Prüfkörper Filmanguss

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    • Prüfkörper Filmanguss

      Hallo zusammen,

      ich habe eine kurze Frage zur Gestaltung von Prüfkörpern und deren Angüssen.

      In der Regel tritt die Schmelze ja vom Kegelanguss kommend, in einen dicken Verteilerkanal ein, bevor sie in einen dünnen Anschnittkanal mündet.
      Von da aus füllt sie die Kavität mit einer gleichmäßigen Fließfront in eine Richtung.

      Wieso habe ich am Filmanguss kurz vor dem Prüfkörper eine dünneren Querschnitt?
      Ist dies als Hindernis zum Füllen gedacht?
      Wie stelle ich sicher, dass der Nachdruck dennoch im Prüfkörper wirken kann?

      Beste Grueße!
    • 1.) So dünn ist der Anschnittkanal eigentlich gar nicht. Bei Zugstäben (Universalprüfkörper, 2 Kavitäten)) und Flachstäben ist der Anschittkanal von der Norm her eigentlich genau so breit, wie der Prüfkörper. Lediglich in der Dicke ist er ca. 0,5 bis 1mm dünner und 1-2mm breit, als der Prüfkörper, als Markierung, wo er ab zu kneifen ist. Auch bei Musterplatten gibt es von der Norm her einen breiten ca. 4mm dicken, in der Breite auf beiden Seiten ca. 5mm überstehenden Filmanguss, der wie ein ca. 90° Trichter ausgeführt ist. Hier kann der Anschnitt in der Dicke jedoch u.U. je nach Produkt bis auf 1mm reduziert sein, um einen Stau aufzubauen, damit erst der "Trichter satt gefüllt wird, was in der Folge eine breite, gleichmäßige Fließfront in der Platte erzeugt. Aber wie gesagt: hier kann es bei einigen Produkten auch besser sein, mit einem Punktanschnit von evtl. 0,5 bis 2mm zu arbeiten.
      Die Formen sind in ihren Ausführungen eigentlich in der DIN EN ISO 294 1-4 beschrieben.
      Entsprechende Beschreibungen gibt es ebenso für Prüfkörper nach ASTM.

      PS
      Norm wurde korrigiert.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von petersj ()