Gewinde Buchsen umspritzen

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    • Gewinde Buchsen umspritzen

      Hallo,
      sind momentan ein bißchen ratlos und hoffe auf Unterstützung.
      Wir produzieren ein Gehäuse aus PA66GF30.
      Bei diesem werden über 20 Messingbuchsen eingelegt. Diese werden mit einem Knickarmroboter bestückt. Das halten der Buchsen im Roboter und Werkzeug erfolgt durch Vakuum. Unser Problem ist, dass immer wieder mal eine Buchse abfällt und somit den kpl. Vakuumkanal im Wkz zuspritzt. Jedesmal ein Riesenaufwand. Die Buchsen sind alle als Sackloch, somit ist die Position nur mit dem Vakuum zu halten. Jetzt arbeiten wir aktuell an einer mechanischen Lösung um die Buchsen zu halten. Allerdings bin ich nicht sicher ob die Buchsen auch auf Null bleiben da die Messingfläche der Buchse nicht überspitzt werden darf.
      Hat jemand einen ähnlichen Prozess und kann mir seine Erfahrung mitteilen?

    • Sorry, habe das vorher vergessen zu schreiben. Die jeweiligen Buchsen werden mit Schmalz Vakuumschaltern überwacht.
      Wir finden momentan nicht heraus wann das zuspritzen genau passiert. Der Reinigungszyklus von den Kernen, auf denen die Buchsen angesaugt werden, haben wir jetzt auf 1,5h reduziert. Es spritzt immer der obere Bereich zu. Manchmal ist die Buchse gar nicht im Spritzgussteil vorhanden, beim anderen Mal ist sie nur verrutscht.
      Evtl. wird beim einspritzen die Buchse gelöst?!
      Wenn die Buchse nicht vorhanden ist, müssen die Vakuumbohrungen bereits zu sein da der Schalter nicht anspricht.
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    • Solche sensiblen Prozesse sollten auch mit Werkzeugsensoren geregelt und überwacht werden = Umschalten auf Nachdruck (bei volumetrisch voll) mit Werkzeuginnendruck :thumbsup: So lässt sich Überladung/Überspritzung vermeiden und ihr habt qualitativ erheblich höhere Wiederholgenauigkeit!
    • Hallo,

      Ich kann mir aktuell noch nicht wirklich vorstellen wie ihr die Buchsen einlegt. Steckt ihr die Buchsen mittels Handling auf einen Dom auf, oder werden die flächig positioniert?

      Das aufstecken auf einen Dom sollte bevorzugt werden allein aus positioniergründen. Diesen Dom kann man dann spreizen oder mit einem O-Ring versehen damit die Buchsen dann klemmen. Wir haben, in meiner alten Firma, nie die Buchsen im WZ abgefragt, sondern wir sind mit dem fertigen Teil an einer Station vorbeigefahren und haben dann das fertige Teil auf Vollständigkeit geprüft.

      Das Thema "Buchse überspritzt" liegt in den Fertigungstoleranzen der Buchsen. Diese Maß muss mit dem WZ ausgeglichen werden. Wir haben dafür die Dome beweglich gestaltet und die Dome mit Tellerfedern hinterlegt. Somit war die Buchse dann vor dem Einspritzen immer "vorgespannt".

      mfg Daniel
    • Hallo Daniel,
      die Buchsen stecken auf der Abholstation auf einem Dorn. Hier kommt der Kuka und saugt die Buchsen mittels Vakuum an, fixiert werden sie hier über den Aussendurchmesser. Dann übergibt der Kuka die Buchsen im Werkzeug. Hier werden die Buchsen auf einen Dom geschoben und mit dem Vakuum festgehalten. Hier sind wir aktuell dran an einer mechanischen Lösung da wir mit dem Vakuum meiner Meinung nach nicht glücklich werden.
      Hier haben wir einige Möglichkeiten auf dem Schirm, aber aufgrund der Gewindegröße M5 sind wir natürlich ziemlich klein unterwegs.
      Hatten auch schon die Überlegung mit dem O-Ring, denke aber durch das permanente drüberschieben wird der ziemlich schnell verschlissen sein.
      Momentan sind wir an einer Art Bananenstecker dran, bei dieser die Buchse geklemmt wird, aber wird diese auch oben auf Position gehalten?

      Wie schaut die Spreizlösung aus?

      Ich denke die Patentlösung wird es nicht geben, bin aber für jeden Tipp dankbar.
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    • Ich gehe mal davon aus, dass ihr die Buchsen in die Auswerferseite einlegt(?) ... Lässt sich in die Gegenseite ein *Federstift* (mit Tellerfedern) mit Aussendurchmesser der Einlegebuchsen einzubauen? So wird die Buchse bei geschlossenem Werkzeug stirnseitig *eingespannt ....
    • Wir haben damals den Aufnahmedom im WZ quer geschlitzt und "aufgebogen".

      "Über Kopf/ Buchse kann nach unten rausfallen" klappte mit O-Ringen eigentlich ganz gut. Hatten das damals auch erst mit Vakuum probiert, aber der Differenzdruck zwischen Buchse da und keine Buchse da, war viel zu klein.
      Die Ringe wurden täglich gewechselt. Wenn mal eine Buchse gefehlt hat, dann wurde das vom Handling erkannt und entsprechend selektiert.

      Wenn genug Platz da ist, könnte man auch eine Kugelraste verbauen.

      Wichtig ist halt auch der Ausgleich der Fertigungstoleranz der Buchsen.

      mfg Daniel
    • Wird in der Auswerferseite eingelegt. Da die Buchse als Sackloch ausgeführt wird kann keine Klemmung über einen Stift oder Fläche erfolgen, oder wie ist das gemeint?

      Kugelraster war auch schon eine Überlegung, dieser wird aktuell versucht zu konstruieren.
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    • Zurück zum Problem

      lv2007 schrieb:

      Unser Problem ist, dass immer wieder mal eine Buchse abfällt und somit den kpl. Vakuumkanal im Wkz zuspritzt.

      lv2007 schrieb:

      Allerdings bin ich nicht sicher ob die Buchsen auch auf Null bleiben da die Messingfläche der Buchse nicht überspitzt werden darf.
      Technisch ist es möglich, über Vakuumdruckabfall *Buchse vorhanden* oder *Buchse nicht vorhanden* sicherzustellen.

      Damit Buchsen nicht überspritzt werden,

      Behrens schrieb:

      Lässt sich in die Gegenseite ein *Federstift* (mit Tellerfedern) mit Aussendurchmesser der Einlegebuchsen einzubauen? So wird die Buchse bei geschlossenem Werkzeug stirnseitig *eingespannt ....
      Ist doch alles nicht so schwer ;) :D und wenn ihr dann noch

      Behrens schrieb:

      Umschalten auf Nachdruck (bei volumetrisch voll) mit Werkzeuginnendruck So lässt sich Überladung/Überspritzung vermeiden und ihr habt qualitativ erheblich höhere Wiederholgenauigkeit!
      kannste total beruhigt abends schlafen gehen, und die Anlage hat die ganze Nacht problemlos produziert :thumbsup: