Werkzeugwandtemperatur-Sensor regelt und optimiert den Spritzgießprozess.... Funktioniert das wirklich prozesssicher?

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    • Werkzeugwandtemperatur-Sensor regelt und optimiert den Spritzgießprozess.... Funktioniert das wirklich prozesssicher?

      Hallo,

      hat jemand in der Praxis schon das Umschalten per Temperatursensor auf Nachdruck gemacht?

      Funktioniert das?

      Danke!

      Siehe Info aus dem Netz:

      Der Spritzgießprozess wird bestimmt durch den Druck- und Temperaturverlauf im Werkzeug. Während sich die Werkzeuginnendruck-Messung als bestimmende Qualitätsgröße seit Jahren etabliert hat, werden die Vorzüge der Werkzeugwandtemperatur-Messtechnik im Spritzgießen gerade erst entdeckt.
      Der neue Werkzeugwandtemperatur-Sensor von PRIAMUS zeichnet sich aus durch einen extrem kleinen Sensorkörper, der direkt – also ohne Fassungshülse und Stahlrohr – mit einem flexiblen Anschlusskabel verbunden ist. Die kompakte Konstruktion ermöglicht einen Einbau auch bei kleinsten Formteilen, wobei die geringe Masse des Sensors einen schnellen Signalanstieg bewirkt.
      Eingebaut am Ende des Fließwegs kann das Signal zur automatischen Umschaltung auf Nachdruck verwendet werden. Im Gegensatz zu konventionellen Umschaltmethoden z.B. basierend auf einer Druckschwelle kann dieses Verfahren auf Viskositätsänderungen reagieren, da nur dann umgeschaltet wird, wenn die Kavität auch tatsächlich gefüllt ist.
      Das gleiche Prinzip wird zur Steuerung von Kaskadenverfahren verwendet, indem ein Werkzeugwand-Temperatursensor neben jedem Anschnitt platziert wird. Sobald die Schmelze den Sensor erreicht, wird ein digitales Signal an die Kaskadensteuerung gesendet, die dann abhängig von der Position der Schmelze die Verschlussdüsen öffnet bzw. schließt.
      Eine weit verbreitete Anwendung ist das Balancieren von Mehrfach- oder Mehrkomponenten-Heißkanalwerkzeugen. Auch hier wird mit Hilfe von Werkzeugwandtemperaturen automatisch die optimale Einstellung des Heißkanalreglers ermittelt, so dass alle Kavitäten exakt zum gleichen Zeitpunkt gefüllt sind.
    • wir haben es versucht ... sind aber leider damit gescheitert, weil u.E. das Prozessfenster der Sensortechnik zu grob ist, sodaß die Regelung der SGM nicht damit
      klargekommen ist ... wir hatten mit ein und der selben Einstellung Teile (Schuß) nicht voll, i.O oder überspritzt in verschiedenen Probeläufen.
      Ist keinesfalls vergleichbar mit ID-Umschaltung !!
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    • rafi170 schrieb:

      Eingebaut am Ende des Fließwegs kann das Signal zur automatischen Umschaltung auf Nachdruck verwendet werden. Im Gegensatz zu konventionellen Umschaltmethoden z.B. basierend auf einer Druckschwelle kann dieses Verfahren auf Viskositätsänderungen reagieren, da nur dann umgeschaltet wird, wenn die Kavität auch tatsächlich gefüllt ist.
      Ich weiß nicht, auf welcher Plattform du diesen Text gefunden hast, aber diese Aussage ist völliger Unsinn, zudem ist sie falsch! Die präziseste Wiederholgenauigkeit des Füllens der Kävität ist nur mit Innendruck möglich, zu dieser Technik gibt es noch keine Alternative!! Das Umschalten (Volumenbestimmung) mit einem Temperatursensor verändert sich, sobald sich die Fließfronten nur leicht verschieben. Mit dem WID wird beim Füllen über eine Druckschwelle(!!) umgeschaltet (Fühlerposition bei 20% vor Fließwegende bzw. auf 80% des max. Fließweges) und damit ist sichergestellt, dass der Füllzustand auch bei Viskositätsveränderungen unverändert bleibt. Ich habe diese Erfahrung aus 35 Jahre intensiven Arbeitens mit Werkzeugsensorik gewonnen, und kann aus dieser Erfahrung/Überzeugung nur jedem Spritzgießer raten, sich auf nichts anderes einzulassen, es ist und bleibt die präziseste Art der Volumenbestimmung beim Einspritzen!
    • rafi170 schrieb:

      hat jemand in der Praxis schon das Umschalten per Temperatursensor auf Nachdruck gemacht?
      Hallo rafi170,

      ob das Ganze als Einzelsensorik funktioniert kann ich Dir zwar nicht sagen.
      Wir setzen die Temperatursensoren in Kombination mit Inndendrucksensoren ein.
      Wenn es also rechts hinten drückt kann man die Sensorik gerne nutzen um danach Umzuschalten.
      Es ist sozusagen ein i-Punkt für den Werkzeuginnendrucksensor die Temperatur noch mit abzugreifen und die Zeit und somit die eventuell eintretende Viskositätsänderung der Masse mit einzubeziehen.
      Du benötigst jedoch immer wieder eine Auswerteeinheit die in die Maschine integriert werden muss und kostenmässig nicht zu verachten ist.
      Hast Du eine direkte Anwendung oder wie kommst Du überhaupt auf das Thema?

      Otl. E.
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    • Otl. E. schrieb:

      Es ist sozusagen ein i-Punkt für den Werkzeuginnendrucksensor die Temperatur noch mit abzugreifen und die Zeit und somit die eventuell eintretende Viskositätsänderung der Masse mit einzubeziehen.
      Wenn man im Technikum oder wissenschaftlich das Ganze Theme bearbeiten will, ist das vielleicht angebracht, jedoch für die Serienfertigung unsinnig.

      Otl. E. schrieb:

      Du benötigst jedoch immer wieder eine Auswerteeinheit die in die Maschine integriert werden muss und kostenmässig nicht zu verachten ist.
      Dieses ist seit mindestens 30 Jahren Standard in den Maschinen, nennt sich "Umschalten mit Werkzeuginnendruck" ....

      Otl. E. schrieb:

      Hast Du eine direkte Anwendung oder wie kommst Du überhaupt auf das Thema?
      Das Thema ist seit 30 Jahren überfällig!! @rafi170 fängt endlich an, über *beherrscheten Spritzguss* nachzudenken :thumbsup: Weiter so, endlich mal *Spritzguss auf dem Stand der Technik* :!: :!: