Düsenmundstück überspritzt. Überwachung?

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    • Düsenmundstück überspritzt. Überwachung?

      Hallo Leute,

      wir haben bei uns in der Firma ab und an das Problem, dass der komplette Zylinder überspritzt wird.
      Meistens liegt es daran, dass das Mundstück nicht mehr sauber abdichtet und bei jedem Schuß minimal Material austritt. Wenn das aber über Nacht passiert, gibt's am nächsten Morgen böses erwachen.

      Wenn das Problem nämlich schon beim ersten Schuß auftritt, nützt leider auch keine Massepolsterüberwachung oder ähnliches.

      Aktuelle ist bei uns jeder Rüster verpflichtet nach einer halben Stunde Laufzeit, die Düse auf Materialaustritt zu kontrollieren.
      Natürlich werden auch die Mundstücke regelmäßig auf Beschädigungen kontrolliert.


      Nun wollte ich aber wissen, ob dies nicht auch anders funktioniert.
      Gibt's keine Sensoren o.ä. welche vorne an der Düse installiert werden und einen Alarm abgeben, sobald sich heißer Kunststoff näher?
      Hat da jemand schon Erfahrungen gesammelt?

      Mfg
    • Hallo,
      neue Düse mit sauberem Radius und entsprechender Bohrung verwenden. Dann den Prozess einstellen und Restmassepolsterüberwachung einstellen. Dann sollte es auch keine Probleme mehr geben.

      Was Du vor hast ist die Überwachung der Aktion. Was aber sinniger ist, ist die Ursache zu bekämpfen. Kenne auch keine Sensorik, die Masse an der Düsenspritze abfragen kann, die unvohergesehen austritt.
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    • Hallo Zusammen,

      Merci für die Antworten.

      wir verwenden natürlich immer die richtigen Düsen bzw. richtige Radien und Bohrungen an Maschine und Werkzeug. Aber wenn die Überspritzung schleichend ist, kann da wenig überwacht werden. Ähnlich wie wenn ein Heißkanal im innern überspritzt wird. Wenn das Restmassepolster bereits von Beginn an mit der Überspritzung eingestellt wird, gibt's auch kein Alarm.

      Außerdem haben wir zum Teil alte Werkzeuge/Maschinen, auf denen das Prozessfenster nicht einfach enger überwacht werden kann.
    • . . . oder das die Materialien nicht ausreichend vorgetrocknet wurden. Dann tritt bei jedem Düsenabhub eine Anfangs geringe Menge aus der Düse aus und wird bei der nächsten Düsenanlage platt gedrückt. Dort bildet sich dann ein Polster, dass dann irgendwann dem Einspritzdruck nicht mehr standhält und zusätzlich noch Material beim Einspritzen durch lässt.
      Zusätzlich zur Massepolsterüberwachung (die nicht zur Überwachung der Dichtigkeit der Düse dienen sollte) kann bei den meisten Maschinen der Nullpunkt der Düse (Anlage der Düse am Werkzeug) überwacht und mit einer Toleranz versehen werden. Wird diese aus Bequemlichkeit bereits am Anfang zu groß gewählt, sind beim Einspritzen nach kurzer Zeit "Tür und Tor geöffnet".
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    • Ich würde auch mal die Düsenanlagekraft überprüfen. Kann euch auch diesen Effekt bringen. Eine Überwachung des Düsenanlagepunktes gibt es bei uns nicht....würde da aber schon denken, wenn man das Massepolster in der Tolleranzüberwachung hat, daß sich man sich damit( natürlich recht genau eingestellt ) mit helfen kann, um nicht immer die ganze Plast-Einheit überspritzt zu haben.
    • Hallo Masterchief
      Zu deiner eigentlichen Frage , gibt es eine Überwachung die ein Überspritzen verhindert !
      Auf Messen habe ich schon so etwas gesehen , sehr einfach aufgebaut. Ein Teller um die Düse der, wenn er nach hinten geschoben wird ( durch herauslaufendes Material zB. ) einen Endschalter betätigt .
      Wo du dann diesen Meldekontakt auflegst ist dir überlassen ( Lampe oder in die Steuerung der Maschine direkt )
      Gruß Matthias
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    • Hallo MasterChief900,

      1. und sinnvollste Lösung, wie schon von meinen anderen Postern geschildert, Düse und Angussbuchse betrachten, Nacharbeiten wenn möglich oder Austauschen.
      2. ebenfalls würde ich überprüfen, ob die Düsenanlagekraft, auch anliegt im Moment --> vielleicht ein klein wenig zu gering eingestellt ?
      3. Nullpunktüberwachung ( Toleranz ) der anliegenden Düse enger stellen ( geht bei einigen Maschinenhersteller nur auf der Serviceebene )

      4. min. Masspolsterüberwachung würde ich nur bedingt nutzen, sagt nicht unbedingt in deinem genannten Bereich etwas aus.
      Kann auch bei anderen Leckagen ansprechen, Kav. überspritzt, HK überspritzt, etc.
      Würde ich mich nicht unbedingt darauf verlassen.
      Wenn es hier dann Störungen gibt.., ist es eigentlich zu spät.

      Unter Berücksichtigung der oben genannten Punkte, sollte das eigentlich kein Problem sein in den Griff zu bekommen.

      Ich finde die Lösung persönlich nicht besonders prickelnd, sich eine Überwachung in diesem Bereich zu zulegen.
      Irgendwann überwacht einer noch die Überwachung von der Überwachung.. ?(

      Lieber sinnvoll das Problem beheben an der Ursache. :thumbsup:

      Weiter wäre eine Frage, warum sind diese immer beschädigt ?

      1. vielleicht einen zu hohen Anlagedruck gewählt ?
      2. Düse beim Anfahren nicht richtig gesäubert ?
      3. Spritzaggregat nach Schneckenreinigung nicht sauber ausgerichtet zur Angussbuchse ?
      4. Einstellschrauben verschlissen am Aggregat, dadurch ebenfalls nicht sauber ausgerichtet ?

      Ich würde lieber diesen Weg gehen, bevor ich Geld zum Fenster raus Schmeiß.

      Grüße

      The Problem Solver

      @ BastiWest :

      PAPPE ????? ?( , sehr abenteuerlich 8|
    • Düse nicht mittig?
      Dann würde oben die Frage lauten: Anguss bleibt immer DSig


      Nun zur Frage:
      Eine Überwachung am Aggregat für den Austritt von Material aus der Düse?
      Überwachung ist toll, wie ihr es gelöst habt auch - besser geht es nicht.

      Aber, das Problem ist nicht behoben.

      • Grundsätzlich könnte man das Aggregat anliegend lassen, sofern es der Prozess zulässt. Bei Demag gibt es zB den Anlage-Restdruck.

      • Dann wäre der Anlagedruck im allgemeinen, bitte nicht zu hoch und nicht zu wenig. Der lässt sich aber an einer Krauss Maffei gar nicht einstellen - zumindest MC3 und MC4
      • Dekompression. Diese sollte nicht außer Acht gelassen werden. Wenn dort die Dekompressionsgeschwindigkeit schlecht gewählt wird unterstützt die Dekompression nicht den Prozess. Auch der Weg der Dekompression sollte entsprechend gewählt werden.
      • Nun kommen wir noch du der Düsentemperatur. Meist hilft es, wenn diese der 3. Zone entspricht. Bsp 200 210 200
      • Dass die Dosierzeit, der Aggregatweg und die Dosierverzögerung der Kühlzeit angepasst sind, das setze ich voraus - nicht, dass das Aggregat schon bei der hälfte der Kühlzeit schon abgefahren ist.

      Ganz wichtiger Punkt, wie @petersj schon ansprach: Vortrockung muss ausreichend sein - aber auch hier: Nicht Tottrocknen!

      PS: Wir haben zu 80% Flachdüsen, das passt nicht zur Fachwelt, wir sind aber glücklich damit :D
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