Ersatzaggregate für SGM von Unterlieferanten

  • Hallo Community,


    ich habe auf Arbeit die Aufgabe bekommen mich nach Herstellern von Plastifiziereinheiten umzusehen.

    Aktuell beziehen wir die gesamten Aggregate von den Maschinenherstellern. Da diese sehr teuer sind kam die Aufgabe zustande.

    Die Aggregate sollen als Plug & Play Lösung bezogen werden. Soweit ist das alles mal machbar allerdings habe ich ein großes Problem:

    Das Unternehmen hat sehr strenge GHV mit den Maschinenherstellern weshalb es mir nicht erlaubt ist, die Aggregate von einem möglichen Zulieferer für den Nachbau vermessen zu lassen.

    Jetzt versuche ich einen möglichen Zulieferer zu finden (europaweit), welchem die Maschinendaten bereits vorliegen und uns somit Aggregate bauen kann, ohne diese zu vermessen. Hat hier jemand einen Tipp oder schon Erfahrungen damit gemacht?

    Vielen Danke schon mal!

  • Wenn eure Firma derart "pingelig" ist bei der Beschaffung von Maschinenersatzteilen, ist die Beschaffung aus dem "Zubehör" absolut widersprüchlich.


    Entsprechende Firmen sind leicht zu finden, wenn man eine entsprechende Suchmaschine bemüht, das gewünschte Bauteil dort eingibt und die Ergebnisse studiert. Gute Quellen sind auch Zeitschriften wie z.B. "Plastverarbeiter" oder "Kunststoffe". Auch entsprechende Messen wie die "K" sind wahre Fundgruben diesbezüglich. Man muss allerdings mit den Leuten sprechen. Von alleine tut sich da nichts.

  • Hallo petersj,

    zunächst einmal danke für die Antwort.

    Die ganze Sache hat nichts mit pingelig sein zu tun... Wir sind letztendlich einfach an die gegenseitigen GHVs gebunden was das Thema wie beschrieben kompliziert macht.

    Daher ja, die erwähnte Suchmaschine wurde bemüht und die Ergebnisse wurden auch ausführlich studiert und ich bin auf einige Firmen zugegangen. Das Problem ist wie beschrieben einen möglichen Zulieferer zu finden dem die Maschinendaten bereits vorliegen da mir das herausgeben der Daten nicht möglich ist. Aus diesem Grund auch der Beitrag hier.


    LG SiSt

  • Das verstehe ich nicht.

    Die Daten der Zylinder und Schnecken können doch von den Originalherstellern bereit gestellt werden und werden auch bereit gestellt - wenn man dort Kunde ist. Und in der Regel sind diese Daten den Ersatzteillieferanten ohnehin bekannt. Hat man jedoch Eigenkonstruktionen am Laufen oder ist bei den Originalherstellern nicht als Kunde geführt machen die natürlich auch zu.

    Wie wollt ihr sonst jegliche Ersatzteile bestellen? Oder es ist eben so, dass es gewünscht ist, ausschließlich Originalersatzteile zu ordern.

  • Hallo zusammen,


    ja wir sind bei den Originalherstellern geführt und beziehen aktuell auch ausschließlich bei den Maschinenherstellern.

    Wir haben von den Herstellern allerdings keine bemaßten Zeichnungen bekommen.

    Die Hersteller auf die ich zugegangen bin konnten mir bisher ohne vermessen keine Angebote erstellen, was bedeutet dass ihnen die Daten nicht vorliegen.


    LG SiSt

  • Ich denke, dass das auch ganz schwer davon abhängt, ob ihr Standardkomponenten beschaffen wollt oder für euch konstruierte Sonderlösungen:

    Schnecken, Düsen, Verschlüsse usw. lassen sich ganz einfach im "Katalog" der Drittanbieter bestellen, auch für andere Standardkomponenten, wie Zylinder, Heizungen usw. sollten diese die Dokumente haben, WENN keine Schutzrechte (mehr) darauf liegen.

    Habt ihr euch allerdings von den Maschinenherstellern eine absolute Sonderlösung "Stückzahl 1" fertigen lassen, dann ist das nur ganz verständlich, dass der Hersteller die Exklusivität sicherstellen möchte.


    Dann bleibt euch wohl nur, den Mehraufwand einmalig aufzuwenden, den Drittanbieter die Konstruktion nachkonstruieren zu lassen (ggf. indem er bei euch die Anlage aufmisst) und anschließend, falls sich der Roi lohnt diesen als "Hoflieferanten" zu nutzen. Das habe ich z.B. im Bereich Ultraschallschweißen letzten Jahr getan, weil der alte Anlagenlieferant noch nicht einmal eine Information zum zulässigen Verschleiß bzw. der Möglichkeit der Nacharbeit bot, sondern nur pauschal ein neues Werkzeug anbot ("generell keine Zeichnungen an Kunden")

  • Die Originalhersteller geben Nennmaße der Schnecken und Zylinder an. Die Toleranzen sind werksinterne Vorgaben. Je nach zu verarbeitendem Material kann die maßliche Toleranz zwischen Zylinder und Schnecke auf Grund der unterschiedlichen Viskositäten tatsächlich sehr unterschiedlich sein, ohne das dabei eine Fehlfunktion auftreten wird. So kann es also sein, dass man eine Schnecke auf der jahrelang PP-GF gefahren wurde und auch weiter fahren könnte nicht mehr für ein PPS unverstärkt einsetzen kann, weil das PPS viel zu flüssig wird.

    So wurde mir mal erklärt, dass die Toleranzen der Schnecke mit S7 und die des Zylinders mit H8 gefertigt werden. Die Buchsen der Rückstromsperren sollten nominell ca. 0,03mm kleiner sein bei einer Toleranz von +-0,01mm. Ich habe nun explizit nach Schneckendurchmesser 25mm gefragt. Aber die angegebenen Toleranzen dürften sich so durch alle Durchmesser ziehen.

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