worauf muss ich achten

  • Hallo zusammen,


    nachdem nun meine ersten "Versuche" mit Spritzgießmaschinen sehr erfolgreich verlaufen sind, habe ich mich vor einigen Monaten von meiner ersten Spritzgießmaschine getrennt, um mich auf mein kürzlich begonnenes Duales Studium etc. zu konzentrieren. (war ne kleine 8 Tonnen aus China - nichts kompliziertes). Leider war bei der Maschine immer sehr schnell alles an technischen Möglichkeiten erreicht, daher hat es wenig Sinn gemacht, die weiter zu betreiben.

    Jetzt merke ich, dass mir wieder oft langweilig ist und ich die "eigene" Spritzgießtechnik total vermisse. Also plane ich derzeit, eine gebrauchte Spritzgießmaschine zu holen - idealerweise ne Arburg 270C mit ~50 Tonnen, die nicht wesentlich älter sein sollte als ich (2002) und am besten nen größeren Spritzzylinder hat (so ab 50ccm - ideal sind ca. 100). Neumaschine ist leider zu teuer und das Ding soll nur an Wochenenden laufen. Meine "Auftragsbücher" sind aber jetzt schon gut gefüllt mit Interessenten, die Projekte angemeldet haben. Budget für die Maschine sind so bis ca. 10000€, da habe ich auch schon sehr solide Optionen gefunden (freue mich aber trotzdem auch hier über Tipps!). Ich werde nur Standardkunststoffe verarbeiten und gehe das ganze auch sehr locker an. Es ist eigentlich ein Hobby, das dennoch ganz gut Geld anspült.


    Jetzt kommen wir zu meinem Problem: die Räumlichkeiten. Während die alte Maschine noch gut in die Garage passte, wird es bei einer größeren schon zu eng. Nachdem Gewerbegrundstücke hier entweder Mangelware oder viel zu groß/teuer sind (Würzburg), muss ich mich eventuell auf ein Paar Kompromisse einlassen. Ich habe eine super Möglichkeit gefunden, aber da gibt es kein fließendes Wasser. Ich habe zwar meine alte Maschine auch immer ohne Kühlung betrieben, aber das kann man wahrscheinlich nur indirekt vergleichen. Prinzipiell habe ich nichts dagegen, wenn die Zykluszeiten höher sind und ich regelmäßig Pausen machen muss (keine Werkzeugkühlung), aber ich bin mir nicht sicher, ob die Maschine selbst noch eine Kühlung braucht?
    Wenn die Maschine selbst keine Kühlung braucht: super!
    Wenn die Maschine aber Kühlung braucht, hatte ich mir überlegt einen IBC mit Wasser zu füllen und da eine Pumpe dran zu hängen. In das Wasser kommen dann noch Korrosionsschutz etc. und dann läuft das? Wäre das möglich oder ist das eine sehr dumme Idee?

    Ansonsten wäre auch ganz wichtig zu wissen, auf was ich bei der Grundstücks/Hallenauswahl noch so zu achten habe. Ich freue mich sehr über jeden Tipp!

  • Du brauchst einen E-Anschluss mit 63A/ 3 Phasen.

    Der Schaltschrank wird mit Wasser gekühlt. Das Öl wird mit Wasser gekühlt, Nur Öl, das von den Verbrauchern kommt fließt durch den Ölkühler. Der Tragkörper (Einzug) wird mit Wasser gekühlt. Ohne Wasser wird´s nicht gehen. Und ein IBC mit ca. 1000L muss auch irgendwann mal wieder kalt gemacht werden.

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  • Hi Petersj,


    vielen Dank für Deine Antwort, das hilft mir sehr weiter. Wie läuft das mit dem Wasserkreislauf normalerweise? Gibt es eine große Kühlanlage oder geht das Wasser ein mal durch die Maschine durch und dann direkt wieder in den Abfluss (was ja teuer wäre)?

  • Das mit dem IBC ist für eine kleine Maschine schon mal eine Gute Idee. Man braucht in unseren Breiten nicht zwingend eine Kühlanlage. Evtl. kommt man mit einem simplen Außenkühler aus . Es kann sogar reichen, einen Autokühler mit Lüfter (nicht zu klein) außen an die Garagenwand zu hängen und den ganzen Rücklauf oder mit einer zweiten Pumpe aus dem IBC zu fördern (Achtung bei Frostgefahr im Winter. Auch die Leitungen in der Maschine sind in einer unbeheizten Garage gefährdet.)

    Vieles wurde hier z.B. auch schon erfragt und durchgesprochen: Suchergebnisse - Forum SpritzgussWeb

    Du kannst natürlich auch Frischwasser nehmen. Die Stadtwerke werden sich freuen. Allerdings lässt sich Kühlwasser in einem Sammelbehälter wesentlich einfacher beobachten und ggf. auch besser filtern und behandeln. Denn mit Algen und Bakterien wirst du auf jeden Fall zu kämpfen haben.

    Suchergebnisse - Forum SpritzgussWeb

  • Okay, vielen Dank für den Tipp - ich habe schon gesehen, dass Wasser wohl ein nicht unwesentlicher Kostenfaktor ist. Ich denke, dass ich wohl mit einem Tanksystem arbeiten werde. Wahrscheinlich läuft es auch auf eine Warmhalle hinaus, sodass zumindest nicht von Frost auszugehen ist. Das möchte ich auch mit der Maschine nicht riskieren. Ich denke auch, dass eine einfache Kühlung bei der kleinen Maschine reichen sollte. Die ist nicht im Schnelllauf und ich arbeite auch nicht mit Hochtemperaturkunststoffen.
    Das größte Problem ist überhaupt eine Halle zu finden, da der Markt hier ziemlich abgegrast ist.

    Zum Thema Korrosionsschutz bzw. Algenbildung etc. habe ich zum Glück auch einen Kontakt, der sich da gut auskennt. Das ist immerhin schonmal ein Problem weniger ;)

  • Auch Wasser in einem Geschlossenen Kreislauf muss von Zeit zu Zeit mal entweder komplett ausgetauscht werden oder es wird immer mal ein "Schuss" frisches behandeltes Wasser zugegeben. Dabei sollte dann ein gewisser Anteil entsorgt werden, z.B. der Bodensatz im Tank (die sogenannte "Entschlammung").

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