Wer kann einen Werkzeug-Hersteller in China empfehelen?

  • Ok, aber jetzt wird es politisch. ;)



    zum Glück gibt es hier nicht viele die so denken denn genau dieses Mindset ala ich klettere die Wand hoch und werde die Leiter hinter mir umwerfen wird der Untergang einer Branche werden. Mag sein dass Du kurzfristig damit erfolgreich bist aber langfristig? Ich denke der WZ-Bau wäre sicherlich auch dankbar wenn der neue Kunden hat und langfristig planen könnte und nicht nur von Dir abhängig wäre.... ;)

    So denke ich ja auch nicht. Wollte nur die ernsthaftigkeit meiner Aussage unterstreichen. :D

    "Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, daß er genug davon habe." :tongue:

  • Ist echt witzig, aber beweist es doch einmal mehr, dass die Erde rund ist: Inzwischen wieder in Portugal angekommen - das war vor den Asiaten in den 90ern die Empfehlung

    @Formenbauer , die Aussage "echt witzig" bezog sich nicht auf deine Aussagen, sondern auf den Zustand selbst, da wir damals, als die Lieferantensuche sich immer mehr ins Ausland verlagerte, gesagt haben: Gottseidank ist die Erde rund, dann müssten die verlorenen deutschen Arbeitsplätze irgendwann wieder zurück kommen.

  • Nennt mich altmodisch. Aber wir arbeiten vorzugsweise mit Werkzeugmachern aus der Region, mit denen wir langjährig gute Zusammenarbeit pflegen.

    Vorteil: Wenn eine Reparatur oder Änderung ansteht, bekommen wir das schnell umgesetzt.

    China ist ja auch kein Niedriglohnland mehr. Allerdings ist die Arbeitsverdichtung, kann man auch gut oder schlecht finden, anders. 60 bis 70 Stunden in der Woche sind da keine Seltenheit. Wäre in Deutschland heutzutage nur noch begrenzt möglich. Was ja auch in Ordnung ist, aber wenn eben am Wochenende auch gekloppt wird, bis das Projekt bzw Werkzeug fertig ist, ist man eben schneller. Wobei in Deutschland auch viele übers Wochenende zumindest die Erodier- und CNC fräsen laufen lassen.

  • Nennt mich altmodisch. Aber wir arbeiten vorzugsweise mit Werkzeugmachern aus der Region, mit denen wir langjährig gute Zusammenarbeit pflegen.

    Vorteil: Wenn eine Reparatur oder Änderung ansteht, bekommen wir das schnell umgesetzt.

    DAS hat nichts mit altmodisch zu tun, ich würde es eher *vernünftige Geschäftspolitik/-strategie nennen!

  • "Dank" diverser internationaler Krisen findet zum Glück da aktuell wieder eine Rückbesinnung statt - selbst Branchen, die vor Jahrzehnten flächendeckend das Land und die EU verlassen haben, bauen mit viel Kapital ihre heimischen Kapazitäten wieder auf

    Und Dank der Energiekrise und den steigenden Strompreisen( 4-7 Fach so hoch ), fehlendem Fachkräftemangel usw. gehen sie dann in Deutschland sehr schnell wieder Pleite , oder hören einfach auf Werkzeuege zu bauen. :/

    Wir spüren es gerade sehr stark , man kann gar nicht so schnell die Preise anpassen ( wenn überhaupt möglich ) wie sie steigen.

    Wir haben einen eigenen Werkzeugbau auf den wir stolz sind , bauen alle kleine Formen selbst , der Rest im Umkreis , aber schnell mal einen Preisaufschlag von 10 % macht keinen Spaß mehr.

    Gruß Matthias

  • Und Dank der Energiekrise und den steigenden Strompreisen( 4-7 Fach so hoch ), fehlendem Fachkräftemangel usw. gehen sie dann in Deutschland sehr schnell wieder Pleite , oder hören einfach auf Werkzeuege zu bauen. :/

    Wir spüren es gerade sehr stark , man kann gar nicht so schnell die Preise anpassen ( wenn überhaupt möglich ) wie sie steigen.

    Wir haben einen eigenen Werkzeugbau auf den wir stolz sind , bauen alle kleine Formen selbst , der Rest im Umkreis , aber schnell mal einen Preisaufschlag von 10 % macht keinen Spaß mehr.

    Gruß Matthias

    Macht wirklich keinen Spaß, aber so langsam muss man auch mal umdenken in Sachen bisheriger Wege. Muss die Werkzeugkonstruktion so ausfallen, wie sie ist und macht es eventuell auch Sinn das Werkzeug so auszulegen, dass mit weniger am Ende mehr erreicht wird? Jede Krise hat ihre Chancen und trotz der aktuell schlechten Lage sollte man den Kopf nicht in den Sand stecken. Wenn nichts mehr dazwischen kommt, geht heute auch ein Video von mir online, wie das erreicht werden. Richtet sich primär an die deutschen Werkzeugbauer und Spritzgießer, weil das viel saubere Kommunikation braucht.

  • Allen Ernstes: Die Industrie soll doch erst einmal für die außergewönlich vielen FETTEN Jahre (immerhin 10!!!) dankbar sein und nicht gleich nach ein paar problematischen Monaten das große Jammern anfangen!

    Wo sind die Milliardengewinne?

    Soll man nicht für schlechte Zeiten RÜCKLAGEN schaffen? Nicht gemacht? Dann schließt halt den Laden und überlasst eure Fachkräfte den gut geführten und gesunden Unternehmen! Ergo: Ein ganz normaler "Reinigungsprozess der Wirtschaft"!


    Sorry, ich weiß, so ein Fazit kommt überhaupt nicht gut an und ist für das "Jammerland Deutschland" auch überhaupt nicht zeitgemäß!

    Leider ist scheinbar die Hauptkompetenz der Führungsleute und Umternehmer heutzutage *das Jammern und Fordern nach Staatshilfe/Bürgerhilfe*, dabei sollten "schlechte" Zeiten eine Herausforderung für unternehmerisches Handeln (Maßnahmen für die Zukunft) sein!

  • Man hat einfach viele Entwicklungen verschlafen und merkt nun, dass das Geschäftsmodell nicht krisensicher ist. Mich hat es auch immer gewundert, warum meine Aussagen bezüglich Einsparpotentiale nie angegriffen wurden, aber auch selten selten aufgegriffen wurden. Jetzt, wo die Not groß, muss man sich bewegen, aber das ist schmerzhaft und hat Risiken. Aber was ist besser? Garantiert untergehen oder die Chance nutzen und nicht untergehen?

  • Bilder sagen mehr als 1000 Worte -steht zwar 2020 drüber, aber dieses Jahr genauso gültig!

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    [...]

    Soll man nicht für schlechte Zeiten RÜCKLAGEN schaffen? Nicht gemacht? Dann schließt halt den Laden und überlasst eure Fachkräfte den gut geführten und gesunden Unternehmen! Ergo: Ein ganz normaler "Reinigungsprozess der Wirtschaft"!

    [...]

    Rücklagen??? Dafür sorgen Aktionäre und andere Anteilseigner schon, dass die kräftig in ihren Taschen landen und bloß nicht im Betrieb bleiben!

  • Ist ja ein wenig offtopic, aber: Rücklagen waren das allererste, was ich nach Unternehmensgründung angespart habe. Das war nicht einfach, aber es sind die Rücklagen, die es mir erlauben, auch stärkere risikobehaftete Entscheidungen/Investitionen zu tätigen und trotzdem nachts ruhig zu schlafen.


    Es ist kein Zufall, dass ich genau jetzt in der Krise massiv in neue Gebiete investiere.


    dabei sollten "schlechte" Zeiten eine Herausforderung für unternehmerisches Handeln (Maßnahmen für die Zukunft) sein!

    Das kann ich nur unterschreiben. Jede Krise birgt enorme Chancen für diejenigen, die den Mut haben, sie zu ergreifen.


    Es gibt dazu ein schönes Sprichwort (chinesisch?): "In stürmischen Zeiten bauen die einen Mauern, die anderen jedoch Windmühlen."


    Also: Auf geht's!

  • Jetzt kam ich auch endlich mal dazu das Video zu schneiden, damit die neuen Möglichkeiten, die Anforderungen und Schwierigkeiten deutlich werden. Wäre für so manchen interessant diesen Ansatz zu wählen, damit die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden kann. Mit chinesischen Werkzeugen wird es nichts, da die Kommunikation und der Transport mehr als schwierig ist.


    Klick mich

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