Auslegung der Werkzeuginnendrucksensoren

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Auslegung der Werkzeuginnendrucksensoren

      Servus zusammen,

      ich hätte eine Frage zu der Auslegung der Werkzeuginnendrucksensoren.

      Es ist so:
      Ich und mein Chef sind unterschiedlicher Meinung zu der Bestimmung der Lage der Sensoren.

      Meiner Meinung nach sollte die Sensorik ziemlich am Fließwegende platziert werden, damit man mit dem Druckanstieg auf Nachdruck umschalten kann und gleichzeitig den Prozess überwacht.

      Mein Chef meint die beste Position wäre Angussnah, um den Druckverlauf während des Füllens zu dokumentieren.

      Aus Kostengründen kommt nur eine Position für uns in Frage.

      Nachdem wir uns nicht einigen können, würden wir gerne den theoretischen Hintergrund dafür erfahren.


      Zur Info: wir produzieren keine Sichtteile.


      Vielen Dank :D
    • Die Position des Sensor ist natürlich entscheident für den Erfolg mit dieser Technik. Grunsätzlich liegt der größte Mehrwert des Sensors im Regeln des Prozesses. Das Regeln ist seit Jahren technisch von der Trennung beider Prozessschritte *Füllen* und *Schwinden* (man nennt diese Trennung aus Sicht der Maschine *Umschalten auf Nachdruck*) bis zum *Ende der Schwindung* (Nachdruck-Ende) möglich.

      Vorgehensweise:
      1. Qualifizierung der Mitarbeiter, die damit erfolgreich arbeiten sollen/müssen!
      2. Qualifizierung der Mitarbeiter im Werkzeugbau, die Einbau und Wartung ausführen!
      3. Zielfestlegung: a) Regeln und Überwachen oder b) nur Überwachen oder c) Füllen aufzeichnen, Regeln und Überwachen.
      4. Bewertung der Geometrie, denn die Geometrie ist auch entscheidend und hierbei hat besonders das Fließweg-Wandstärkenverhältnis großen Einfluss.
      Liest sich vielleicht komplexer als es ist, jedoch: wenn man an die Sache nur mit Lehrbuchwissen komplett ohne Erfahrung rangeht, vielleicht auch unqualifiziert, dann geschieht das, was den Spritzgießern schon seit 45 Jahren (zu) oft mit dieser Technik passiert: Der durchschlagende Erfolg bleibt aus und es werden die (Bedenkenträger-)Meinungen *hab ich doch gleich gesagt*, *haben wir alles schon mal probiert*, *haben wir noch nie gebraucht* bestärkt ...

      Wenn es kleine Teile (bis max. 15 x 15 mm) sind, spielt die Position nicht so sehr die Rolle. Grundsätzlich würde ich empfehlen, die Fühlerposition bei oben genannte Pos. wie folgt durchzuführen:
      • Für 3. a) auf 80% des max. Fliessweges
      • Für 3. b) auf 80 % des max. Fliessweges
      • Für 3. c) Erster Fühler angussnah (Füllen aufzeichen) und zweiter Fühler auf 80% des max. Fliessweges (macht 2 Fühler notwendig)
      Mit Pos. 3.a) und 3. c) lässt sich NullFehlerFertigung in jedem Fall sehr gut umsetzen!

      Alles hängt natürlich einzig und allein von den Arbeitsweisen der Mitarbeiter, die mit der Technik umgehen, ab.
    •      
    • Wir fertigen kleine Steckverbinder bei denen per Innendrucksensor der Füllgrat überwacht wird.
      Die Drucksensoren sind immer am Fließwegende platziert. An andere Stelle macht es auch keinen Sinn. Wenn das Teil nicht vollständig
      gefüllt ist, zeigt der Drucksensor keinen oder nur einen geringen Druck an.