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EuroPM 2017:
Arburg stellt innovatives MIM-Gehäuse für Smartphones vor
ARBURG
• Top-Event der Branche: Arburg Experten mit Vortrag zum Metallpulverspritzgießen (MIM)
• Arburg-Highlight: Dünnwandige MIM-Bauteile für Smartphone-Anwendungen
• Umfassendes Know-how: Arburg deckt alle Prozessschritte ab


Loßburg, 31.07.2017

Die EuroPM in Mailand, Italien, vom 1. bis 4. Oktober 2017 ist ein wichtiger Termin für alle Pulverspritzgieß-Spezialisten. Auf Europas Top-Event der Branche stellen die Arburg PIM-Experten eine innovative Lösung für das Metallpulverspritzgießen (MIM) von Smartphones vor. Marko Maetzig hält dazu einen Vortrag zum Thema „Produktion von MIM-Bauteilen mit hohem Aspektverhältnis“.

Die EuroPM 2017 ist als Kongress- und Ausstellungsveranstaltung Europas Top-Event für die PIM-Branche zum Meinungsaustausch und Netzwerken sowie für neue Technologien rund um die PIM-Verarbeitung. „Als Vorreiter der Pulververarbeitung stellen wir im Rahmen der ‚Session 34 / PIM II – Advanced Prozesses‘ unsere aktuellen Erkenntnisse einem breiten Fachpublikum vor“, erläutert Marko Maetzig, der bei Arburg für die PIM-Verfahrensentwicklung verantwortlich ist.

MIM-Verfahren für größere Bauteile
Dem Vortrag liegt die aktuelle Entwicklung zugrunde, auch größere Bauteile, besonders für die 3C-Märkte Computer, Consumer Electronic und Communication, im MIM-Verfahren herzustellen. Dem Trend folgend, präsentiert Arburg bei der EuroPM 2017 die Produktion dünnwandiger Bauteile mit einem hohen Aspektverhältnis für Smartphone-Anwendungen. „Das erweitert das Einsatzspektrum des Metallpulverspritzgießens, mit dem bisher eher kleine und komplexe Bauteile hergestellt werden – ein Bereich, in dem Arburg sehr intensiv tätig ist und der sich in verschiedenen Industriezweigen bereits seit Jahren etabliert hat“, so der PIM-Experte Marko Maetzig. Bei der Fertigung von PIM-Gehäusen und -Rahmen für Smartphones liegt das Hauptaugenmerk darauf, fehlerfreie Oberflächen und geringste Teiletoleranzen zu erzielen. Co-Autoren des Beitrags sind Hartmut Walcher, ebenfalls im Arburg PIM-Team tätig, sowie Martin Blömacher und Sven Fleischmann von BASF SE.

„Glänzende“ PIM-Lösung
In einem Gemeinschaftsprojekt mit dem Materialhersteller BASF hat Arburg im Jahr 2016 erstmals spannungs- und entmischungsfreie, dünnwandige Smartphone-Rückseiten aus Metallpulver spritzgegossen. Das dazu eingesetzte Wechsel-Werkzeug ist so konzipiert, dass damit neben den Rückseiten wahlweise auch Rahmen produziert werden können. Die größten Herausforderungen beim Spritzgießen dünnwandiger Metallbauteile sind die vollständige Formfüllung und das Minimieren von Verzug im folgenden Sinterprozess. Verarbeitet wurde der fließverbesserte Feedstock Catamold 17-4 PH Plus zu einem nur rund ein Millimeter starken und 136 Millimeter langen Grünling. Die Zykluszeit betrug rund 58 Sekunden. Um eine konstante Gründichte über das gesamte Bauteil zu erreichen, ist das Werkzeug mit flüssigkeitstemperiertem Heißkanal dynamisch temperiert. Dadurch werden sehr gute Oberflächen erzeugt, die sich anschließend hochglanzpolieren lassen.

Arburg PIM-Verarbeitung: alle Prozessschritte abgedeckt
Die hohe Expertise von Arburg im Pulverspritzgießen (PIM) speist sich zum einen aus der Vorreiter-Position des Unternehmens durch den langjährigen Aufbau eines fundierten PIM-Know-hows, zum anderen durch die intensive Weiterentwicklung der Verarbeitungsverfahren an sich. Im Arburg-Stammhaus in Loßburg, Deutschland, steht dafür ein hervorragend ausgestattetes PIM-Labor zur Verfügung, in dem immer wieder neue Anwendungsbereiche für den praktischen Einsatz entwickelt werden. Dort lassen sich auch alle vor- und nachgelagerten Produktionsschritte wie Materialaufbereitung, Entbindern, Sintern und Teileanalysen unter Praxisbedingungen testen. Zur Ausstattung gehören u. a. ein Scherwalzen-Extruder, Entbinderungsanlagen, Sinteröfen und ein Gerät zur simultanen Thermoanalyse. Abgerundet wird das umfangreiche Angebot durch Automationslösungen, anwendungstechnische Beratung und spezielle PIM-Schulungen, die in Loßburg und bei Bedarf auch weltweit angeboten werden.

 
  ARBURG

Weltweit einzigartig ist das von Arburg und BASF realisierte kostengünstige Pulver-Spritzgießen von Smartphone-Rückseiten (rechts Grünling, links gesintertes Hochglanz-Bauteil).

Über Arburg
Der deutsche Maschinenbauer Arburg gehört weltweit zu den führenden Herstellern von Spritzgießmaschinen mit Schließkräften zwischen 125 und 5.000 kN. Hinzu kommen Robot-Systeme, kunden- und branchenspezifische Turnkey-Lösungen und weitere Peripherie. Seit 2013 ergänzt ein innovatives System für die additive Fertigung das Programm für die Kunststoffverarbeitung.
Das Unternehmen stellt das Thema Produktionseffizienz in den Mittelpunkt aller Aktivitäten und betrachtet dabei die gesamte Wertschöpfungskette. Ziel ist, dass die Kunden von Arburg ihre Kunststoffprodukte vom Einzelteil bis zur Großserie in optimaler Qualität zu minimalen Stückkosten fertigen können – z. B. für die Automobil- und Verpackungsindustrie, Kommunikations- und Unterhaltungselektronik, Medizintechnik oder den Bereich Weißwaren.
Eine erstklassige Kundenbetreuung vor Ort garantiert das internationale Vertriebs- und Servicenetzwerk: Arburg ist mit eigenen Organisationen in 24 Ländern an 32 Standorten und über Handelspartner in mehr als 50 Ländern vertreten. Produziert wird ausschließlich im deutschen Stammwerk in Loßburg. Von den insgesamt rund 2.400 Mitarbeitern sind rund 2.000 in Deutschland beschäftigt, weitere rund 400 in den weltweiten Arburg-Organisationen. Als eines der ersten Unternehmen wurde Arburg 2012 dreifach zertifiziert: nach ISO 9001 (Qualität), ISO 14001 (Umwelt) und ISO 50001 (Energie).
Weitere Informationen über Arburg finden Sie unter www.arburg.com    Fotos: ARBURG