Einspritzdruck aus mittlerem Werkzeuginnendruck

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    • Einspritzdruck aus mittlerem Werkzeuginnendruck

      Hallo zusammen,

      für eine Simulation muss ich eine Spritzgießmaschine abhängig von den Bau-/Fromteilparamteren dimensioneren.
      Hat vll. jemand eine Idee, wie man von dem mittleren Werkzeuginnendruck (dieser ist ja von dem verwendeten Material abhängig) auf den benötigten Einspritzdruck der Schnecke kommt? Kann auch eine seehr grobe Schätzung sein, ist für eine theoretische Maschine.
      Oder anders: Wie würde aus Bauteilparametern den benötigten Einspritzdruck errechnen? (ausser über Hagen Poisseul Zusammenhang) Gibt es da Näherungsformel bzw. ganz grobe Abschätzungen?

      Ich hab schon ein wenig Literatur und das Inet durchsucht, konnte bis jetzt aber nichts finden.

      Vielen Dank schonmal!
    • Ich mach auch Simulationen (SW-Plastics) und kann nur sagen...schwierig ;)
      Wenn deine Sim z.B. 40 MPa berechnet, dann hat sich in der Praxis oft 70 bis 80 Mpa ergeben.
      Also teilweise das Doppelte.
      Ich stelle übrigens immer ein Profil ein, was etwa auch der Maschinenregelung entspricht...also
      Regelrampen zum Beschleunigen und Bremsen.
      Diese Sachen beeinflussen alle den Einspritzdruck.
      Aber das ist ein echt heikles Themengebiet...Offene Düse, Verschlussdüse usw..

      Wäre interessant, wenn hier jemand was als Anhaltspunkt angeben kann.

      Grüße
    • Ich würde die Maschine anders konfigurieren.
      Da das zu bildende Formteil bekannt sein dürfte (Voraussetzung zur Maschinenkonfiguration), kann man auf Grund der projizierten Fläche in der Trennebene und des zu verarbeitenden Materials die ungefähr benötigte Schließkraft bestimmen. (z.B. hiermit: kunststoffspritzer.de/x1berech-zhk.htm ) Das ist dann der entscheidende Parameter für die Größe der Schließeinheit (Werkzeugdimensionen berücksichtigen, mit Hilfe von Maschinendatenblättern).
      Über das benötigte Volumen für das Spritzteil kann dann der Schneckenhub bzw. der Schneckendurchmesser (Dosierweg soll idealer Weise 1-3D sein) bestimmt werden (grob geschätzt, plus Sicherheit). Dadurch ergeben sich bei den Maschinenherstellern in der Regel dann die Konfigurationen für die Spritzeinheit.
      Sollte es sich allerdings dann um ein Dünnschichtteil oder ein Teil mit extrem langen Fließwegen handeln, kommt man um eine Sonderkonfiguration mit ggf. erhöhtem Spritzdruck (Druckspeicher) oder erhöhter Einspritzgeschwindigkeit nicht herum. Und dann kommt man wahrscheinlich auch nicht um eine Spritzgusssimulation herum.
      Kommen dann aber noch ggf. Sonderantriebe hinzu (Kernzüge, Ausschraubeinheiten etc.) wird es immer schwieriger eine geeignete Maschine zu konfigurieren. Da ist man auf Grund der vielen unterschiedlichen Möglichkeiten auf den Besuch eines versierten Verkäufers angewiesen.
      Aber es soll ja alles nur theoretisch sein - ohne Nennung eines Maschinenherstellers, da kann man dann ja auch Größen angeben, die nicht verfügbar wären.

      Ein ähnliches Thema hatten wir übrigens auch schon hier: Maschinengröße bestimmen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von petersj ()

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