Rahmenteil

  • Hallo,


    gibt es eine Idee wie man schnell und einfach 8 Teile aus eine Rahmen (Anguss) lösen bzw. vereinzeln kann?


    Im Moment wird das per Hand gemacht, was aber zu zeit aufwendig ist.

  • Hallo,


    gibt es eine Idee wie man schnell und einfach 8 Teile aus eine Rahmen (Anguss) lösen bzw. vereinzeln kann?


    Im Moment wird das per Hand gemacht, was aber zu zeit aufwendig ist.

    Kniehebelpresse (händisch, elektrisch, pneumatisch) und ein passendes Werkzeug mit X schneiden für das Abkanten.

    Zum Auffangen der Einzelteile bieten sich dann schütten an z.B.

  • Wenn ihr an der Maschine einen Roboter habt ist es mit einer scharfkantigen Aufnahme zu realisieren , die den Anguß bei Auswerfer nach vorne abtrennt und gleichzeitig vereinzelt .

    Funktioniert bei uns Prima.

    Gruß Matthias

    Das ist eine gute Idee die uns auch schon vorschwebte, leider hat die maschine keinen Roboter…

  • Werkzeug umbauen auf Tunnelanschnitte.

    Dem kann ich nur zustimmen - aus einem Anspritzrahmen rausstanzen ist wirklich nicht mehr zeitgemäß. Da es 8-fach ist, wird gewiss eine gewisse Stückzahl per anno produziert, was den Werkzeugumbau auf jeden Fall wirtschaftlicher macht!

    • Official Post

    Der Kauf einer entsprechenden Stanzmaschine, plus entsprechendem Stanzwerkzeug, plus Rutsche etc. dürfte preislich fast auf das Gleiche rauskommen wie die Umrüstung des Werkzeuges. Nur wenn die Stanze für andere Anwendungen ebenfalls benötigt bzw. eingesetzt wird kann sich das rechnen. Auch die Zuführung der Spritzteile zur Stanze muss berücksichtigt werden. Sitzt trotzdem Personal vor der Stanze, ist praktisch nichts gespart.

    Ein Handlinggerät, das die Spritzlinge aus der Maschine nimmt und in die Stanze legt, dann auch noch den Stanzvorgang startet und die Nutzen entsprechend sortiert ablegt ist dann nochmals eine ganz andere Hausnummer.

  • Das habt ihr schon richtig erkannt, das Stanzen bringt hier keinen Vorteil wenn man das selbe Personal braucht bzw. genau die selbe Zeit benötigt wie mit der Handabtrennung.


    Zum Werkzeugumbau:

    lässt sich leider schwer umsetzen da in den 8 Rahmen jeweils 6 Teile hängen (= 48- Fach)

  • Irgendeinen "Tod" müsst ihr leider sterben: Entweder Personalaufwand (der beim 48fachen Stanzen ein Bruchteil vom Abknüppern mit einem Seitenschneider ist), Investition in einen Roboter, der die Teile vor dem vereinzeln automatisch zuführt oder Umbau des Werkzeugs, dass sich natürlich entsprechend aufwändig gestaltet.


    bei 48 Kleinstteilen (gehe ich Recht mit der Vermutung, dass es sich um Modellbau o.ä. handelt?) bliebe noch ein Dreiplattenwerkzeug, das bietet konstuktiv mehr Flexibilität als mit Tunnelanguss, jedoch wird euer Anguss noch schwerer, da jedes Teil eine kleine Angussstange hat, die in der zweiten Trennebene dann ähnlich eurem Rahmen verbunden sind [Blocked Image: https://help.autodesk.com/cloudhelp/2015/DEU/MoldflowAdvisor/images/GUID-E45501C1-60B5-41C0-BED0-D686EDDB3079.png](Bildquelle: Autodesk)

  • Irgendeinen "Tod" müsst ihr leider sterben: Entweder Personalaufwand (der beim 48fachen Stanzen ein Bruchteil vom Abknüppern mit einem Seitenschneider ist), Investition in einen Roboter, der die Teile vor dem vereinzeln automatisch zuführt oder Umbau des Werkzeugs, dass sich natürlich entsprechend aufwändig gestaltet.


    bei 48 Kleinstteilen (gehe ich Recht mit der Vermutung, dass es sich um Modellbau o.ä. handelt?) bliebe noch ein Dreiplattenwerkzeug, das bietet konstuktiv mehr Flexibilität als mit Tunnelanguss, jedoch wird euer Anguss noch schwerer, da jedes Teil eine kleine Angussstange hat, die in der zweiten Trennebene dann ähnlich eurem Rahmen verbunden sind [Blocked Image: https://help.autodesk.com/cloudhelp/2015/DEU/MoldflowAdvisor/images/GUID-E45501C1-60B5-41C0-BED0-D686EDDB3079.png](Bildquelle: Autodesk)

    Tatsächlich ist das Stanzen nicht so viel schneller weil sich die Teile mit fast einer Handbewegung sehr schnell abziehen oder abknicken lassen, man braucht keinen schneider.

    Tunnel 3 Platten ist bekannt, ist aber nicht möglich weil man dann eben 48 kleine tunnel bräuchte.

  • Dann kauft euch einen Cobot , er nimmt das Teil und bearbeitet es so wie ihr es wollt .Das ist eigentlich der perfekte Anwendungsfall dafür, Personenzeit reduzieren für stupide Arbeiten

    Gruß Matthias

    Das wäre eine gute Idee.

    Weiss jemand welche da gut sind?

    Oder vllt. Erfahrung damit?

  • Das wäre eine gute Idee.

    Weiss jemand welche da gut sind?

    Oder vllt. Erfahrung damit?

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    Wir hatten da mal ne Vorführung im Haus, war wirklich interessant, aber bis jetz gabs noch keinen passenden Einsatzbereich bei uns. Einfach mal anfragen :thumbup:

  • Wir produzieren Dübel 32-fach mit zwei Tunnenanschnitten pro Teil, also 64-Anschnitte pro Werkzeug auf ner Arburg 220. Die reine Anzahl und Größe der Tunnelanschnitte ist also kein K.O. Kriterium.

    Andere Alternative wäre tatsächlich nen Cobot, wobei sich hier die Frage stellt ob das im Hinblick auf die Zykluszeit passt. Schafft der Cobot die Aufgabe in der verbleibenden Zykluszeit der Spritzgießmaschine. Zudem sind die Eingriffszeiten eines Cobots auch nicht so pralle / recht langsam.
    Bei ner komplexen Aufgabe mit langem Zyklus würden mich 2-4 Sekunden Eingriffszeit nicht stören. Ist aber ne simple Anwendung kürzerem Zyklus würde ich immer zum Tunnelanschnitt günstigem Angusspicker greifen, da schneller, weniger störungsanfällig und ähnlich teuer wie ne Cobot-Aplikation.

  • Wir produzieren Dübel 32-fach mit zwei Tunnenanschnitten pro Teil, also 64-Anschnitte pro Werkzeug auf ner Arburg 220. Die reine Anzahl und Größe der Tunnelanschnitte ist also kein K.O. Kriterium.

    Achherje X/ 64 Tunnelanschnitte für 32 Dübel 8| Findet das etwa 2022 in Deuschland statt ....?


    Also, wenn man sich hier die Beiträge anschaut, dann gibt das für mich ein sehr trauriges Knowhow-Bild für den Spritzguss in Deutschland ab! ;( Wegen eines Angusses wird ein dermaßen (dauer-)kostenaufwendiger Aufwand betrieben, und dieses nur, weil das Anspritzkonzept von Beginn an von *uraltem Denken* geprägt war :thumbdown: Wie kann man solch hochfachige Werkzeuge - die ja auch nur für hohe Stückzahlen gedacht sind(!!) - mit Kaltkanal und das möglichst noch mit uralter "Dreiplattentechnik" planen und bauen :?: :?:

    Ich habe manchmal das Gefühl, dass noch zu viele in der Branche glauben, dass "das Erschlagen des Mamuts mit Steinkeilen immer noch die billigste Form der Ernährung war" ... ;) 8o :D

    Solche hochfachigen Werkzeuge gehören nun mal einfach mit *Direktanspritzung* (möglichst mit Nadelverschluss) und angusslos konstruiert und gebaut! Wer dieses nicht verstehen will, muss wissen, dass die Produktion in der Summe (und da summieren sich viele Kostentreiber!!) UNWIRTSCHAFTLICH ist/wird!


    Sorry, aber ich finde es einfach nur traurig, dass in den deutschen Spritzereien eine höchentwickelte Spritzgussmaschine eine niedrigst entwickelte Werkzeugtechnik kompensieren soll! Dieses Denken ist komplett falsch, die SGM wird es nie schaffen, auch wenn die Maschinenbauer noch soviel den Spritzgießern versprechen!!

    Am Ende bleibt für die Maschine doch nur die Aufgabe, aus Kunststoffgranulat eine gute Kunststoffschmelze herzustellen und diese dann ins Werkzeug zu drücken - nicht mehr und nicht weniger!


    :!: Zum guten Spritzguss gehört erst einmal ein gutes Werkzeug/-konzept! :!:

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