Berechnung Durchwärmung Spg-werkzeug

    • Berechnung Durchwärmung Spg-werkzeug

      Hallo zusammen,

      erstmal ein freundliches hallo in die gesamte Runde hier, ist mein erster Beitrag.

      Ich starte mal direkt mit meiner Frage.

      Wie der Titel schon sagt möchte ich gerne wissen ob Ihr schon öfter die Zeit berechnet habt, die ein Spritzgusswerkzeug benötigt um komplett auf Temperatur zu sein.
      Es handelt sich bei uns im Unternehmen um hochpräzise Prägewerkzeuge mit Tauchkantentechnologie. Fährt der Einrichter den Prozess zu früh an sind alle Teile Ausschuss!
      Da ich neu bin im Unternehmen möchte ich mir die Problematik anschauen und eine Vermerk auf dem Rüstzettel machen.

      Mein Ansatz wäre der rein theoretische aus meinem Physik Buch.

      Kann mir von euch einer Details geben auf die man achten muss, wie z.b. Kühlkanaldurchmesser, Durchfluss, Außentemperatur etc.?

      Vielen Dank schonmal für eure Hilfe
      Grüße Philipp
    • Hallo

      ich würde es bei mir per Simulationssoftware berechnen lassen. Ich denke mit reiner Physik und rechnen wird es nicht hinkommen. Es gibt genug Büros welche solche Simulationen machen. Wenn Du clever bist, lädst Du eine solche Softwarefirma ein und gibst als Hausaufgabe dein 3 D Modell des Werkzeuges mit und diese berechnen dir das.
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    • Den Weg würde ich auch gehen. Mit Stift und Papier wirst du nicht weit kommen, da einfach zu viele Einflüsse eine Rolle spielen, die du auch per Hand nicht berechnen kannst(Instationäre und inhomogene Wärmeleitung!). Zu beachten ist, dass die Simulation nur so gut ist, wie der Mensch, der sie füttert.
    • Philipp1612 schrieb:

      Danke für deine Antwort.

      Die Möglichkeit es über die Simulation ist natürlich super und ich werde mich darum bemühen.

      Die einfachste Methode die mir gerade gar nicht in den Sinn gekommen ist, ist die Überprüfung mittels Wärmebildkamera.
      Bei der Wärmebildkamera ist zu beachten, dass spiegelnde Oberflächen an den relevanten Flächen, eine Messung mit der Wärmebildkamera unmöglich machen. Du nimmst da auch alle anderen warmen Objekte mit, die mit dem passenden Winkel auf die zu messende Fläche treffen. Ein einfacher Temperaturfühler bringt dir da mehr, jedoch gibt ein offenes Werkzeug auch die Wärme stärker nach außen ab als ein geschlossenes Werkzeug.
      Eventuell wäre ein Temperatursensor, der an der kritischen Stelle verbaut ist, sinnvoller. Er liefert so die Infos, die auch während des Prozesses abrufbar sind.
    • 1u21 schrieb:

      Bei der Wärmebildkamera ist zu beachten, dass spiegelnde Oberflächen an den relevanten Flächen, eine Messung mit der Wärmebildkamera unmöglich machen. Du nimmst da auch alle anderen warmen Objekte mit, die mit dem passenden Winkel auf die zu messende Fläche treffen. Ein einfacher Temperaturfühler bringt dir da mehr, jedoch gibt ein offenes Werkzeug auch die Wärme stärker nach außen ab als ein geschlossenes Werkzeug.
      Eventuell wäre ein Temperatursensor, der an der kritischen Stelle verbaut ist, sinnvoller. Er liefert so die Infos, die auch während des Prozesses abrufbar sind.
      Danke dass du mir die Fehlerquellen noch einmal aufgeführt hast.
      Ich habe diese im Kopf und werde sie jetzt entsprechend sondieren um eine Auswahl zu treffen, welches Gerät in Frage kommt.
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    • Hallo Phillip1612,

      kleine anmerkel noch von mir.
      Du redest gerade von einer " Jetzt " Situation bei der Aufnahme deiner Daten.
      Wichtig wäre hier auch mit in Betracht zu ziehen,

      - Umgebungstemperatur ( Jahresabhängig )
      - Medien Temperatur ( Jahresabhängig )

      Selbst bei renommierten Pharmaproduzenten, die unter Reinraumbedingungen herstellen
      ( wo immer Konstante Werte herrschen sollen ), ist es nicht so unter Berücksichtigung der
      Jahreszeiten.

      Grüße
    • Hallo @TheProblemSolver,


      TheProblemSolver schrieb:

      - Umgebungstemperatur ( Jahresabhängig )
      - Medien Temperatur ( Jahresabhängig )
      das diese Parameter *Jahresabhängig* sein sollen, verstehe ich nicht ... oder meinst Du *Jahreszeitenabhängig*?

      Jahreszeitenabhängige Temperaturen bzw. Temperierung an den Werkzeugen würde jedoch bedeuten, dass ein schlechtes Kühlsystem vorhanden wäre! Nach dem Motto: Prozessqualität nach Wetterkarte :thumbdown:
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    • TheProblemSolver schrieb:

      Ich denke, das sehr viele damit zu tun haben..,
      alleine durch meinen Job, bekomme ich das jeden Tag mit.
      DAS ist allerdings ein Trauerspiel!! Qualität nach Wetter :thumbdown: :thumbdown:


      Aber nach wie vor ist allgemein die Thermografie beim Spritzguss ein großes unbekanntes schwarzes Loch .... nicht einmal 5% der Spritzgießer machen bei Musterungen Wärmebilder, dabei sind die Wärmebilder so extrem wichtig, um den Prozess thermisch reproduzieren zu können :!: :!:


    • Aber leider wird bei denen die es anwenden, auch zu 50% nur Schätzwe4rte ermittelt. Wir haben externe Firmen, welche per Wärmebildkameras Schaltschränke e..t.c prüfen. Wenn man die befragt zum Thema Thermografie. .... Ähnlich ist es in der Kunststoffverarbeitung. Da werden Aufnahmen ohne Korrekturfaktoren gemacht, da wird die Abstrahlung der Maschinendüse nicht beachtet....
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    • Hallo Behrens,

      ich habe auch eine Qualifikation mit mehr als einer Woche im Thema Thermografie gemacht. Und kenne dadurch einige Problemchen die man einfach beachten muß bei der Thermografie. Man kann nicht einfach eine Kamera kaufen und loslegen ohne es zu verstehen. Das meine ich. Ich habe eben schon das Gegenteil erlebt, dass unqualifizierte Aufnahmen und Auswertungen gemacht wurden.