TPE verklumpt im Trockner auf 2K Maschine

  • Hallo wir haben immer wieder Probleme mit dem Verklumpen bei unseren 2K Maschinen.

    Material ist ein TPE Bergaflex™ BFI K 70A-3E683

    Wird getrocknet bei 100°C 2h


    Anfangs hatten wir es in kleinen Mengen immer im dazugehörigen Trichter von Arburg oben auf der 2K Maschine,

    da wir das TPE aber mit Batch mischen kamen im laufe der Jahre Farbunterschiede sowie Bequemlichkeit ständig den Trichter aufzufüllen kleine Fasti Trockner mit Förderer von Koch hinzu.

    Ich weis, dass das Material teilweise schon in den Säcken verklumpt deshalb kommt es in unsere Mischvorrichtung. Jedoch kommt es mittlerweile sehr oft zu Verklumpungen im Fasti Trockner.

    Das Material ist auch länger im Trockner aufgrund des geringen Dosiervolumens. Desweiteren haben Trockentemperatur- sowie Einzugstemperaturveränderung keinen poitiven Einfluss gehabt.


    Hat noch jemand Abhilfe im Angebot?

    Kann es auch von den Aggegatbewegungen kommen?


    Wenn es verklumpt war dauert es dann jedesmal ca. 3/4 Stunde bis das Batch wieder durch ist das nervt. :thumbdown:


    Da es solche Themen schon gab die aber älter sind hab ich mal ein neues erstellt.

  • Es gibt z.B. von BRABENDER und K-TRON Dosiereinheiten mit Rührwerk und/oder Knetwerk. Wichtig ist aber auf jeden Fall, dass die Materialsäule über der Dosierung möglichst klein sein muss. Bei dem oben genannten Material handelt es sich nach der Nomenklatur offensichtlich um ein Material der Shore-Härte A70. Die sollte eigentlich noch nicht so sehr zum Verklumpen neigen. Allerdings halte ich die Trocknungstemperatur von 100°C für ein wenig zu hoch. 70°C bei einer verlängerten Zeit würde ich noch zustimmen.


    VORGESTELLT: FlexWall®Plus FW80 - YouTube


    Achtung: Es gibt hier verschieden große Behälter und Schnecken, sowie verschiedene Möglichkeiten der Drehzahleinstellung. Bitte unbedingt beraten lassen. Wir haben sogar Schnecken mit Rührstiften für unsere Anwendungen selbst gebaut. Auch gibt es Schnecken aus Vierkant- und Rundstahl, sowie doppelgängige Schnecken (innen klein, außen groß). Auch verschiedene Austragungsrohre sind verfügbar. Eine Wägezelle muss auch nicht unbedingt sein, wenn man nicht will - macht aber vieles möglich(er). Doppelschneckendosierer werden aber nicht für dieses Material geeignet sein.

  • Ja mit der Trockentemperatur werde ich mich nochmal intensiv beschäftigen.

    Der FlexWallPlus FW ist schon interresant aber an welcher Stelle bei unserem Problem?

    Aber was machen wir wenn es wie derzeit im Trockner verklumpt?


    Nochmal kurz unseren aufbau erklärt:

    Über kleinen Förderer (glaub 1,3L) gelangt es in den Koch Fasti Trockner (7L) darin verklumpt es dann meist schon.

    Danach geht es ins Koch Rührwerk wo das Batch zugemischt wird.

    Dann kommen ca. 10cm Rohr zum Einzug wo es auch ab und zu verklumpt.


    Hab schon an einen Druckluft Rüttler gedacht wäre das auch einen Versuch wert? Kennst sich da jemand aus?

  • Dann müsst ihr in jeder Etappe, wo Verklumpungen stattfinden, entsprechende Rührer einsetzen. Das 10cm Rohr zum Einzug würde ich z.B. weglassen und mit einer oben beschriebenen Dosierung nur so viel Material im Freifall zudosieren, wie die Schnecke beim Dosieren wegschaffen kann. Dabei nicht auf Vorrat dosieren (oder nur minimal), sondern erst wenn sich die Dosierschnecke dreht.

    Also: Rührwerk im Trockner ist die erste Maßnahme. Evtl. kann man beim Batch einmischen auch mit Talkum arbeiten. Nicht zu viel, weil ihr damit den Füllstoffgehalt ändert. Dass könnt ihr aber leicht ausprobieren. Kann auch mit einer Dosierung gemacht werden. Wichtig ist, das jedes Korn praktisch rundum ganz fein mit Talkum eingepudert ist. Und danach darf die Lagerzeit nicht allzu lang werden, weil es dann wieder verklumpen kann. Aber ´ne Stunde dürfte es schon halten. Und Talkum kostet fast nichts.

    Ich glaube, dass der Druckluftrüttler nicht funktionieren wird. Das Material ist zu elastisch (Gummi) und damit werden die Vibrationen geschluckt oder es klumpt sogar noch mehr (Vibrationsverdichter). Du brauchst recht lange Bewegungswege um das Verklumpen (das auf jeden Fall auftritt) wieder "aufzubrechen".

    Wir stellen auch TPE-V her und haben diese Probleme z.B. bei der Rohware, dem EPDM. Deswegen wissen wir, dass nur ein gewisser Anteil an Talkum auf das geschnittene kalte EPDM aufgebracht werden darf und es muss ständig in Bewegung bleiben bis es in die Dosierung des Extruders fällt. Nach der Extrusion erfolgt der Heißabschlag unter Wasser und bis zum Abfüllen in den 25kg Sack wird noch einmal in einem großen Mischer Talkum aufgepudert. Die Paletten dürfen danach nicht gestapelt werden, weil sonst alles schön zu einem Klumpen in den Säcken verpresst wird. Trotzdem müssen die Kunden oft mit Klumpen rechnen, wenn bei denen die Ware schön warm und sonnig zwischengelagert wird. Aber auch sonst kann es zu leichten Verklumpungen kommen.

    Auf den Spritzgießmaschinen haben wir grundsätzlich nur kleine 1,8Liter-Trichter. Und auch dort kann man bei den besonders weichen Typen oft beobachten, dass das Granulat fast Sirupartig in den Einzug läuft. Trocknen tu wir in Kasten-Backformen zu je ca. 2kg. Aber wir machen das auch nur um Probekörper im Labor herzustellen. Man hat es auch schon mit einem Trichteraufsatz versucht, weil eine große Anzahl Probekörper benötigt wurde - - -ging natürlich voll in die Hose.

  • Den Rührer könnte man wohl dann direkt im Trockner verbauen? oder wie meinst du das ich werde dann mal ein Bild machen vielleicht kannst du mir dann zeigen wie du das genau meinst mit verbauen.

  • Und zwecks Talkum sieht man das nicht auf der Oberfläche der Teile, bzw verändert sich ja dadurch auch das Klebeverhalten zum anderen Kunststoff. Aber werde ich mit wenig Dosierung mal testen.

  • Naja, Den Motor des Rührers muss mann wohl wegen der Temperaturen außerhalb des Behälters belassen. Dann eine ausreichend lange Welle in den Trockner führen auf der sich die Paddel befinden. Das Getriebe am Motor muss die Drehzahl so weit herabsetzen, dass der Rührer so etwa mit 10 Umdrehungen pro Minute läuft (am besten sogar regelbar). Das müsste reichen. Evtl. muss ein zweites Lager am ende der Welle vorgesehen werden.


    Da du nur sehr wenig Talkum verwenden wirst (maximal 1/2 Esslöffel auf die 7kg), wird sich bei der Farbe nur wenig tun. Das muss du genau so ausprobieren, wie das Klebeverhalten. Vielleicht erstmal nur den Rührer versuchen und im Batchmixer den Rührer auch ganz langsam weiterlaufen lassen, nach dem Ende der Mischzeit. Vielleicht kommt ihr dann auch ohne das Talkum aus. Alles schrittweise ausprobieren. Nicht alles auf einmal.

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