Posts by LutherStickl

    Asac731160 mit 6s Gesamt-Kühlzeit bist Du mit POM und 2,5mm Wandstärke sehr sportlich unterwegs. Wenn das Bauteil alle Anforderungen an Maße und Funktion erfüllt, perfekt!


    Wir rechnen unter diesen Randbedingungen (Material, Wandstärke, Schmelze- und Wkz-Temperatur) eher konservativ mit 12s Gesamt-Kühlzeit für technisch komplexe Bauteile aus POM unverstärkt. Du liegst mit 6s deutlich drunter. Wenn alles passt - gratuliere.


    Tipp: Messe mal die Temperatur des Bauteils nicht nur direkt nach dem Auswerfen, sondern prüfe auch die Temperatur nach 30-60-120-180 Sekunden

    Gummi und Silikon gibt es ja auch als Strang. Ist das bei TPEs nicht üblich? Klar, das erfordert einen kleinen Umbau am Einzug. Aber dafür hätte man auch keinen Ärger mit klebrigen/verklumpten Pellets. Nach der Suchfunktion hier tauchen solche Probleme am Einzug ja offenbar öfter auf.

    Nope. TPE gibt es nicht als Strang. Pellets only

    Anguss wiederverwenden - prinzipiell richtig. Und nicht ganz leicht bei den weichen Typen.

    Jogger Du irrst. TPE sind thermoplastische Elastomere, die vernetzen nicht. Sondern sind immer wieder thermoplastisch aufschmelzbar. TPE ist ein Überbegriff. Darunter gibt es verschieden Klassen. TPE-S, TPE-O, TPE-A, TPE-C, TPE-U und TPE-V. TPE-V ist auch die einzige Ausnahme der Regel, denn dieses Produkt vernetzt teilweise.


    "Haltbarkeit": Ist eingeschränkt, da je nach Rezeptur flüchtige Bestandteile sich lösen können und damit ein Verkleben der Pellets bewirken. Von daher haben praktisch alle TPE Anbieter hier eine Einschränkung von 6-12 Monaten. Bei TPE-V kann zusätzlich eine Vernetzung beginnen, da hier hochreaktive Rezepturbestandteile enthalten sind.


    TPE-Wissen - ALLOD Werkstoff GmbH & Co. KG

    1u21 es ist und bleibt herausfordernd, auch wenn die Zahlen für sich sprechen und der Business Case sich rechnet. Beispiel von uns:


    Tier1, liefert in die Autoindustrie. Innenraum, Sichtteile, Oberflächen, Farben, Emissionen, Maße und Verzug sind die Themen. Hat in der Produktion teils 2stellige Ausschuss-Raten. 5 kritische Wkz & Prozesse analysiert. 100.000€/a total savings aufgezeigt. Da müsste man doch annehmen der GF fiele einem um den Hals. Nix.


    Jetzt, mehr als 3a her beginnen die so langsam was umzusetzen. Was war das Haupt-Bottleneck? Temperierung.


    Andere Auffälligkeiten: Schmelze-Aufbereitung (Staudrücke, Schneckendrehzahl, Verweilzeiten) Anguss, Anschnitt, Entlüftung, HK und nicht angepasste Maschinen-Düsen, keinerlei Kenntnisse von WKZ Temperierung - einfach irgendwas angeschlossen was rumstand, tüchtig Brücken dran. Läuft schon. Irgendwie.


    Halleluja :saint:

    Asac731160 Therm Pro D90? Dann ist das die Pumpenkennlinie.


    48l erreichst Du mit diesem Gerät nie. Mehr Durchfluss heißt Kanäle am WKZ parallel schalten. Mit allen Vor- und Nachteilen.


    Denn der Druck, den das Gerät aufbaut ergibt sich aus den Strömungswiderständen. Den kannst Du nicht einstellen. Hohe Druckverluste heißt geringer Volumenstrom. Wenn Du also mehr Volumenstrom brauchst, musst Du die Verluste minimieren. Genau wie an der Spritzgießmaschine auch. Der benötige Druck in der Füllphase ergibt aus den Fließwiderständen. Den kannst Du nicht einstellen. Nur begrenzen. Und wenn Du an das Drucklimit der Maschine kommst, geht der eingestellte Volumenstrom in die Knie. Gleiches Prinzip hier wie da.


    Ich denke Du solltest als Fortbildungsmaßnahme unbedingt eine Schulung zu den Basics der Wkz Temperierung machen. Davon wirst Du und Eurer Betrieb profitieren.


    Generell: Ich checke nicht ganz welches Gerät Ihr im Einsatz habt. Mit welchen Volumenstrom. An welchem Wkz. Mit wie vielen Kühlkreisläufen und welchen Kanal Durchmessern. Deine Infos sind etwas verwirrend.


    2022-10-26 18_21_09-Window.png

    Asac731160 welches Temperiergerät habt Ihr denn aktuell an diesem WKZ im Einsatz? Wie ist die Pumpenkennlinie dieses Geräts?


    Nur mit der Pumpenkennlinie lässt sich ein Gerät sinnvoll auswählen!


    Hier eine Pumpenkennline eines HB Therm Gerätes mit nominell 60l/min und 70m (7bar) Förderhöhe.

    • Um in Deinem Beispiel die 48l/min zu erreichen, muss das Gerät DAUERHAFT im Boostermodus laufen. Also volle Pulle. Weil nur dann halbwegs genügend Druck anliegt. Behrens hat ja die mind. 4 bar erwähnt. Ich würde sogar noch höher gehen.
    • Da ihr jedoch nur 10l/min erreicht sind offensichtlich die Druckverluste im System VIEL zu hoch (Schläuche, Nippel, Umlenkungen, Reihenschaltung, ...) oder Euer Gerät ist schrott

    Und so betrachtet wird schnell klar, dass die meisten Geräte in den Spritzereien unterdimensioniert sind. Und die Geräte-Hersteller häufig zu schwache Pumpen einbauen.


    2022-10-26 12_03_13-Window.png

    Asac731160 wahrscheinlich sind Eure Geräte massiv unterdimensioniert. Willkommen im Club. Es wird angeschlossen was da ist und man lebt mit dem was rauskommt. Kann man so machen. Ist leider wenig professionell. Macht die überwiegende Mehrheit der Spritzgießer so. Ich früher auch.


    Um das besser zu machen braucht es eine zumindest grobe thermische Auslegung des WKZ. Daraus ergibt sich dann der nötige Temperiermittel-Duchfluss für DS/AS. Und danach wird das Temperiergerät ausgewählt, oder neu beschafft. Kann man mit FEM (Moldflow, Moldex 3D, ...) machen. Muss man aber nicht. Es geht auch einfacher & schneller. Sicher nicht perfekt, deckt aber 80% der Schwachstellen schnell auf. Jedoch ein wenig reinfuchsen in die Thematik braucht es.


    Wie haltet Ihr das in Eurem Betrieb?

    Referenz Ich habe jetzt mal mit einigen der genannten Industrie-Referenzen im Bereich Kunststoffproduktion gesprochen.


    Extrusion Rohr, Extrusion Pellets, Spritzgießer:

    • Die Systeme sind teilweise seit >10a im Einsatz
    • Alle können komplett auf den Einsatz von Chemikalien verzichten
    • Wasser ist klar, frei von Geruch und in Labortests weit unterhalb der zulässigen Grenzwerte
    • Der Wartungsaufwand für das Prozesswasser ist nur noch minimal
    • Alle Anwender würde das System jederzeit wieder einsetzen

    Egal wie, es funktioniert offensichtlich.


    Für Industriekunden gibt es 6 Monate Rückgaberecht.


    Mach was draus ... :)