Wie behandelt ihr euer Kühlwasser?

  • Wie behandelt ihr euer Kühlwasser im geschlossenen Kreislauf?


    Wir impfen alle paar Tage mit Biozid in geringer Menge und setzen Korrosionsschutzmittel ein. Letztere wird an der Gesamtwassermenge zugesetzt und nur bei Wasserverlusten ersetzt. Leider ist unser pH-Wert mit 7 zu niedrig. Daher haben wir eine Rostproblematik, trotz Rostschutzzusatz.


    Werkzeuge werde teilweise häufiger gewechselt aber immer mit Druckluft ausgeblasen?


    Habt ihr Erfahrungen auch mit chemiefreien Systemen gemacht? Also Filtersysteme a la EnWa-Matic, Ozon, UV und dergleichen?


    Alles hat Investitions- und laufende Kosten. Aber was ist eurer Erfahrung nach das wirksamste oder effizienteste sowohl bei den chemischen, als auch bei den physikalischen Verfahren, wenn man geschlossene Kreisläufe hat?


    Eckdaten:

    - 20°C Vorlauftemperatur

    - geschlossener Kreislauf

    - Rückkühlung über glykolfreien Freikühler oder Kompressor

    - 4 m3 Tankvolumen

    - ca. 30 m3/h Durchsatz

    - 150 kW Wärmeabfuhr bzw. Kühlleistung

    - Filter über Bypass permanent 7-10 µm (Behrens empfiehlt eher Vollstromfilter mit 1 µm, oder?)

    NEU:

    - abklatschprobe zeigt keine Keime an

    - Schaugläser Wasserbatterie sind klar und das Wasser ebenfalls


    Vielen Dank schonmal vorab.

  • Wir haben UV Licht im Kühlbecken, eine Feinstfilteranlage mit 3 mµ ( wo kein Partikel drin ist setzt sich auch kein Bakterium oÄ dran ) , eine Absalzanlage, und dosieren Biozid, Korrosionsintibithor und Chlor dazu.

    Wir messen unser Wasser 2x pro Woche und halten es so auf einem guten Stand .

    Schaue deine Wasserröhrchen in der Produktion an, hier siehst du als erstes was falsch läuft.

    Am besten ist es neu anzufangen, Wasser aus dem System ablassen und mit neuem Wasser anfangen( Systemspülung wäre noch besser ) , dann stabilisieren und täglich beobachten.

    Das mit ausblasen ist bei schlechter Wasserqualität eine gefährlich Sache ( Keime , Aerosole usw. )

    Wichtig ist auch die Werkzeuge zu spülen , wir haben ein System das versiegelt danach auch die Kanäle und schützt vor weiterem Rost.

    Gruß Matthias

  • (Behrens empfiehlt eher Vollstromfilter mit 1 µm, oder?)

    < 80mµ Vliesfilter im Vollstrom ist meine bisherige Empfehlung, inzwischen sollte es sogar schon 50 mµ sein ... 1u21 kennt sich mit Konturnaher Kühlung aus, vielleicht hat er Empfehlung(?).


    Habe mit Grünbeck in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht, einfach mal beraten lassen

    GENO®-Feinfilter FME

  • Ein 50µm-Filter sollte es schon sein, damit die Schwebstoffe größtenteils rausgefiltert werden. Feiner macht nur Sinn, wenn Kanäle mit 3mm oder weniger verwendet werden. Sind es weiterhin gebohrte Temperierungen, reichen die 50µm vollkommen aus.

  • Matthias71:

    Das klingt aufwendig. Ich möchte, wenn möglich, mit möglichst wenig Behandlung auskommen. Wir haben hier weiches Wasser SK Karbonathärte 1,35°dH, weswegen Kalk weniger ein Problem ist. War es nur, als wir noch einen Kühlturm hatten. Ihr habt auch einen Kühlturm, oder? Meine das in einem anderen Faden gelesen zu haben.


    Von daher sehe ich drei Dinge, die wir machen müssen:

    - Biofilme verhindern

    - Korrosion verhindern

    - Schwebstoffe rausfiltern


    Wer hat den Erfahrung mit Filtersystemen mit CaCO3 und ähnlichem? Die stammen ja aus dem Schiffsbau, wo keine Chemikalien im Kühlwasser eingesetzt werden dürfen. Laut Werbung, benötigt man dann keine andere Wasserbehandlung, aber diese Filtermaterialien verbrauchen sich ja auch irgendwann und müssen getauscht werden. Was zu schön klingt, um wahr zu sein, ist es ja manchmal auch.

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