2K Spritzguss mal anders / zuerst weich, dann hart

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    • 2K Spritzguss mal anders / zuerst weich, dann hart

      Hi zusammen,

      2k Spritzguss ist ja nichts besonderes, meistens aber zuerst hart, dann weich.

      Hat schon mal jemand den umgekehrten Fall gehabt?
      Zuerst TPE (50 Shore) und dann PP.

      Wenn wir von größren Flächen reden, würde das TPE (welches zuerst da wäre...) vom PP
      weggespült werden?

      Mit ziemlicher Sicherheit ja oder? (weil wärmer + höherer Druck)

      Es handelt sich um Gedanken bei einer Produktentwicklung und da kommen
      manchmal totale Querideen hoch.


      Danke für eure Meinungen und Erfahrungen
    • Hi,

      angeblich hat die Firma Kraiburg TPE das schon in Großserie umgesetzt, habe ich mal in einem Projekt mitbekommen. Dort wird zuerst eine Dichtung im Formteilinneren gespritzt, dann gedreht und darüber die "harte" Komponente.
      Es kommt aber sicher darauf wie die Weichkomponente beschaffen ist und wie sie überströmt wird, grundsätzlich sollte die PP-Fließfront aber über dem TPE erstarren und in der plastischen Seele fließt das Material weiter.
      Was man noch als Beispiel nennen kann wäre das In-Mould-Labelling, das funktioniert ja auch, da wird die Folie nicht durch die Schmelze zusammengestaucht, der Druck im Fließkanal fixiert diese nämlich (Haftreibung), denn er drückt ja die Folie auf die Werkzeugwand. Die Schmelze darf nur nicht Hinter die Folie.
      Wenn man also die weiche Komponente auch nach diesem Prinzip gestaltet (Dünner, aber füllbarer Film am Anfang wo das PP das TPE erreicht, der in die gewollte Geometrie übergeht) kann das TPE so durch das PP fixiert werden.

      Gruß
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