnte man durchaus jeden Tag mehrmals 5kg anmischen - machbar in jeder Garage ;). So teuer sind die Sachen nicht, gerade wenn größere Mengen absehbar sind.

    Weiterer Vorteil: man kann schnell Dinge ändern, sowohl an der Form (muss ja kein Stahl sein) als auch am Material.


    Nur so als Idee ...

    Du solltest aber genormte Prüfkörper herstellen, die du ggf. bei fremden Instituten und Firmen prüfen lassen kannst. Kommst du da mit "selbstgeschnitzten" Probekörpern an, ist die Vergleichbarkeit der Werte eher marginal.

    Das stimmt. Da ist es sinnvoll, direkt auf diese Maße zu setzen.


    Super, vielen Dank für die CAD-Daten. Das kann ich ja schon fast so in den Postprozessor und danach an die Maschine schicken ^^

    Interessant ist die Lösung mit dem zweiteiligen Werkzeug. Sehe ich das richtig, dass ich die Probeteile dann durch "Heraushebeln" des Angusseinsatzes entferne? Ich denke mal, dass Auswerfermarken bei solchen Prüflingen eher nicht gewünscht sind.

    Vielen Dank für die Antworten!


    In erster Linie soll es darum gehen, überhaupt mal irgendetwas zu füllen, um in die Bedienung der Steuerung reinzukommen. Die Formen sollten fertigungstechnisch nicht zu komplex sein, ich denke da an Einplatten-Einfachwerkzeuge, auch weil ich mit beheiztem Angusskanal arbeiten und dort Erfahrungen sammeln möchte. Da boten sich mMn solche Prüf-/Probekörper an, zumal man von einigen Geometrien ja schon viel ablesen kann.


    petersj: Ja, die Problematik von Familienwerkzeugen wurde dort (und hier :) auch angesprochen. Wir haben dann später natürlich auch nur einzelne Kavitäten gefüllt. Wenn ich irgendwann wirklich Prüfkörper für mich herstelle, dann immer nur in einer Kavität. Aber für das Sparen von Werkzeugmaterial finde ich generell die Angussweichen nicht schlecht.


    Die ganzen genormten Prüfverfahren fallen bei mir wohl erstmal weg, mir fehlen dazu die entsprechenden Messeinrichtungen. Aber so Dinge wie Transparenz, Färbung, Gleichmäßigkeit der Durchfärbung, Schrumpfung, Nachschrumpfung etc. - das kann ich wohl auch mit meinen bescheidenen Mitteln nutzen.


    Jedoch ist die Idee mit der Stufung schon recht gut für die Farbmetrik geeignet - wenn die Stufen mindestens 35mm lang und 40mm breit sind. Benötigt werden meistens Dicken von 4, 3, 2 und 1mm Das brauchen im Allgemeinen die Farbmesscomputer auf Grund ihrer Messblende. Dann möchten viele "Designer" gerne genarbte Oberflächen und gewölbte Platten um Farbeffekte "sehen zu können" :rolleyes: . Würde ich aber erstmal vernachlässigen. Also 1 Werkzeug, mit 2 MPL, jeweils 3 auf 2mm und 4 auf 1mm. Das ergibt bei einer Größe von 70x40mm inklusive entsprechendem Angussverteiler etwa 22cm³ Dosiervolumen (inkl. Massepolster).

    Für die Musterplatten (MPL) würde ich auf jeden Fall einen Filmanguss über die gesamte Breite empfehlen und die MPLs sollten in Längsrichtung gefüllt werden.

    Super, vielen Dank - dann werde ich so eine Treppe mit drei/vier (mal sehen, wieviel Platz ich habe) Stufen nehmen. Das mit dem Filmanguss hatte ich mir schon gedacht. Was allerdings die Designer möchten, ist relativ gut mit mir abstimmbar. Der Designer bin schließlich ich ;)

    Auf die andere Seite kommt dann wohl so ein "Spatel". Hier findet sich schon einiges zu den Maßen:


    Maße Probekörper


    Es dürfte sinnvoll sein, dann diese zu verwenden.


    Fließspiralen sind zum "spielen" und zum aufzeigen der Fließeigenschaften verschiedener Materialien eine schöne Sache.

    Aber wie die Vorredner schon sagen, es kommt darauf an, was du machen willst.

    Ja, 03 1010 hatte die auch schon erwähnt. Das ist auch interessant - es wird aber vermutlich dann sehr eng auf der Platte ;)

    Oder ich müsste sie stauchen, was aber natürlich wieder Einfluss auf Scherung etc. hat. Ich behalte das mal im Hinterkopf.


    P.S.:

    Bitte dabei immer im Hinterkopf behalten: ich produziere später ausschließlich für mich meine selbstentwickelten Artikel auf meinen selbstgebauten Werkzeugen. Ich kann also selbst festlegen, wann ein Teil meinen Anforderungen entspricht bzw. muss nur meine eigenen Vorgaben erfüllen.

    Hallo nochmal,


    wie der Titel es schon beschreibt: ich suche für mein erstes Werkzeug noch Arten von Probekörpern, die ich auch später sinnvoll einsetzen kann. Natürlich steht beim ersten Werkzeug das Lernen ganz oben, aber es wäre schön, wenn ich dieses später immer wieder mal für Materialbemusterung etc. einsetzen könnte.


    Das Bild zeigt mein erstes vernünftiges Spritzgussteil überhaupt auf 10mm-Raster aus dem Seminar (übrigens genau auf meinem Maschinentyp - das bekommt natürlich einen Ehrenplatz) 8)

    Ich möchte auch mit Angussweiche arbeiten - das ermöglicht viele Kombinationen und vermeidet Abfall.


    Die "Treppe" gefällt mir gut. Dadurch kann man Schrumpfung und (laut Seminar) auch Farbbemusterung durchführen. Ob ich den "Spatel" für die Zugprüfkörpererstellung benötige? Ich hab ja noch kein solches Messgerät hier ;) (ist die Anschaffung für einen Kleinbetrieb eigentlich sinnvoll?). Der Einkaufswagenchip hat nur einen sehr kleinen Angusskanal - ist vielleicht auch interessant.


    Was gibt es denn noch für Prüfkörper (möglichst für Einplattenwerkzeug), die Ihr in der Praxis für sinnvoll erachtet?


    Vielen Dank schonmal,

    Christoph

    Guten Morgen in die Runde :)


    Ich bin weiter an der Konstruktion meines ersten Testwerkzeugs und beschäftige mich gerade mit Angussweichen und Angussziehern.


    Im angehängten Bild sieht man Beispiele für verschiedene Typen von Angussziehern.


    Typ A hat sicherlich den Vorteil des sicheren Abstreifens der Bauteile beim zurückziehen des Auswerfers.


    Ich selbst würde gerne den B-Typ verwenden - einfach weil der keine weitere Formbearbeitung benötigt und man den Auswerfer schön einfach bearbeiten kann. Es wird bei dieser Variante auch nichts "gequetscht" - ist vermutlich auch ein Vorteil.


    Bei diesem Typ könnte man den Auswerfer natürlich so fixieren, dass die Kralle oben ist, das Teil sich also schon durch sein Eigengewicht leicht löst. Und wenn man dann noch rüttelt ...

    Für mich nicht ganz unwichtig: mit dieser Kralle kann man schön preiswert mit nur einem Auswerfer experimentieren: un-/poliert, flache/steilere Schräge, Länge der Schräge usw.


    Typ E ist wohl ungünstig, weil der Fliessweg eingeschnürt wird.


    Da mir da schlicht die Erfahrung fehlt: welche Typen haben sich bewährt?


    Gibt es noch weitere Typen, die man empfehlen kann?


    Einen schönen Start in die Woche :)

    Christoph

    Das kenne ich sehr gut. Hauptsache die Kneipentour nach der externen Schulung war gut und viele Pausen damit das unerträgliche Gelaber des Lehrenden unterbrochen wurde

    Ich komme ja gerade von einem Seminar - meinem ersten seit langer Zeit als Zuhörer (bei den anderen war ich selbst Lehrender ^^ )


    Mich hat schon gewundert, dass es sooo viele Pausen gab. Klar, die Raucher brauchen welche, aber es schien mir schon so, dass es viele verlernt haben, wirklich mal für zwei, drei Stunden konzentriert zu bleiben. Einfach mal zwei Stunden nicht aufs Smartphone zu schauen.


    Und obwohl unser Seminarleiter immer wieder Fragen gestellt hat, war ich (als Quereinsteiger und jemand, der noch kein einziges Teil produziert hatte) häufig der einzige, der geantwortet hat.


    Und ich war auch so ziemlich der einzige, der bei dem obilgatorischen "Gibt es noch Fragen?" nach jeder Einheit noch gezielte Nachfragen hatte - einfach weil ich mich vorher schon hingesetzt, mir das Handbuch durchgelesen und Unklarheiten aufgeschrieben

    hatte.


    Wenn mein Chef so nett ist und mir die Schulung und Hotel bezahlt und ich doch die Chance habe jemanden, der 40 Jahre Erfahrung hat, mit Fragen löchern kann - bereite ich mich da nicht ein wenig drauf vor und setze mich mal einen Abend hin? Auch wenn ich dafür keinen Stundenlohn erhalte? Wenn ich das richtig einschätze, bin ich der einzige gewesen, der das getan hat.


    Ich war dann auch der einzige, der sich die E-Mail-Adressen der Teilnehmer hat geben lassen - vielleicht kann man sich in Zukunft ja mal unterstützen. Nein, stimmt nicht ganz: mit einem hab ich immerhin die Visitenkarten getauscht und wir werden sicherlich in Kontakt bleiben.


    Ich hab jedenfalls sehr viel mitgenommen - nicht nur vom eigentlichen Thema, sondern von den ganzen eingestreuten Tipps und Geschichten. Das sind nämlich meiner Erfahrung nach die wichtigen Dinge aus der Praxis, die in keinem Lehrbuch zu finden sind.


    Aber bei der Motivation auf so einem Seminar spielt vermutlich auch eine Rolle, ob ich die Teilnahmegebühr selber zahlen muss oder das Chef/Chefin tut ;)

    Guten Morgen :)

    Ich hab jetzt für den Anfang 25kg PP Sabic PHC27 ergattert (die Anwendungstechnik von Boy war so nett, mir den zu verkaufen :) )

    Das sollte laut Boy auch ohne großes Trocknen für die ersten Versuche funktionieren.

    Der Tipp mit den Kugelhähnen ist sehr gut - ich hatte schon daran gedacht, die üblichen mit Hebel zu kaufen und dann mit passendem Servo auszustatten, aber die sind natürlich perfekt :thumbup:


    Ansonsten: heute 2. Tag Boy-Seminar - habe schon viel gelernt. Heute das erste Mal Teile fabrizieren 8)

    Meiner Meinung nach verhält es sich beim Spritzguss nicht anders als in anderen Sparten (ich komme ja aus der Ecke Elektronik/Informatik): jemand, der Interesse an seiner Arbeit hat, der wird sich die notwendigen Dinge sehr schnell selbst aneignen, der wird auch immer ein offenes Ohr für Neues haben. Das kann durch das Unternehmen stark gefördert werden, bspw. indem auch mal Freiraum für Versuche gegeben wird. Aber: das Interesse muss grundsätzlich vorhanden sein. Ich kann von jemandem, der als Quereinsteiger nur notgedrungen an so einer Maschine steht, nicht erwarten, sich großartig fortzubilden.


    Ich denke der Betrieb formt seine Mitarbeiter, dazu gehörnen Messebesuche , interne Schulungen, externe Lehrgänge und die Wertschätzung der geleisteten Arbeit.

    Wieviele Firmen haben keine Innendrucksensoren, Überwachungen an den Maschinen eingeschaltet ( braucht man nicht :P ) , Wärmebildkamera, Feuchtigkeitsmessgerät, Überwachung von Kühlwasser usw. ist hier dann ein neues Prozessdenken gewollt ?

    Jetzt bei der Inbetriebnahme sagte der Boy-Techniker noch: die allerwenigsten Kunden nutzen Innendrucksensoren. Ob das den doch eher kleinen Maschinen und Werkzeugen (bei Boy ist bei 125 Tonnen Schluss) geschuldet ist, weiss ich nicht.


    Wärmebildkamera, Feuchtigkeitsmessgerät, Kühlwasserprüfung - ich dachte, das wäre Standard 8|

    Zumal die Kameras wirklich nicht mehr viel kosten (hier ist sowieso eine für Elektronikprüfungen vorhanden).


    Betriebliche Weiterbildung ist auch sehr sinnvoll. Aber auch hier gilt mEn: einfach nur "den schicken wir mal auf Fortbildung" reicht nicht. Es müssen die Richtigen sein und vor allem auch eine Nachbereitung geben, man muss das neu Erworbene auch direkt praktisch ausprobieren. Sonst ist das erworbene Wissen nach einem halben Jahr weg. Es bringt nichts, jemanden ohne echtes Interesse hinzuschicken. Das wäre schade ums Geld.


    Sehr wichtig finde ich Messebesuche. Ich und meine Frau sind eifrige Besucher von Messen (K, Metall, Elektronik etc.).

    Das wichtigste dort waren nicht die vorher geplanten Termine, sondern das, was man nicht auf dem Zettel hatte. Es ist eben schwierig, im Internet nach etwas zu suchen, von dem man gar nicht wusste, dass es das gibt ;)


    Aber ich fürchte das, was "Always student" schon schrieb: bei den üblichen Lohnspritzereien ist so wenig Luft, dass so nur etwas ganz schwierig umzusetzen ist. Wer ums Überleben kämpft, für den ist das schon fast alles zu spät. Der wird weder das Kleingeld haben noch die Zeit, bis so etwas Früchte abwirft.


    Ansonsten hoffe ich, dass ich die Eingangsfrage irgendwann mit "Ja" oder zumindest "Sind werden genau so gut" beantworten kann ;)

    Also: Fass auf, 5kg rausholen und sofort wieder verschließen 8)


    Wie muss ich mir eine gravimetrische Messung vorstellen?


    Ich nehme eine Probe, wiege diese und erhitze die dann solange, bis es beim Wiegen keine relevanten Veränderungen mehr gibt?

    Oder gibt es definierte Abläufe?

    Heißt also: Reine PE- oder PP-Säcke schützen nicht vor Luftfeuchtigkeit, die dann vom Kunststoff aufgenommen werden kann.

    Ja, das hatte ich mir schon von einem Deiner Beiträge gemerkt. Ich wollte meine Granulate daher in diesen 30l-PE(?)-Kunststofffässern mit Spannring lagern. Die sind auf jeden Fall soweit diffusionsdicht, dass dort Calciumchloridreste selbst nach Jahren noch pulvertrocken sind (selbst getestet ;)). Eine andere Idee wären so etwas wie Einmachgläser (gibt es ja durchaus bis 5l-Größe). Die wären definitiv dicht. Wenn man das warme Granulat dort einfüllt, sollte man die später mit dem bekannten "Plopp!" öffnen können.

    Wie gesagt - alles nur für die Experimentierphase, in der ich mit wenigen Kilogramm (wenn überhaupt) pro Testlauf auskommen werde.


    Von ganzen Paletten oder diesen Octabins mit Granulat werden wir bei mir wohl nie reden: ich habe genau eine Maschine mit 220kN.


    Wird übrigens - egal welcher Kunststoff - kalt aus einem Lager in die warmen Verarbeitungsräume gebracht, kann auf dem kalten Granulat Feuchtigkeit kondensieren. Ähnlich wie im Sommer auf einer kalten Bierflasche.

    Das hatte ich mir auch gemerkt. Es gibt hier allerdings keine großen Temperaturunterschiede. Es ist überall kühl ;).

    Das Granulat lagert dann aber sowieso direkt neben der Maschine im "Einmachregal" ;), daher sollte es beim Öffnen kein Problem mit Kondenswasser geben.

    Wie geschrieben: ich muss überhaupt erstmal anfangen und ein Gefühl für den Spritzguss und den Formenbau bekommen 8) und da wollte ich auf PP und PE natur setzen, die wohl nicht getrocknet werden müssen. Ein temperaturgenauer Umluftofen wäre für erste Tests mit anderen Materialien aber auch vorhanden. Die ersten "Serien" werden sich mit Sicherheit im unteren kg-Bereich bewegen, von daher wollte ich mir mit dem Trockner noch etwas Zeit lassen. Und man kann Material ja auch gut verschlossen und vakuumiert lagern - oder empfiehlt sich das nicht?


    Wenn es - viel später - in den stundenlangen Betrieb geht, dann wird da natürlich auch ein Trockner arbeiten :)


    Und was ist mit der Bestimmung der Restfeuchtigkeit bei getrockneten Materialien?

    Das dürfte jenseits von PP/PE wichtig werden. Was gibt es da für Verfahren (chem. Labor wäre vorhanden)?

    Vielen Dank! Einen Trockner habe ich zwar nicht, aber aus der Information kann ich mir den Rest ableiten.


    Ich habe gestern nach etwas Stöbern im Handbuch 100°C als Maximaltemperatur der geregelten Einzugszonenkühlung gefunden. Darüber schlägt der Maschinenalarm zu.

    Langsam geht es voran: Elektronik steht, Software wird :)


    Weil die Einzugszone auch über mein Temperiergerät laufen soll:


    In welchen Temperaturbereichen arbeitet die Einzugszonenkühlung?

    Ich meine, ich hätte von 20-60°C gelesen, im Extremfall 95°.

    Ich frage, weil ich nächste Woche die Proportionalventile ordern möchte und da gilt natürlich: je mehr Temperatur die vertragen, desto teuer ;) Die preiswerten sind bis 80°C spezifiziert - wenn Ihr sagt: "Reicht für Dich vollkommen aus", dann würde ich für den Einzugskreis so eins bestellen.


    Und was sind das für "Extremfälle"? Wenn das Material nur so durchgejagt wird?


    Viele Grüße,

    Christoph

    MMn passen die 600bar schon. Druck = Kraft pro Fläche ;)

    Es ist quasi egal welchen Anguss du hast. Er spielt auch eine Rolle, aber eine sehr kleine Rolle. Und wenn die Maschine z.B. 1.000bar Fülldruck anzeigt, ist es der gesamte Druckbedarf bis Fließwegende. Vom Fließwegende bis zum Drucksensor in der Maschine gibt es ein Gefälle, was bei 0bar anfängt und dann hoch bis zu den 1.000bar geht. Abhängig von der Geometrie des Artikels und des Angusssystems

    Gibt es dazu eigentlich beispielhaft eine Kurve mit dem Druckgefälle von Düse bis Ende Bauteil?

    Klar, hängt natürlich ganz stark von der Geometrie des Bauteils, Anzahl der Kavitäten usw. ab.

    Aber wurde das vielleicht mal im Rahmen einer Forschungstätigkeit exemplarisch untersucht? Quasi alle 10mm im Werkzeug ein Innendruckmesser platziert? Und wie gut bilden Simulationsprogramme so etwas ab?

    1u21 und petersj


    Vielen Dank für die Erläuterungen! :)


    Ja, ich hatte mit der Boy-App etwas rumgespielt. Da sieht man sehr schön, wie extrem der Druck zu kleinen Wandstärken hin ansteigt (wie bei flüssigkeitsdurchströmten Rohren). Also nimmt man erstmal die 0,6 und fährt an, reduziert dann entsprechend bis zur Gratbildung und geht dann wieder etwas höher, so dass man Sicherheitsmarge hat.


    Grundsätzlich ist es dann ja gut, dass ich hauptsächlich Einfach-Werkzeuge mit beheizter Angussdüse (und eventuell Nadelverschluss) verwenden werde. Durch den fehlenden Angusskanal und geringe Weglänge ist der Einspritzdruck dann gering und somit auch die nötige Zuhaltekraft - mal von der zusätzlichen Malträtierung des Kunststoffes im Angusssystem und dem fehlenden Abfall abgesehen.


    Aber ich will hier nicht den Thread kapern.