Sehr kleines Formteil auf 88 T Maschine

    • Sehr kleines Formteil auf 88 T Maschine

      Liebes Forum,


      vielen Dank erstmal für die Aufnahme in das Forum und die Möglichkeit hier meine Fragestellung zu äußern.
      Ich komme beruflich gesehen nicht direkt aus der Kunststoffverarbeitung , werde mittlerer weile aber immer häufiger damit konfrontiert.

      Es geht darum, ein Formteil von nur 0,69 g (Netto ohne Anguss), Wandstärke 1mm, in einem 1-Kavitäten Werkzeug, auf einer 88 Tonnen Maschine zu spritzen. Der Schneckendurchmesser beträgt 36mm. Werkstoff: PP GF 30. Maximales Schussgewicht für die Schnecke mit PP GF 30 circa 68g.

      Mir ist bekannt, dass man sich im Bereich 25-80 Prozent der „Kapazität“ befinden sollte.Die lange Verweilzeit der Schmelze stellt sicherlich ein Problem dar. Sollte die Temperatur dann möglichst gering gehalten werden um die Schmelze zu schonen?
      Zudem frage ich mich ob der Prozess gut regelbar und somit reproduzierbar ist.

      Über euren Input und eure allgemeinen Erfahrungen zu dem Thema wäre ich euch sehr dankbar.

      Liebe Grüße

      Erik
    • Deine Maschine ist definitv zu groß für dein Formteil!!
      Über die zulange Verweilzeit des Materials in der Schnecke, über den kaum steuerbaren Prozeß ( Die Schnecke wird beim spritzen ja kaum bewegt, da kann man auch nicht von einer vernünftigen Prozeßregelung sprechen ) bis zu dem, daß es einfach schon "interessant" aussieht so ein kleines WKZ auf einer 88to-Maschine.
      Du hast es ja schon angedeutet, Schussgewicht ohne Anguss 0,69gr, max Schussgewicht 68gr. Sprich du nutzt bei jedem Zyklus ( nehmen wir jetzt mal wirklich einen doppelt so großen Anguss an ) nur 3% (!!!!!!) der Schnecke.
      Also kleine Maschine suchen, es gibt ja sehr gute Angebote in diesem Bereich!!!
    • Definitiv zu groß.
      Die Zuhaltekraft kann sicherlich auf 50tons reduziert werden, ist dann aber auch noch heftig. Mit dem Schneckendurchmesser kommt bei den kleinen Verarbeitungsmengen nichts wirklich Reproduzierbares heraus. Also entweder versuchen eine kleinere Zylindergarnitur zu bekommen oder tatsächlich eine andere Maschine suchen. Das Absenken der Temperaturen zur "Schonung" des Materials funktioniert nicht. Die Masse muß aufgeschmolzen und sinnvoll homogenisiert werden. Eine Absenkung der Temperaturen wird zu mehr Scherung und ggf. auch zu vermehrtem Bruch der Glasfasern führen. Damit geht dann die Mechanik zugrunde.
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