Posts by Behrens

    Dosierverzögerung von 0,5 Sekunden brachte Erfolg

    Das sollte man sich zur Regel machen (hatten wir kurz beim Seminar angesprochen "dient der Druckberuhigung vor Dosieren) ... bei größeren Maschinen etwas mehr.

    Der Unterschied zur alten Maschine (außer die neue Steuerung) ist ein Nadelverschlusssystem am Zylinder. Diesen dürfen wir allerdings bei POM nicht benutzen.

    Ich hatte das so verstanden, dass der NICHT aktiv ist ..... Somit ist es erklärbar: Vor Verschließen des Zylinderverschlusses war das Materialvolumen zwischen Maschinendüse und Werkzeugdüse noch unter Kompression --> mit Verschließen des Zylinderverschlusses war dieser Kompressionsdruck "eingesperrt".

    Wenn ich richtig verstehe, wird POM verarbeitet ...?

    Material läuft aus den Werkzeugdüsen nach, oder?

    Angusssystem *heiss auf kalt*?

    Heizung Heisskanal über Maschine oder externen Regler?


    Wenn dem so ist, heißt das ja erst einmal, dass die Werkzeugdüsen vor dem Öffnen des Werkzeugs den Ringspalt nicht versiegeln(!!). Ich sehe hier das Problem bei der Temperaturführung zwischen der ersten wirkenden Heizung am Einzug/Zylinder und der letzten wirkenden Heizung "Werkzeugdüse" - auch den Ringspalt (Torpedodüse) ok?

    Baugleiche Maschine hin oder her: Sie sind nicht in ihrer "Prozesswirkung auf das Material" identisch!

    Vorschlag:

    1. Heisskanalverteiler 10° höher einstellen als die Düsen.

    2. Heisskanalverteiler, Maschinendüse und vordere Zylindertemperatur auf ein und dieselbe Temperatur bringen

    3. Staudruck auf 40 bar (spezifisch) Staudruck einstellen

    4. Isoliermanschetten vom Zylinder abnehmen (ich halte überhaupt nichts von den Dingern!) um Wärmestau zu vermeiden

    5. Temperatur-Gefälle Zylinder beachten(!)

    6. Dekompression auf 15% vom Dosierweg einstellen

    7. Kalibrierung der Heizregler prüfen (in KrausMaffei-Unterlagen sind die Werte zu finden)

    Und auch das Thema Ausbildung, soll sich jetzt jede Firma Werkzeuge und/ oder Maschinen zu jeder existierendem Technologie kaufen,

    Das ist schlichtweg Unsinn, ich glaube auch nicht, dass dieses jemand hier im Forum so geäußert hat?!

    Es wäre ja schon ein super Fortschritt, wenn die Ausbildung auf den technischen Möglichkeiten von 1995 ( !!! ) erfolgen würde!

    Ich hinterfrage mal die Sinnhaftigkeit, der Innendrucksensoren, auch in Hinblick auf ein mehr Kavitäten Werkzeuge.

    Wie lange bist schon hier im Forum, dieses Thema ist scon reichlich bis ins letzte erklärende Detail "durchgekaut"! Nimm dir über die Feiertage Zeit und lies in folgenden Links und all deine Fragen werden mit Sicherheit darin beantwortet:

















    Ich denke mal, das ist Literatur genug, um Sinn oder Unsinn der Innendrucktechnik zu bewerten! ;) ;) :)

    Hierzu folgender Link .... über 5 Jahre ist's her:



    Menschen müssen als ersten Schritt vor Umsetzung einer technischen Veränderung auf die Veränderung vorbereitet und dafür begeistert werden!

    (Sonst wat dat nix!)

    Da ist das Ziel nicht, dass alle in kurzer Zeit die Schulung absolvieren, sondern sich täglich 20-30 Minuten Zeit nehmen. Die Zeit hat man und bringt einem auch was, weil es keine Druckbetankung ist. Und dann hat jeder im Unternehmen die Chance mehr zu lernen und sich weiterzuentwickeln.

    Ich sehe darin eher einen geringeren Wirkungseffekt, da die treibende und mitreißende "emotionale Gruppendynamik" fehlt.


    Der Erfolg beim Aufbau des "kollektiven Spritzgusswissens" hängt bei Online-Seminaren vom Einzelnen, also vom Engagement eines jeden ab, was ein Gelingen erschwert bzw. fast unmöglich macht - es entsteht "Individualwissen"!

    "Gegenseitige Mitreißeffekte" weg vom "haben wir immer so gemacht" hin zu einem kompletten "Hinterfragen und Neudenken" sind notwendig!


    Präsenz-Schulungen ermöglichen ein "interaktives Lernen" in der Gruppe.


    Dieses öffnet auch viele Kollegen ("ich will ja nicht als Innovations-Bremser dastehen"), um a) neues Denken zuzulassen, b) Erkenntnisse/Wissen im Team offen zu diskutiern bzw. weiter zu geben und c) die allgemeine Wissensstreuung überhaupt erst möglich zu machen und zu fördern.


    Jeder weiß, dass sich in den meisten Spritzereien eine "Hierarchie" nach dem Prinzip der "Hackordnung" befindet. Auch dieses Aufzubrechen ist notwendig, um einen Teamgeist zu entwickeln!


    Veränderung im täglichen Handeln zu erreichen, bedingt aber auch erst einmal, das notwendige Interesse und

    die Begeisterung bei den Menschen FÜR die Veränderung zu erzeugen!

    natürlich richtig, aber wo sollen die benötigten Krafte herkommen, wenn man sie nicht ausbildet?

    Hier sind wir im Forum doch auch alle einer Meinung: Nur Aus- und Weiterbildung bringt Fortschritt! - der exorbitante technische Fortschritt hat die Qualitäts- und Ausschussprobleme in den Spritzereien nicht sonderlich positiv entwickeln lassen, das haben die vergangenen 20 Jahre gezeigt!


    Hier ging es ja um die Frage "macht es Sinn, einen Mitarbeiter 4 volle Wochen zur Weiterbildung zu schicken?" Ich bin der Meinung, dass dieses bei einem Invest von ca. 10.000,00 €uro für nur EINEN Mitarbeiter viel zu wenig in der Spritzerei bewirken wird!

    Wirkungsvoller ist es, die ganze Manschaft mittels eines Inhouse-Seminares zu schulen, um auf diese Weise, und DAS ist sehr wichtig:

    Ein kollektives Spritzgusswissen zu implementieren!

    Ich habe gerade bei einem Kunden solch ein Projekt, und es ist immer wieder auch für mich erstaunlich, wie schnell und erfolgreich binnen kurzer Zeit in der Spritzerei ein Erfolg spürbar sein kann! Und genau mit solchem "gemeinsam in EINE Richtung am Strang" ziehen, und dabei OHNE TRACHTEN NACH DEM EINZELERFOLG einen GEMEINSAMEN ERFOLG spüren zu dürfen, das bringt "Motivation und Aufbruchstimmung in die Bude"! :) :)


    Jedoch funktioniert es nur, wenn es von oben nicht als "Pflichtveranstaltung" sondern als "nachhaltige Fortschritts-Veränderung" gewollt ist, heißt: Es ist nur mit dem Inhouse-Seminar und danach haben die "Bedenkenträger" wieder das Sagen nicht getan!

    Aber dadurch wird man doch zu keine "Manager". Das ist vermutlich wieder mal eine Wort-Neuschöpfung, welche besonders toll klingen soll...

    Dem kann ich nur zustimmen! Zudem wird hier ja die Bezeichnung "Manager" neu strapaziert , was bei einigen zu Iritationen führen kann! Seien wir doch mal ehrlich: Ist ein "Manager" MEHR oder WENIGER als ein "Mechaniker" ? =O 8o


    Die Frage nach Sinn/Unsinn solcher Weiterbildungsmaßnahmen ist doch ganz einfach: Wo liegt der Mehrwert?


    Eines darf man nicht vergessen: Die um die Kunststoffindustrie angesiedelten (inzwischen aufgeblähten) Institutionen müssen sich was einfallen lassen, um ihre Leute zu beschäftigen/bezahlen .... also sind "toll klingende Verkaufsargumente" verständlich.

    Und das klappt mit Software, die "fordert" am besten.

    Naja, das wäre die Aufgabe des Vorgesetzten .... Fördern&Fordern ....


    Ich finde es wirklich schon bedenklich, wenn bei "Entstehung/Beginn des Seienprozesses" (Musterung) die "Elite der Spritzerei" schon so "schlampig" agiert! Wie soll es dann in der Serie, von der das Unternehmen lebt, aussehen? Kein Wunder, dass dort dann die teuren "Optimierungs-Maßnahmen" wegen Qualitätsprobleme und/oder zu hohem Ausschuss notwendig werden! ||


    Offentsichtlich werden die Musterungsprozesse zu oft völlig unterschätzt! Merke:


    Die Qualität des Musterungsprozesses entscheidet über die Effizienz der Serienproduktion!

    Das Anlegen und die Datenpflege. Aus meiner Erfahrung heraus klappt das einfach nicht.

    Ich muss die Belegschaft mit IT- Stützung "lenken".

    Dann fehlt da wohl "Disziplin" (oh Gott, was das denn?), Interesse, Motivation, Führung ..... und DAS bei Musterern? Das sind doch die Entscheider über "Gut und Böse" der Prozesse!


    Dann müsste die Maschine eigentlich so lange gesperrt bleiben, bis die Dokumentationen abgeschlossen sind (Pflichtfelder).

    Wäre eine Möglichkeit ..... Jedoch, wie immer: Der Fisch stinkt vom Kopf!

    @kristiani , was ist euer Ziel? Papierlos die Daten zu dokumentiern ist seit Jahren digital auch ohne irgendeine "Spezial-Software" möglich:

    - Maschinendaten abspeichern und dann im Netzwerk archivieren, wenn nicht mittels MDE/BDE möglich dann per Datenträger Stick o.ä..

    - Fotos, wenn notwendig.

    - Individuelle Dokumentation an der Maschine per Tablett in Wort und Schrift .....


    Wir haben vor ca. 20 Jahren schon damit begonnen - kann mich erinnern, dass der größte Aufwand das Anlagen und PFLEGEN eines Archivs auf dem Firmennetzwerk war. Aber da gibt's ja heute einiges an Standarts (Smartphone. Tablet usw.), die das erleichtern ....

    Ich habe zwar überhaupt keine keine Ahnung, wie die Prüfer wirklich ticken, aber ich könnte mir vorstellen, dass du mit dem "plausiblen Erklären" DEINES "Prozesses"

    - wie und warum Profilspritzen,

    - wie Entgasen funktioniert,

    - wann die RSP schließen sollte und wie man das einstellt,

    - warum bei Kaltkanal nur eine bis zwei Nachdruckstufen (Gefälle) reichen (Kaltkanal sperrt den Druck in der Kavität ein),

    - Temperierung (turbulente/laminare Strömung)

    bei der praktischen Prüfung plausibel kommunizierst .....

    Selbstsicher, aber nicht "zu schlau" auftreten, ich könnte mir vorstellen, dass so einige Prüfer darauf garnicht stehen, daher sind sie (als die Besten der Zunft) ja "Prüfer" ..... ergo: ALLES doch recht subjektiv mit der Punktvergabe ;) ;)


    Ich glaube/hoffe, dass die Prüfer hier im Forum noch einige Tips bringen ....