Posts by wichtelchen

    Wir haben früher LSR Werkzeuge gebaut deren Unterseite maßlich exakt definiert war. Man konnte also "die" Leiste unten über die Säulen legen und das Werkzeug drauf stellen. Dann Düsenseitig in den Zentrierring schieben und das Werkzeug sitzt .

    Ich glaube pauschal kann man da gar nichts sagen. Ich habe / hatte Kollegen die seit 30 Jahren an der Maschine stehen ohne den Job gelernt zu haben. Die sagen dir ganz genau was am Prozess nicht stimmt und wie man es löst. Sie wissen evtl nicht wie die Theorie dahinter ist aber sie wissen wie sich etwas anhört, anfühlt, riecht wenn es gut oder schlecht ist. Ich würde sagen Interesse und Spaß am Job, Inteligenz, Erfahrung, Erfahrung, Erfahrung. Und bei dem ein oder anderen gab es den Lehrberuf noch gar nicht. Es gibt auch Facharbeiter die ähnlich gut sind. Bei den guten Leuten war der Einstieg über die Lehre vermutlich einfacher und schneller aber die Gründe das sie gut sind sind gleich. Beiden kann kein frischer Master und was die heute alles studieren das Wasser reichen. Auch eine noch so moderne Ausbildung macht keine guten Facharbeiter. Dazu machen sich die Leute selbst mit Interesse und Spaß am Job, Inteligenz, Erfahrung, Erfahrung, Erfahrung. In der Ausbildung lernt man etwas kennen, erst wenn man es lange genug tut kann man es können.

    Von daher sind Quereinsteiger weder besser noch schlechter. Offen für neues Wissen zu sein hat nichts mit dem Einstieg in den Beruf zu tun. Es gibt nur einen einzigen Punkt wo Facharbeiterausbildung oder höhere Qualifikationen dem Quereinsteiger überlegen sind: die Breite der Grundausbildung. Eben weil ein Lehrberuf universal ist und zu allen Firmenanforderungen irgendwie passen muss. In der Ausbildung lernt man mehr kennen, später erwerben die guten in einen sehr engen Gebiet ihr Können.


    Was ich gar nicht leiden kann sind die mit dem sicheren Auftreten das sie das ja gelernt haben, studiert haben und das alles können. Und am Ende ist es sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit. Solange andere arbeiten geht das leider gut, haben sie selbst die Handschuhe an und fassen an wird schnell ne Nullnummer draus. Etwas kennen ist wichtig, etwas können ist was anderes.

    Ebenso nicht leiden kann ich das Gemaule über schlechte Ausbildung. Gute Leute wachsen auch aus dieser Ausbildung heraus. Aber eben nicht nur wegen dieser Ausbildung.

    Was denkst du oder siehst du an dieser Kupplung als besonders an? Ich hätte das mit meinem Unwissen einfach für eine leckagefreie Kupplung gehalten. Staubli sollte sowas haben. In welcher Größe suchst du sowas?

    Damit das Etikett an den Sack und nicht an die Folie drumrum kommt einfach eine spontane Idee. Man drückt im Wareneingang eine "Ohrmarke" in den Sack. Also sowas wie die Rinder im Ohr tragen. Ein Etikett das nicht aufgeklebt wird sondern mit einer Zange durch einen Tragegurt oder ne Falte oben im Sack durchgestochen und zugepresst wird. Da kann dann alles drauf stehen was man will. Vom QR Code bis Name, egal. Und dieses Ding bleibt dran solange der Sack hält.


    Das richtige Suchwort heißt wohl Schlaufen-Etiketten. Die lassen sich dann zwar nicht mit der Zange verarbeiten aber ein Bigbag hat ja Gurte wo man etwas drumrum ziehen kann.

    Wenn es keine Verweilzeit gibt dann sollte wenn man nach dem Einspritzen und vor dem Ausdosieren das Material weg nimmt kein Material mehr im Spritzaggregat sein. Eben nichts das verweilt. Lasse ich aber nun den Zyklus weiter laufen, also ohne neues Material im Trichter, dann kann ich trotzdem spritzen. Die Gänge der Schnecke sind noch voll. Die Frage ist nur ob da noch Material für einen halben oder für 3 Schuss drin ist. Und das wiederum ist abhängig welches Dosiervolumen nötig ust und wie groß die Schnecke ist bzw. das Verhältnis dieser Volumen zueinander.

    Unser Feuerwehrverein ist z.B. nicht eingetragen. Aber wir sind Gemeinnützig. Soweit ich das verstanden habe liegt das an der Satzung. Dort ist der Zweck des Vereins beschrieben. Man erklärt sich ja regelmäßig dem Finanzamt. Die prüfen ob das Geld ausschließlich für die in der Satzung genannten Zwecke verwendet wurde. Und dann zahlt man keine Steuern und darf Spendenquittungen ausstellen.


    Die DKG Deutsche Kautschuk Gesellschaft ist z.B. auch ein gemeinnütziger Verein. Ich denke wenn man sowas will könnte man die mal Fragen. https://www.dkg-rubber.de/de/dkg.html

    So unterschiedlich ist der Zweck ja nicht.

    Auch dir vielen Dank für die Information. Es wurde beschlossen die Sache erstmal intern zu verfolgen. Ich darf nicht mehr Info rausgeben. Aber wer weiß was noch kommt.


    Würden eigentlich Brüche unter Belastung im späteren Einsatz und solche schlecht entlüfteten Stellen an einem Platz Sinn ergeben? Ich denk schon, oder?

    Hallo


    Wir haben bei einigen Bauteilen aus PA6 GF xx Probleme mit Korrosion oder Ablagerungen an den Werkzeugeinsätzen. Konkret wird ein relativ dickwandiges stark verripptes Bauteil gefertigt bei dem es nun nach nicht all zu langer Laufzeit an den Zusammenflußstellen Probleme gibt. Für mich als jemand der von der Gummiproduktion kommt sieht es nach einem Entlüftungsproblem aus. Dem werde ich nachgehen. Die Einsätze sind aus 1.2343 gehärtet auf ca. 48 HRc.


    - Sind bei Werkstoff PA6 GF xx speziell Probleme mit aggressiven Gasen bekannt? Wenn ja wenn man was falsch macht?

    - Ist 1.2343 als Werkzeugstahl für diesen Kunststoff geeignet?

    - Gibt es Beschichtungen die man in dieser Paarung verwenden muß?


    Ganz allgemein kann ich sagen das dieses Bauteil ziemlich heiß entformt wird. Leider gibt die Funktion und Geometrie vor das recht hoher Spritzdruck nötig ist und auch der Nachdruck nicht so lange wirkt wie man es gern hätte. Wir Spritzen mit 2 Kavitäten mit 2-fach Heißkanal und einem sternförmigen Unterverteiler als Kaltläufer.

    Sorry das ich das sehr allgemein schreiben muß aber viel darf ich nicht zeigen / sagen.

    Zum Thema eigener Werkzeugbau kann ich nur sagen ich habe in so einem Unternehmen im Werkzeugbau gearbeitet. Man wird dort vieles gefragt: Warum seid ihr nicht ausgelastet während gleichzeitig extern gebaut wird? Warum könnt ihr das nicht gleich machen, für was haben wir einen Werkzeugbau wenn er keine Zeit hat. Warum wollt ihr neue Maschinen kaufen die mehr können? Warum seid ihr teurer als der Externe? Mit eurer Ausrüstung wird ja nur intern gearbeitet, da fällt es ja nicht im Kundenprohekt auf wenn wir da sparen. Ihr müsst Leute einsparen - warum haben wir niemand mehr der Können und Erfahrung für dieses Spezialgebiet hat?


    Ein eigener Werkzeugbau ist ein Traum. Ebenso ein gut gefülltes Lager wo man vom Mülleimer über Schreibpapier bis zu Elektrokomponenten und P-Platten alles bekommt. Nur will keiner soviel Geld hinstellen.

    Schade aber ist so.

    Bei einer alten Nockensteuerung ist zwar keine Rampe programmiert aber die Maschine braucht einfach einen Moment um die Geschwindigkeit zu ändern. Es ergibt sich eine Rampe in der realen Bewegung. Es ist je nach dem was an Technik hinter der eigentlichen Steuerung verbaut ist kein Stop nötig.

    Bei einer neuen Maschine kann eine Rampe programmiert sein und die Maschine überwacht auch ob sie auf der Rampe fährt aber eine digitale Änderung ist ebenso nicht möglich. Eine gewisse Zeit zum Bremsen oder Beschleunnigen vergeht immer. Eine geregelte Steuerung könnte aber sehr weiche Rampen fahren und die Einhaltung der Vorgabe überwachen.


    Stell dir den Unterschied im Auto vor. Du fährst in der Ebene und bringst das Gaspedal in eine Bestimmte Stellung um 100 fahren zu können. Das funktioniert. Kommt ein Berg wirst du in dieser Einstellung aber langsamer. Mit der Regelung Tempomat ist das anders. Du gibst 100 km/h vor und das Auto, die Regelung bestimmt die Gasstellung. Kommt ein Berg ändert sich diese und die Geschwindigkeit bleibt gleich. Zumindest solange der Motor das schafft.

    Auch hier kann sowohl bei Steuerung als auch bei der Regelung die Einstellung sprunghaft geändert werden aber das Auto braucht in beiden Varianten Zeit um zu reagieren.

    Beim Kabel darauf achten welcher Typ verwendet wird. Es gibt Kabel welches speziell für den Betrieb in Schleppketten gemacht wird. Und natürlich die Mindestbiegeradien usw. nicht unterschreiten.

    Aber geht nicht auch etwas mit Wärmeleitung? Z.B. das Druckstück vom Schieber beheizen und im Schieber Isobarstifte drin um die Energie nach vorne zu bringen.

    Wenn ihr eh schon mit Luft ausblast leg da mal einen ordentlichen Schlauch hin statt was elegantes, dünnes.

    Wenn mal die, mal das hängen bleibt dann fehlt da die Menge das alles zusamnen raus fliegt bevor irgendwo ein Loch offen ist über das dann die Luft nutzlos entweicht. Und ja das ist laut.

    "Irgendwann könnten TPEs und Silikonkautschuk (kein LSR!) hinzukommen"


    Du weißt aber schon das Siliconkautschuk Gummi ist und nicht so wie Thermoplaste verarbeitet werden kann? Gummi, auch Silicon wird mit Wärme in der Form vernetzt. Also etwa so wie der Teig beim Bäcker gebacken wird. Das Werkzeug ist heiß und das Spritzaggregat kälter. Es würde also ein paar kleine Änderungen an deiner Maschine mit sich bringen. Aber warum kein LSR? Außer das noch die Dosieranlage dazu kommt und das wieder eine andere Welt ist ändert sich foch fast nichts.

    Ich verstehe echt nicht was du am Ende erreichen willst. Ein neues Spielzeug haben? Geld verbrennen? Alles möglich.

    Werkzeugeinsätze aus Alu fertigen ist ok. Und für 1000 Teile gar kein Problem. Aber warum Präzision verschenken? Wenn alles was da raus kommt krumm und schief ist kannst du ja gleich aus dem vollen fräsen. Das lässt sich dann zumindest spannen. 3D Druck macht auch viel möglich. Egal.

    Wenn du Spritzguss machen willst dann weg vom Gedanken das man das zwischen was anderem tut. So eine Maschine muss gleichmässig laufen. Und eigentlich sind die Zykluszeiten zu schnell um irgendwas dazwischen zu machen wenn der Prozess manuelle Eingriffe erfordert. Da hängt soviel dran: Das Werkzeug schwankt in der Temoeratur wenn die Zeiten schwanken. Das Material für den nächsten und übernächsten Schuss wird unterschiedlich lange aufbereitet. Alles was im Spritzguss passiert ist zeitabhängig und kaum etwas stationär wenn sich Zeiten ändern. Vergiss einfach den Ansatz sowas nebenbei gut machen zu können.

    Auch gibt dir der Prozess vor wie das Werkzeug sein muss, der Werkzeugbau muss sich dem unterordnen. Nicht umgekehrt. Alternativ hast du soviel Erfahrung das du genau sagen kannst auf was du verzichtest wenn du etwas dem Werkzeugbau anpasst. Aber das ist wohl eher nicht zutreffend.


    Bei der Zentrierung liegst du richtig. Solange die Elemente etwa ein Kreuz ergeben kannst du die drehen wie du magst. Mit Flachführung meinte ich Normteile wie Meusburger E1306 und ähnliches. Ein Stückchen Welle die in der Trennung liegt bringt den Effekt auch. Z.B. Starwelle die man liegend in der Grundplatte fest schraubt und auf der Gegenseite dann eine halbrunde Nut. Passen! muss es halt. Und ja, auch hier 4 Stück die wieder dieses Kreuz bilden.

    Ich hoffe man nimmt es mir hier nicht übel wenn ich jetzt ein wenig frech frage: Wieso glaubst du das du mit deinem ersten Entwurf besser oder zumindestens billiger sein kannst als ein Normalienhersteller der das schon 20 Jahre versucht?

    Mit Passschrauben Alu-Einsätze auf Stahl verstiften heißt das es nur bei einer Temperatur passen kann. in allen anderen Zuständen passt der Achsabstand nicht. Das drückt zwangsläufig die Passung im Alu kaputt. Und weil es drückt dreht sich auch keine Schraube. Wenn du schon nicht in eine Tasche was einsetzen willst dann sollte es eine Zentrierung sein die über Mitte arbeitet und Wärmedehnung zulässt. im einfachsten Fall 4 Stifte die in Nuten über Kreuz sitzen. Besser Flachführungen über Kreuz angeordnet.

    Kühlung kann auch von hinten kommen. Und die Grundplatte kann verschiedene Positionen für Zu- und Ablauf anbieten.

    Grundsätzlich kann man sagen das jeder Kompromiss im Werkzeugbau in der Fertigung graue Haare macht. Man muss ein Werkzeug immer aus Richtung der Fertigung sehen. Das macht es dem Werkzeugbau nicht einfacher aber am Ende läuft es.

    Ein schönes Beispiel ist ein Kaltläufer. Kann man nur in eine Seite der Trennung fräsen under in beide Seiten kreisrund. Der Querschnitt der wirklich fließt ist rund. Der Rest bei der einseitigen Variante ist Abfall. Es ist also leicht auszurechnen wann der Abfall so teuer ist das die 10 Minuten Fräsbearbeitung mehr für die beidseitige Bearbeitung bezahlt sind.