Newbie sucht Antworten .... Nachdruck , Nachdruckzeit, Schwindung

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    • Newbie sucht Antworten .... Nachdruck , Nachdruckzeit, Schwindung

      Hallo Liebe Leute ,

      ich arbeite in Instandhalstung und zurzeit habe ich immer mehr mit der KA ( Kunstoff Abteilung ) zur tun . Ein Mitarbeiter hat mir zwar erklärt die verschiedne möglichkeiten der Maschine usw.

      Wie das so ist hatt man immer paar Fragen dazu und würde mich freuen wen ich die hier stellen dürfte .

      Ein Besipiel

      Werkstück mit eine Passung . Die Passung ist zur eng ( so habe ich das letztens in der Abteilung mit bekommen ) was tut man ?

      Nach dem ich bisschien mich durchgelesen habe würde ich mit dem Nachdruck gegen wirken um Ausgleichen der thermische Schwindung . oder ?


      Also den Nachdruck erhöhen ? :huh:
      oder vieleicht sogar Nachdruckpunkt ändern ?



      oder ist der Ansatz falsch ?! :/

      Für Informationen Danke ich voraus
    • Hallo,

      also Schwund ausgleichen durch höheren Nachdruck ist eine Möglichkeit. Der Nachdruck muss aber auch ankommen (Stichwort Siegelzeit - Zeit bis der Anguss eingefroren ist). Stellt man fest dass der Anguss zu früh einfriert helfen auch Maßnahmen diese Zeit zu verlängern, auch wenn diese geringeren Einfluss haben. (Werkzeugtemperatur rauf, Massetemperstur rauf)
      Das Material schwindet aber auch weniger wenn es schneller eingefroren wird, sprich das Werkzeug kälter gefahren wird. Dafür friert der Anguss dann auch früher ein. Man sieht dass beide Maßnahmen gegenläufig sind aber beide zu einer Besserung führen können. Es kommt also darauf an wie das Teil genau beschaffen ist, also wandstärkenmäßig, wann was einfriert usw. Der Schwund im Datenblatt ist ja nur der mittlere Schwund über diese genormten Platte, in der Randschicht schwindet das Material weniger - der Schwund in den Massenanhäufungen ist viel höher. Also: Kunststoff ist Teufelszeug :D

      Ich hab mal von Kistler einen Vortrag gehört, da wurde ein Programm zur statistischen Versuchsplanung vorgestellt. Da gibt man Bauteilmerkmale vor (Maße, Optik...). Dann werden Parametergrenzen eingestellt, Parameterkombinationen gespritzt und das Programm kann dann die Einflüsse jedes Parameters auf definierten Merkmale berechnen, sogar interpolieren und sagen ob ein Merkmal/Maß überhaupt erreicht werden kann.
    • Ein kleiner Nachtrag zum schnellen Abkühlen. Materialien wie PP und PE haben eine Nachschwindung. Je kälter das Werkzeug gefahren wird, umso größer wird die amorphe Randschicht, jedoch fängt diese an nachträglich zu kristallisieren. Dies führt zu einer merklichen Nachschwindung und die Teile verziehen sich über die Zeit.
      Da hilft nur eine saubere Temperierung und Werkzeugauslegung, um die Nachdruckphase möglichst lang und schonend zu gestalten, um dieser Problematik Herr zu werden.
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