Maximal mögliches Spritzvolumen ermitteln

  • In meiner Maschinenbeschreibung steht:


    max. Schneckenhub: 80mm

    Schneckendurchmesser: 22mm

    Max. Hubvolumen (theoretisch): 30,4cm³


    Da 80mm * Pi * 11mm² = 30411mm³ = 30,4cm³ würde ich davon ausgehen, dass offenbar einfach das max. Volumen berechnet wird.


    Das L/D-Verhältnis gibt meiner Meinung nach die gesamte Schneckenlänge an. Die Masse zwischen den Gewindegängen kannst Du aber natürlich nicht einspritzen - nur das Material vor der Rückstromsperre. Von daher erscheint mit dieses Verhältnis für die Berechnung der technisch möglichen Menge ungeeignet. Du benötigst den maximalen Weg, den die Schnecke zurückfahren kann.

  • Da solche Überlegungen ja darauf abzielen, letztendlich ein "sinnvolles", wie 03 1010 schon erwähnte, Schussvolumen für einen Produktionsprozess zu bekommen, sollte als Richtwert ein max. Dosierwert von dreifachem Schneckendurchmesser - hier 22mm x 3 = 66 mm ausgegangen werden. Nun spielt für den optimalen Serienprozess-Prozess die Verweilzeit des Materials im Zylinder eine große Rolle. Ergo: am Schluss ist nachher bei der Produnktion das Temperaturgefälle der Zylinderheizung (normalerweise fallend in Richtung Einzug) der entscheidende Faktor für das optimal Aufschmelz- und Entgasungsverfahren des Kunststoffes.

  • Technisch möglich ist der maximale Hub der Schnecke, multipliziert mit der Querschnittsfläche (pi*d²/4).

    Technisch sinnvoll sind Hubwege von max. 3-4x Schneckendurchmesser, da du sonst plastifizierprobleme bekommst, weil das Material nicht mehr lang genug im Zylinder steht, um zuverlässig aufgeschmolzen und homogenisiert zu werden.

    In gewissen Grenzen kann man über "exotische" Temperaturprofile noch ein paar cm³ herauskitzeln, aber das ist dann alles arg auf Kante genäht und Ärger vorprogrammiert, sobald irgendwo externe Schwankungen auftreten!

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