Feuchtigkeitsbestimmung von der Außenschicht zum Bauteilkern

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    • Feuchtigkeitsbestimmung von der Außenschicht zum Bauteilkern

      Moje,
      ich hab da mal eine Frage bezüglich der Feuchtigkeitsbestimmung eines Pa6.
      Wir untersuchen gerade den Feuchtigkeitsunterschieds von der äußeren Schicht unseres Bauteiles (16mm Wandstärke) zur inneren Schicht.


      Mein Gedanke war, mit einer Fräsmaschine Schicht für Schicht abzufräsen, um die einzelnen Schichten zu granulieren. Die Schichten dann nacheinander in einen Restfeuchtemessgerät, um die Feuchtigkeit zu ermitteln. Problem ist aber, durch das Fräsen entstehen erhöhte Temperaturen, welche ein Teil des Wassers schon verdampfen lässt während des Fräsprozesses, somit wird die Feuchtigkeitsermittlung ungenau.

      Habt ihr irgendwelche Ideen wie ich die Feuchtigkeit ermitteln kann, ohne das Wasser verdampft? Gerne auch andere Methoden, muss nicht unbedingt mit einer Fräse sein.

      danke im Voraus
    • Sind die Teile denn konditioniert worden?
      Wie dick sind die Bauteile?

      Was versprichst Du dir davon?
      Wie du schon schreibst, wird das Fräsen und die Zerkleinerung in einer Mühle sich auf das Ergebnis auswirken. Spalten o.ä. würde höchstens funktionieren.
    • Wenn das Teil groß genug ist, versucht es doch mal mit einem Forstnerbohrer. Teil gut einspannen, ganz langsame Drehahl verwenden. Ggf. mit Tiefenanschlag arbeiten, weil der Bohrer sich evtl. plötzlich in das Teil hineinfrißt.
      Je nach Feuchtemessgerät rate ich mindestens zu einer Doppelbestimmung. Das Messgerät sollte schon sehr genau sein und die Drift sollte vorher bestimmt werden (Fehlweisung durch äußere Einflüsse).
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von petersj ()

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    • @qs was ich mir daraus verspreche? gute Frage, ist halt lediglich Bestandteil einer projektbezogenen Arbeit. Dort wird das Verzugsverhalten analysiert.
      Ja sie sind konditioniert, dementsprechend wollen wir schauen ob der selbe Feuchtigkeitsgehalt im gesamten Bauteil nach der Konditionierung vorzufinden ist.

      @pertersj und 1u21 danke für die Tips. Werden die Teile im 1. Versuch nun Schicht für Schicht trocken fräsen mit einem großen Messerkopf und ohne Schnittdruck. Was haltet ihr davon
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    • Hallo,

      die Frage ist, ob der Aufwand nötig ist und ob das Ergebnis aussagefähig ist. Es gibt Berechnungsprogramme ( ich habe mal eins von Bayer gesehen) da kann man für unterschiedliche Materialdicken und Feuchte/Temperatur/ Zeit Bedingungen die Konditionierung berechnen. Gibt es bestimmt bei anderen Materialherstellern auch. Vielleicht kann man das 3 D Modell hinschicken mit den Konditionierbedingungen und bekommt dann das Ergebnis
    • so hat alles geklappt mit einem großen messerkopf mit wendeteller.
      Der Konditionierprozess ist in Ordnung, wurde auch berechnet. Problem ist, wer sagt wie weit die Feuchtigkeit ins Kunststoffteil eindringt? Oder ob nur der äußere Teil voll gesaugt wurde und der Kern nahezu trocken ist? Das wird untersucht und mit anderen konditionierverfahren verglichen, ob das Einfluss auf den Verzug hat. Wenn alle gleich nahezu die selbe Feuchtigkeit zum Kern hin haben, ist es aussagekräftig und zwar das es kein Einfluss auf das Verzugsverhalten an unserem Kunststoffteil hat.
    • Soweit ich weiß, konditioniert man so lange, bis eine Gewichtskonstanz vorliegt. Nach einer Woche hast du mehr Gewicht, als davor. Nach 2 Wochen auch. In der dritten Woche ist das Gewicht wie in der zweiten Woche. Also muss in dem Zeitraum die Zunahme beendet sein. Dann könnte man es noch genauer bestimmen. Wenn man will, bis auf den Tag hinaus und zur Sicherheit einen Tag on top.
      Natürlich nehmen die Randschichten erst die Feuchtigkeit auf. Nun haben wir aber etwas mehr Wanddicke.
      "Hey! Die bekommen Wasser! Wir wollen auch was!" Und so zieht Polymerkette 2, Wasser aus der Kette 1 (Randschicht). Dieses Spiel zieht sich, bis alle gesättigt sind. (Gewichtskonstanz)
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