Teil aus POM bricht ab

  • Hallo Kollegen,

    wir haben folgendes Problem.

    Wir fertigen ein Bauteil aus POM dieses wurd mit einem Teil aus PP GF 30 montiert und dreht sich darauf.

    Wenn dieses Teil im gebrauch ist kann es immer mal wieder vorkommen das es herunterfällt und ein Stück von dem POM Teil abbricht.

    Habt ihr evtl ein POM im Einsatz das auch härtere Schläge ohne Bruch wegsteckt ?

    POM ist zwar nicht die beste Wahl für diesen Artikel ( Oberfläche , Fließweg ) aber bei Materialtest hat sich herausgestellt das es die besten Eigenschaft der Selbstschmierung hat , und sich somit nicht auf dem PPGF 30 Bauteil festfrisst.

    Gruß Matthias

  • Das klingt bei kleineren Teilen nachausreichend. Wenn euer Teil also deutlich größer wird, dann kann der Wert auch ausreichen, aber durch Eigenspannungen schon verbraucht sein, dass auch kleine Belastungen für einen Riss oder Bruch reichen.

    Testen lässt es sich, wenn ihr mal fünf Teile einen Ofen mit 80°C gebt für ca. 4h. Dann sollten die Eigenspannungen abgebaut sein. Bei einem Fall sollte dann nichts passieren, wenn es tatsächlich an den Eigenspannungen liegt.

  • aber durch Eigenspannungen schon verbraucht sein, dass auch kleine Belastungen für einen Riss oder Bruch reichen.

    Was ich für sehr wichtig halte, ist das SPANNUNGSARME Ausformen der Geometrien! Dieses gelingt nur mit hoher "Fließfreude" des Kunststoffes = Hohe Eigenwärme und hohe Werkzeugwärme. Jedoch ist es damit nicht allein getan, hinzu kommt das Wichtigste:

    Nicht zu hohe und vor allem von Teil zu Teil KONSTANTE Verdichtungsdrücke erzeugen, was allerdings besonders bei POM eine Herausforderung ist, da dieses Material "lange lebt und sehr schnell stirbt" = Lunkergefahr! Somit wir wieder bei der Notwendigkeit der Druckbetrachtung und -überwachung in der Kavität wären! Daher sind ohne Innendruck solch "Ansprüche" nicht erfüllbar.

    Klassisch heißt es ja immer für POM *Warmes Werkzeug und langer hoher Nachdruck* = Maßkonstanz und Lunkervermeidung. Jedoch stellt sich die Frage: Wie bekommt dem Kunststoff diese allgemeine *Überladungsphilosophi*? Kommt es nicht doch bei zu hoher Verdichtung zu Bruchanfälligkeiten? M.M.n. ja, es ist so, erzeugt Druckspannungen, die schon bei geringen Belastungen zu Rissen/Brüchen führen können.


    es immer mal wieder vorkommen das es herunterfällt und ein Stück von dem POM Teil abbricht.

    Matthias71 , wie sieht die Bruchfläche unter Vergrößerung aus, porig?

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