Buchse einlegen

    • Buchse einlegen

      Hallo zusammen,

      ich stehe vor einem neuen Projekt.

      Es sollen Buchsen verschiedener Art automatisiert in ein Werkzeug eingelegt werden.
      Dabei besteht ja oft das Problem, dass die Buchsen nicht auf dem dafür vorgesehenen Kern halten und vom Spritzdruck "unterspült" werden.
      Optimaler Weise halte ich dann aus der DS mit einem kleinen Kern dagegen (Buchse steckt auf Kern in der AS). Wenn aber kein Durchbruch im Kunststoffbauteil von der DS aus da sein darf, welche Möglichkeiten habe ich dann?

      Ich hoffe ihr versteht was ich meine und ich muss keine Skizze präsentieren.... :)
    • pfeifer schrieb:

      Ich hoffe ihr versteht was ich meine und ich muss keine Skizze präsentieren....
      Also, wenn du schon hier Hilfe erwartest, dann sollte auch eine Skizze dir nicht zuviel sein! :thumbdown:

      Zu deiner Frage: Wenn Einlegebuchsen im Werkzeug nicht mit Gegendruck vor Hinterspritzen gesichert werden können, dann werden sie normalerweise ins Spritzgussteil nachträglich eingedrückt oder "heiss eingebettet" ...
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    • HK 60 schrieb:

      Hallo Pfeifer,

      1. sind das Sackloch- oder Durchgangsbuchsen?
      2. zu der Wechselbarkeit muesste man den Artkel kennen. Wechelseinsatze bzw. -aufnahmen sind da eine Moeglichkeit
      3. Aus welchem Material sind die Buchsen?

      HK 60
      1.) Grundlochbohrungen
      2.) Ich klann dir bezüglich Wechselbarkeit nicht folgen. :)
      3.) Messing

      Behrens schrieb:

      pfeifer schrieb:

      Ich hoffe ihr versteht was ich meine und ich muss keine Skizze präsentieren....
      Also, wenn du schon hier Hilfe erwartest, dann sollte auch eine Skizze dir nicht zuviel sein! :thumbdown:
      Zu deiner Frage: Wenn Einlegebuchsen im Werkzeug nicht mit Gegendruck vor Hinterspritzen gesichert werden können, dann werden sie normalerweise ins Spritzgussteil nachträglich eingedrückt oder "heiss eingebettet" ...
      Da du die Problematik mit dem "unterspülen" verstanden hast ist denke ich keine Skizze nötig.

      Nachträgliches einbringen ist mir bekannt, fällt aber in diesem Fall aufgrund der Sonderbuchen/Einleger raus.



      Ich habe davon gehöhrt das man Buchsen mit einem oder zwei Gewindegängen von Hand eindreht um die "Niederhaltung" zu gewährleisten. Da ich autmatisiert einlegen muss und meine Einleger kein Innengewinde haben, fällt das auch raus. Magnet ist in dem Fall ja auch nicht die Lösung (Messing). Der Kern, aus der DS wäre da optimal darf aber nicht verwedet werden.

      Da ist nochmal meine Frage, wie ich das unterspülen vermeiden bzw. das positionieren der Buchsen gewährleisten kann.

      Gruß und Danke für eure Antworten
    • petersj schrieb:

      Was ist mit Vakuum / Saugen? Klemmen per federbelasteter Kugel?
      Ich wusste das es solche Dinge gibt, da fehlt mir aber jegliche Erfahrung.

      Vakuum Saugen würde den Einleger vermutlich auf den Kern "ziehen".
      Klemmen per federbelasteter Kugel kann ich mir gerade nicht vorstellen.

      Wie sieht das in der Praxis aus? Was kann man da von der Stange kaufen?
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    • Hallo,

      das ist bei uns Tagesgeschäft. Mach Dir Kerne aus Auswerfern die im Durchmesser etwas größer als das Kernloch für das Gewinde sind. Lass Dir dann per Drahtschneiden kreuzförmig Nuten in den Auswerfer schneiden, so dass praktisch in dem Bereich wo die Buchsen aufgenommen werden müssen vier "Backen" übrig bleiben. Bring eine Fase an den Auswerfer an.

      Wenn nun der Roboter die Teile einlegt, weichen die Backen des Auswerfers minimal nach innen aus (durch die Nuten). Der Gegendruck reicht, dass die Buchsen recht gut auf Position gehalten werden.

      Nun müsst ihr jedoch noch die Angussverlegung optimieren, dass der Bereich zwischen Kavität und Buchse möglichst früh gefüllt wird.

      Haben damit die besten Erfahrungen gemacht. Die Kerne sind kostengünstig und leicht herzustellen. Unter Umständen muss das Einspritzprofil angepasst werden, da durch den Spritzdruck auch hier noch eine Bewegung der Buchse nicht zu 100% ausgeschlossen werden kann. Aber wie gesagt, wir haben da kaum noch Probleme.

      MfG

      Klabuster
    • Eine Madenschraube mit federbelasteter Kugel, quer im Aufnahmekern.
      wdscomponents.de/product/3053/…0c5Q1fEAYYASABEgIK8fD_BwE
      Die gibt es in diversen Längen, Gewinden, mit Innensechskant, Schlitz, Kreuzschlitz, Stift aus Stahl,und Kunststoff und ich glaube auch selbst sichernd. Muss auch nicht von diesem Händler sein. Kann jeder Schraubenhändler auch in Edelstahl liefern.
      kippwerk.de/de/de/Produkte/Bed…l-LONG-LOK-gesichert.html

      Ob es "fertige Arbeit " gibt, weiß ich nicht. Aber ist Werkzeugbau nicht immer "innovativ"?
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    • Muss ich jetzt wirklich erklären, was Saugen und ein Vakuum sind??

      Die Buchse wird sicherlich eine gewisse Dicke haben. über einen Vakuumkanal, der von einer entsprechenden Druckluft-Vakuumeinheit zyklisch unter Vakuum gesetzt wird kann die Buchse an ihren Sitz gezogen werden.
      Allerdings: ohne Wartung und Pflege geht auch hier nichts. Das ist nun mal so.
    • petersj schrieb:

      Muss ich jetzt wirklich erklären, was Saugen und ein Vakuum sind??

      Die Buchse wird sicherlich eine gewisse Dicke haben. über einen Vakuumkanal, der von einer entsprechenden Druckluft-Vakuumeinheit zyklisch unter Vakuum gesetzt wird kann die Buchse an ihren Sitz gezogen werden.
      Allerdings: ohne Wartung und Pflege geht auch hier nichts. Das ist nun mal so.
      Das ist mir schon klar. Nur stelle ich in Frage, ob zB. 6mm Sauger genug Unterdruck erzeugt um eine Buchse in Position zu halten. Da habe ich eben keine Erfahrung.
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    • Es geht hier nicht um einen "Saugnapf". Wir haben ein 2-K-Werkzeug in dem die Einleger per Unterdruck festgehalten werden. Oben auf dem Werkzeug ist ein entsprechender Vakuumgenerator befestigt, der mit entsprechenden Tunneln mit den Kavitäten verbunden ist. Die Unterdruckkanäle sind an den "Ansaugstellen" 3mm und als einfache Bohrung ausgeführt. Die Form kann man sicherlich - wenn nötig - auch anders gestalten (z.B. als Halbmond oder anderes).
    • petersj schrieb:

      Es geht hier nicht um einen "Saugnapf". Wir haben ein 2-K-Werkzeug in dem die Einleger per Unterdruck festgehalten werden. Oben auf dem Werkzeug ist ein entsprechender Vakuumgenerator befestigt, der mit entsprechenden Tunneln mit den Kavitäten verbunden ist. Die Unterdruckkanäle sind an den "Ansaugstellen" 3mm und als einfache Bohrung ausgeführt. Die Form kann man sicherlich - wenn nötig - auch anders gestalten (z.B. als Halbmond oder anderes).
      Das beseitigt allerdings meine bedenken allerdings nicht so ganz. Bei deinem Beispiel sind ja sicher mehrere "Tunnel mit Vakuum an dem Bauteil".

      Aber dennoch schon mal Danke für die ausgiebigen Rückmeldungen
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    • Entschuldigung das ich in der Mehrzahl formuliert habe.
      Nein, es ist ein Einzelstück und auch nur mit einem Tunnel.
      Unser Werkzeugmacher sah das als überhaupt kein Problem an. Im Gegenteil: Der Vorschlag kam von ihm. Ich war davon ausgegangen, dass der Einleger selbstständig halten "muss".