Konstruktion von Schraubdomen / Nocken

    • Konstruktion von Schraubdomen / Nocken

      Da ich vorhin im falschen Bereich gepostet habe nochmal hier:

      Hallo liebe Mitglieder,

      leider bin ich zu folgendem Problem gelangt: In der Literatur habe ich unterschiedliche Auffassung zur Kontruktion von Schraubdome oder eben auch Nocken lesen können und würde gerne mal von Euch wissen, was denn jetzt richtig sei.
      Bei meiner aktuellen Konstruktion habe ich mich an folgendes gehalten: Der Außendurchmesser (D) vom Schraubdome ist 2.5*Innnendurchmesser (d). Die Wandstärke hinter dem Loch ist 0.7*Wandstärke (W). Die Wandstärke von dem Schraubdom sollte 0.5*W sein. Die Wandstärke (W) ist 2.5mm.
      Zusammengefasst: Wandstärke ist 2.5mm Innendurchmesser(d) ist 1.6mm, Außendurchmesser(D) ist 4mm und Wandtsärke vom Schraubdom ist 1.2mm.

      Da ja die oberste Konstruktionsregel lautet, dass man einheitliche Wandstärken benutzen soll, würde mich mal interessieren, ob es durch so eine Konstruktion zu Verzug kommt?

      Für hilfreiche Antworten schon mal Danke im vorraus.
    • Hallo,

      die Gestaltung der Schraubdome in der Weise ist ja genauso um der Wanddickenregel zu genügen.
      Schwindungsunterschiede sind aufgrund der unterschiedlichen Abkühlraten nicht vermeidbar, das führt bei Schraubdomen aber eher zu Einfallstellen, im schlimmsten Fall Lunkern. Die Schwindungsunterschiede haben immer dort leichtes Spiel wo die Konstruktion nicht besonders steif ist (andere Regel: ebene Flächen vermeiden). Viel wichtiger ist es also in deinem Fall wie der Schraubdom an dein Bauteil angebunden ist - also ob durch Rippen eine ausreichend hohe Steifigkeit gegeben ist. Ich sehe zur Zeit immer Konstruktionen wo der Schraubdom in Form eines Klotzes mit Loch umgesetzt wurde - am Besten noch am Fließwegende damit man einen dicken Lunker reinbekommt. Mach dir also auch Gedanken wie der Nachdruck wirken kann um den Schwund zu kompensieren.
      Das alles - bzw den besten Kompromiss - in einer Konstruktion umzusetzen ist die Kunst.

      Gruß
    • Hier ist mal ein Bild, wie ich den Schraubdom mit der Gesamtkonstruktion verbunden habe.

      Am liebsten hätte ich den Schraubdom gar nicht mit der linken Wand in Berührung kommen lassen, sondern über Rippen verbunden, aber das war aus praktischer Sicht nicht anders anwendbar.
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    • Ich habe vorhin mal nachgemessen und die Wandstärke ist am Übergang 2.5mm, also Wandstärke. Wenn ich die einbuchten würde, wäre die Wandstärke ja geringer als 2.5mm. Kann ich das Ganze also doch so lassen?

      Du scheinst dir 100% sicher zu sein, dass ich Einfallstellen oder Lunker bekomme. Ist das doch eher eine Vermutung?
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    • Mache ich natürlich gerne.
      Es geht hier um eine zylindrische Verschalung mit zwei Hälften.

      Die "Löcher", wie Du sie auf dem Foto siehst sind dafür da um die Schraube aufzunehmen. Man dreht die Schraube dort herein und kontert dann die andere Hälfte. Auf dem Bild sind zwei Entwürfe. Beim oberen habe ich noch ein wenig Material ausgeschnitten, damit das ganze nicht so spitz zuläuft und bruchgefährdet ist. Ich füge nochmal ein zweites Bild an.
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    • Hallo,

      also ob das Sinn macht kommt darauf an wie die Belastung an dieser Stelle ist. FEM-Analyse vorhanden oder ist weiß man da anderweitig mehr?

      Wenn die zylindrische Schale an der Zylinderachse auf Zug belastet ist hast du durch die Aussparung eine relativ runde, aber tiefe Kerbe. Ich glaube besser wäre es dann die scharfe Kante mit einem Radius zu versehen.
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