Hydraulik/Elektrikproblem lösen / Arburg Hydronica

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    • Hydraulik/Elektrikproblem lösen / Arburg Hydronica

      Hallo liebes Forum.

      Nachdem wir eine ältere Arburg in Betrieb genommen haben mussten wir ein Thermoregler tauschen, dabei sind 2 abgeriebene Kabel aneinandergekommen und wir mussten die Sicherheitsschaltung reparieren.
      Soweit gemacht, Schaltung funktioniert laut Anzeige, Thermoregler geht nun auch.

      Allerdings scheint die Pumpe nicht mehr anzusprechen. Die sichtbaren Hydraulikventile schalten auch soweit alle. Ich weiß wirklich nicht mehr wo das Problem liegen könnte da vorher alles funktionierte.
      Da das erst in Zusammenhang mit den 2 Kabeln aufgetreten ist kann ich mir einen Pumpenschaden auch nicht wirklich vorstellen.

      Pumpenmotor lässt sich einwandfrei einschalten, Geräuschpegel ist der gleiche wie vorher. Drücke ich nun "Werkzeug schließen" hört man allerdings weder einen Druckaufbau der Hydraulik noch zeigt das System einen Fehler an.

      Im Anhang der Hydraulikplan , selbst das rot markierte Ventil ( Öl vorwärmen ) schaltet aber es kommt nichts an.
      Einige Stromlaufpläne habe ich auch noch aber leider nicht alle.

      Ich bin hauptberuflich Werkzeugkonstrukteur und mein Kollege Kunststoffformgeber. Dieser kennt sich allerdings auch nicht so gut mit alten Maschinen aus, also verzeiht uns bitte!

      Falls jemand dazu etwas sagen kann wäre ich demjenigen unendlich dankbar!

      Grüße,
      Bernd
      Dateien
    • Habt ihr schon alle Sicherungen im Schaltschrank geprüft? Vor allem die kleinen Glasrohrsicherungen?
      Das hört sich stark nach einem elektrischen Problem an. Mit der Hydronika kenne ich mich leider nicht aus. Aber ich gehe davon aus,
      dass das Ventil für die Pumpenansteuerung nicht reagiert. Es ist aber auch möglich, dass in der Sicherheitsstrecke noch ein Fehler ist.
      Ohne Schaltplan für mich aus der Ferne aber unmöglich den Fehler einzugrenzen.
    • Hallo und danke für die Antwort!

      Glasrohrsicherungen sind geprüft und gut. Bei der Kabelaktion ist auch eine geflogen. Haben wir dann ordentlich gemacht und die Sicherung getauscht und alles funktionierte soweit wieder.

      Was wir allerdings nicht überprüft haben sind diese Leistungstransistoren wovon auch einige hinten im Schrank sitzen. Müsste mir noch anlesen ob man die prüfen kann und das zusätzlich die Tage noch machen.
      Sehen so aus : i.ebayimg.com/00/s/MTE3OVgxMjM5/z/pKIAAOSwnDxUeH2p/$_1.JPG

      Grüße,
      Bernd
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    • Relai bzw. Ausgang für das Schließ-Ventil ist OK oder?
      Geh davon aus, dass die Spule nicht direkt über die Karte, sondern
      über Relais angesteuert wird.
      Wenn deine beiden Pumpen Druck bringen, müsste man was am
      Manometer sehen....oder?

      Nicht nur auf die LED´s schauen, die können leuchten obwohl nicht genügend
      Strom durch die Spule geht, weil eventuell das Relais einen zu hohen
      Durchgangswiderstand hat, weil defekt....
    • Hallo,

      die Ventile schalten soweit alle! Selbst Öl vorwärmen was ja am weitesten unten im Hydraulikplan sitzt.
      Wenn ich den Plan richtig verstehe ist vor dem rot markierten ( Öl vorwärmen ) Ventil auch nichts an Ventil vorgeschaltet also muss das wohl irgendwie mit der Pumpenansteuerung zusammenhängen.
      Das Problem ist halt das der Motor läuft aber irgendwie kein Druck aufgebaut wird. Drücke ich Werkzeug schließen hört man auch nichts was ansatzweise nach Druckaufbau klingt.

      Grüße,
      Bernd
    • Ich habe es noch nie gehabt, dass diese Leistungstransistoren durchgeschossen sind. Wichtig ist aber auch darauf zu achten, ob wirklich alle Sicherheitsschalter tatsächlich entsprechend betätigt sind. Gerne fängt der Schalter der Düsenabdeckung mal an zu spinnen, wenn er mit Kunststoffderivaten verklebt ist. Außerden den Endschalter der Spritzeinheit und die Schalter des Hauptschutzschiebers (auch des Lochblechschiebers) kontrollieren.
      Und dann ist da noch die "Watch-Dog-Karte" die defect sein kann. Sie überwacht alle Sicherheitsfunktionen. Und wenn eines der kleinen Relais nicht mehr richtig funzt, gibt diese nichts frei.
      Was heißt "die Ventile schalten alle"? Geht lediglich die LED in der Steuerung an oder kommt auch entsprechende Spannung an den Ventilen an? Wird auch das mechanische Ventil, dass durch den Schutzschieber betätigt wird durchgeschaltet?

      Tip im Ernstfall: Maschinennummer notieren und unter 07446-300 nach einem Servicetechniker fragen. Die können i.d.R. auch sehr gut per Telefon helfen. Inklusiver der zu messenden Kabel und Stecker.
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    • Hallo rgfh,

      also lese ich richtig, dass die Maschine bei euch zuvor noch nicht gelaufen ist.

      Strom habt Ihr, Ventile Schalten, Motor läuft, aber keine Bewegung jeglicher Art ?
      Ist das so Richtig ?

      Schon mal den Stromanschluss kontrolliert ( Drehrichtung ) ??
      Wenn dieser falsch angeschlossen ist, hat die Maschine zwar Strom, Steuerung etc. geht auch..
      nur Maschine macht keine jegliche Fahrbewegung, weil das Drehfeld falsch herum ist.

      Grüße

      The Problem Solver
    • Hallo und danke für die Antworten schonmal!

      Die Maschine lief zuvor. Wir haben damit noch keine Teile gemacht aber die Hydraulik war zu dem Zeitpunkt komplett fahrbar!
      Drehrichtung stimmt dementsprechend!

      Update:

      -Transistoren funktionieren
      -Glassicherungen sind drin
      - sichtbare Ventile auf der Rückseite der Maschine schalten wirklich . ( Aufjedenfall Öl vorwärmen/ Werkzeug schließen / Auswerfer vor )
      - Watchdogkarte gibt ein Ausgangssignal sobald die Tür geschlossen wird.
      -Ventil S50/S51 unten im Strang habe ich noch nicht entdecken können... das sind gerade so meine Sorgenkinder. Können die im Tank verbaut sein? Werde den dann morgen aufmachen.
      Ich kann den Hydraulikplan aber leider auch nicht genau deuten. S50 scheint ja wirklich ein Sperrventil zu sein.
      - mechanisches Ventil wird über Schaltstange Schutzschieber auch betätigt. Hat das Symbol wie S74 im Hydraulikplan.

      So langsam werde ich ratlos aber wir werden die Tage noch weiter auf Fehlersuche gehen.

      Grüße,
      Bernd
    • petersj schrieb:

      Tip im Ernstfall: Maschinennummer notieren und unter 07446-300 nach einem Servicetechniker fragen. Die können i.d.R. auch sehr gut per Telefon helfen. Inklusiver der zu messenden Kabel und Stecker.
      Das ist durchaus ernst gemeint! Und das Telefonat kostet nichts, außer den normalen Telefongebühren. Dort kann man auch einen neuen kompletten Hyd.-Plan und E-Plan bekommen (allerdings gegen Gebühr). Mit der letzten Liste an Entdeckungen können die mit Sicherheit schon gut was anfangen. Und sie können dir auch sagen wo du noch relevante Ventile findest. Die haben i.d.R. auch die komplette Ersatzteilgeschichte, so dass ggf. das Eine oder Andere ausgeschlossen oder bestätigt warden kann - wenn die Maschine nicht "verschraubt" wurde. Pfusch können sie natürlich nicht per Ferndiagnose erkennen - man weiß ja nie.
      Übrigens ist die Ersatzteilversorgung für die H-Maschinen inzwischen bereits eingeschränkt. Bestandteile der elektronischen Komponenten sind teilweise nicht mehr zu beschaffen.

      PS
      Wie habt ihr geprüft, dass die Ventile tatsächlich "schalten"? Ob die Schieber sich bewegen könnt ihr eigentlich nicht "sehen" sondern - je nach Ventiltype - nur fühlen, wenn ihr z.B. einen Stift in die entsprechende Seite der Ventile steckt (Bosch). Die LEDs zeigen nur, ob das Signal aus der Steuerung herausgeht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von petersj ()

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    • Hallo!

      Geprüft haben wir ob ein Signal am Schalter ankommt und ob es fühlbar schaltet.
      Wie beschrieben kann man mit einem Schraubenzieher in den seitlichen Löchern der Ventile fühlen das sie schalten. Aber ich beziehe mich da auch nur auf die Ventile die sichtbar auf der Maschinenrückseite sind .

      Und ja ich werde da wohl anrufen wenn wir nun zu keinem Ergebnis mehr kommen. Wahrscheinlich wieder ein simpelster Fehler den wir da dauerhaft übersehen.

      Ich werde die Tage aufjedenfall nochmal berichten ob wir den Fehler gefunden haben!

      Grüße und danke schonmal,
      Bernd
    • Anders als bei dem Hersteller dessen Namen ich nicht nenne.....meisten blau weiße Maschinen ;)
      schickt Arburg nicht gleich Techniker raus, deshalb kommt da oft noch billig bei weg.
      Beim o.g. Hersteller ist die Technik-Hotline eher eine Terminkoordination, wann der Techniker kommen soll.

      Hoffentlich ist das Überdruckventil richtig eingestellt, damit der Druck nicht direkt in den Tank abhaut.
    • Äh, mal eine ganz dumme Frage:
      Was sagt der Ölstand?
      Wenn der Deckel unter der Spritzeinheit sowieso schon zurück gezogen ist, auch mal nach dem Schwimmer des Ölstandsfühlers kucken und / oder fühlen. Nicht, dass der Schwimmer "abgesoffen" ist - kann auch mal vorkommen.

      Wie kommt man an und in den Öltank?
      Die vier Schrauben des großen schwarzen Deckels unter der Spritzeinheit herrausdrehen und hinten kräftig dran ziehen. Klebt manchmal an dem zwischenliegenden Gummiband. Nicht ganz unter der Spritzeinheit herausziehen! Hinterher wieder zuschieben und Schrauben wieder eindrehen. Und vermeiden, dass Dreck in den Tank fällt.

      Nachtrag:
      Man kann die Maschine normaler Weise auch mit offenem Deckel laufen lassen. Wenn alles i.O. ist spritzt da nichts raus. Wenn´s spritzt, ist was kaputt.
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    • Hallo!

      Update :
      - Ölstand stimmt natürlich
      - Schwimmer löst aus wenn man den bewegt und die Ölstandswarnleuchte geht auch auf Alarm und leuchtet!
      - Kupplung sieht auch super aus. In der Wanne ist generell fast nichts außer Ölschwimmer und Temperaturanzeige an Elektrik.
      - Spritzen tut nichts. Haben mal den Grobfilter leicht geöffnet am Proportionalventil und da schwappt direkt Öl raus wenn die Pumpe läuft.


      Die beiden Anschlüsse des Proportionalventils gehen ja direkt in die Steuerung und drunter sind Schraubpotis die man nach Handbuch einstellen kann, aber die können sich doch nicht durch unseren Kurzschluss verstellt haben? Ich meine das sind ja nur Schraubpotis? Nicht das die Hydronica da irgendwas verlernt hat, ich mag da nicht dran herumdrehen weil sowas für mich einmal eingestellt wird und dann lässt man da die Finger von.

      Und jetzt um nochmal simple Bedienerfehler auszugrenzen 2 Bilder, einmal mit "Werkzeug schließen" gedrückt und einmal der Ruhezustand:
      -V1 leuchtet , heißt laut Handbuch zuwenig Druck bzw wie bei uns garkein Druck.
      ( Kernzug hat die Maschine nicht , deswegen müsste die Leuchte auch nicht leuchten hoffe ich )

      Wenn da jetzt niemand was weiß werden wir wohl mal bei Arburg anrufen.

      Grüße,
      Bernd
      Dateien
    • Um Gottes Willen, dreh nicht an den Potis! Die dienen zum Abgleich der Maschine. Da wird sich nichts "verstellt" haben.
      Habe auch 2 Bilder hochgeladen. Bis auf die Konfiguration der Endschalter der Schließeinheit und der Spritzeinheit sieht das gleich aus. Es kann aber ein, dass durch die NiICHT betätigten Schalter der Spritzeinheit keine Funktion möglich ist (Sprtzeinheit nicht in Position für Werkzeug schließen). Ist mal so mein Gedanke.
      Dateien
      • Steuerung01.jpg

        (33,79 kB, 10 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • Steuerung02.jpg

        (34,06 kB, 10 mal heruntergeladen, zuletzt: )
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    • Hallo Peter und danke für deine Bemühungen uns zu helfen!

      Habe es nun mit denselben Werten probiert wie bei dir in der Anzeige, kein Ergebnis.
      Entweder kapiert das Proportionalventil was nicht oder das Ventil beim Manometer zum Drücke einstellen. Hat anscheinend auch nur auf und Sperrstellung und ist mir vorgestern erst aufgefallen das dort noch eins sitzt. Habe nun alle Ventile im Hydraulikplan identifizieren können.

      Werde mit einem Elektriker nochmal probieren da was zu messen und dann wars das von meiner Seite auch.

      Ansonsten wird Arburg angerufen.
      Das schöne ist ja zumindest der Lerneffekt bei der Sache und das Verständnis für die Funktionsweise der Maschine, ich bin zuversichtlich das wir noch etwas finden werden.
      Zum Glück ist das im Moment auch nicht so eilig.

      Grüße,
      Bernd
    • Übrigens:
      Das Manometer vorne links an der Maschine ist drehbar. So zeigt es, je nach Stellung, den Druck beim Schließen und Öffnen, den Spritzdruck und Nachdruck, den Düsenanlagedruck, oder den Staudruck an. Es sollte aber nur gedreht werden, wenn keiner der Drücke aktiv ist, da sonst evtl. die O-Ringe zum Dichten im Ventil kaputt gehen. Die beiden Ventile daneben mit Schloss sind zum Einstellen der Zuhaltekraft und des Düsenanlagedruckes. Nur mit Schlüssel im Ventil können diese Kräfte verstellt werden.

      Da ihr keine Drücke habt vermute ich, dass das Hauptventil nicht öffnet. Theoretisch könnte man die Maschinenbewegungen sogar komplett von Hand fahren, wenn man jeweils das Hauptventil und ein Bewegungsventil mit einem Stift gleichzeitig betätigt. Das Hauptventil ist aber federbelastet und nur sehr schwer zu drücken. Wenn da der Kolben auch noch fest sitzt bewegt sich natürlich nichts. Vielleicht ist dort auch nur die Spule durchgebrannt - kommt mal vor und kann einzeln bestellt werden. Zu Fehlersuche einfach mal die Widerstände messen und mit einer vermutlich heilen Spule vergleichen. Den kleinen Weg, den man die Pins in den Ventilen mit wenig kraft drücken kann ist nicht der Kolbenhub, sondern nur das Spiel des Pins, danach erst kommt der eigentliche Hub von ca. 5mm.

      Früher gab es für diese Ventile sogar Reparatursätze (Dichtungen, Kolbenringe und Sicherungsringe etc.). Sitzt ein Ventil aber fest helfen diese Sachen nur kurzzeitig. Das ist meistens ein Zeichen von Dreck im Öl oder Verschleiß. Daher meist ein undankbarer Job. Dann besser das ganze Ventil austauschen.

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