Tabellenbuch Kunststofftechnik Fehlersammlung

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    • Tabellenbuch Kunststofftechnik Fehlersammlung

      Hallo liebe Kunststoffgemeinde,
      ich hab den Thread geöffnet, weil ich folgendes Anliegen habe.
      Es gibt seit diesem Jahr das KS-Tabellenbuch vom Europa-Verlag.
      Inzwischen die 3.Druckversion (aber immer noch die ersten Auflage).
      Es haben sich bereits einige Fehler aufgetan, die es zu beseitigen gilt.
      Ich habe hier mal alle mir bekannten Fehler aufgeführt.
      Teilweise wurden von der 1. Druckversion zur 2. Druckversion Fehler behoben,
      jedoch sind in der 3. Variante wieder Fehler der 1. Version ?(
      Damit der Verlag schnellstmöglich ausbessern kann, braucht es natürlich fundierte Rückmeldungen
      und Korrekturvorschläge.

      Im Übrigen war das natürlich ein Problem bei der Abschlussprüfung.
      Bis jetzt konnte ich noch keine verbindliche Auskunft erhalten, was passiert, wenn ein Prüfling
      auf Grund falscher Buchinhalte Punkte abgezogen bekommt.

      Im Anhang bereits eine erste Zusammenstellung.
      Beim Spritzgießen ist die Dosiervolumenberechnen etwas eigen, da der Verlag eigene Ausbringfaktoren
      verwendet, jedoch sämtliche Maschinenhersteller unter Ausbringfaktor die Schmelzdichte verwenden.
      Ich hab das noch nicht aufgenommen, möchte ich erst abklären.

      Für mich ist das Dosiervolumen:

      VD = m(Schussgewicht in g)/Schmelzedichte(Ausbringfaktor in g/cm³) x Restmassepolster(in cm³)

      So kürzt sich am Ende auch cm³ als Einheit raus....rein mathematisch.

      Hoffe ich helft alle mit und könnt mit diese Fehlermeldung brauchen.


      Grüße

      Michael
      Dateien
      Kunststoffformgeber sind Künstler, denn es ist eine
      Kunst,
      den Kunststoff in Form zu bringen
    • Servus,

      beim Dosiervolumen hast du dich glaube ich vertippt, da wird ja das Restmassepolster nur addiert.
      In meiner Ausbildung habe ich auch gelernt dass im Ausbringfaktor zum einen die Schmelzedichte drinsteckt, aber auch pauschal noch Faktoren wie Schmelzerückströmung, Kompressibilität etc.

      Bei deiner Tabelle würde ich auch sagen dass alles so richtig korrigiert wurde.

      Scheenan Gruaß
    • Aha, gut das ich noch abgewartet hab.
      Beim Restmassepolster muss ich mich verbessern.....nicht cm³ sonder einfach Polster in %.
      Also z.B. mal 1,05 für 5% Restmassepolster...dann würde es wieder passen denk ich.
      Das heißt, beim Ausbringfaktor handelt es sich tatsächlich um einen "Faktor" der dann ja keine Einheit bekommt?
      Dann würde das Tabellenbuch passen.

      Grüße
    •      
    • @Luemmel, irgendwie passt Deine (pholiosophische)Lehrbuchtreue doch überhaupt nicht mit Deinem Slogan *Kunststoffformgeber sind Künstler, denn es ist eine Kunst, den Kunststoff in Form zu bringen* ....
      Wie nun ...... Künstler arbeiten nach Lehrbuch? ?( ?(

      Wie wäre es mit dem Slogan *Wenn Kunststoffformgeber Künstler sein müssen, um den Kunststoff in Form zu bringen, dann haben sie den Ausformprozess nicht verstanden* ? :thumbsup:

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    • @Luemmel, nein ich wollte sagen dass die Schmelzedichte um einen bestimmten Faktor korrigiert werden muss, da ja eben Phänomene wie die gewisse Leckage über die RSP sowie Kompression berücksichtigt werden sollen. Diese Abminderungen mit der Schmelzedichte ergeben dann den Ausbringfaktor für ein bestimmtes Material. Was da aber genau reingerechnet wird ist aber wahrscheinlich nicht genormt oder anderweitig festgelegt..quasi je nach Fasson.ist ja auch nur ein Mittel um das richtige Dosiervolumen abzuschätzen.
      Wenn man höhere Füllgrade oder 'exotische' Filler drin hat passen die Werte eigentlich eh nie.

      Gruß
    • Ich bin schon ein richtiger "Künstler"........ich berechne gar nichts ;)
      Die Teile müssen halt einfach gut sein :), Formel hin oder her.
      Ne, Spaß bei Seite....das TB-Kunststoff ist ja super Sache, aber die Fehleranzahl, auch bei den
      Formeln ist für 40 € schon unglaublich hoch.
      Zusätzlich wird das Buch ja als Prüfungsmaterial verwendet.

      2 der Mitautoren kenn ich.
      Scheinbar durften Formeln, die es seit Jahren in den Metall-TB von Europ-Verlag gibt, nicht
      1 zu 1 kopiert werden.....warum auch immer.
      Ich finds ja eh schon Klasse, dass sich Leute hinsetzen und solch ein Buch erstellen.
    •      
    • Wow, interessant wie viele Fehler sich in dieses Tabellenbuch eingeschlichen haben. Aber ich finde, dass der Weg der hier eingeschlagen wird falsch ist. Man bezahlt ziemlich viel für dieses Tabellenbuch, da kann man doch erwarten, dass richtig recherchiert wird und auch alles sorgfältig überprüft wird. Diese Fehler sind ja eigentlich ziemlich vermeidbar... und jetzt sollen wir uns hinsetzen und die Fehler suchen, dokumentieren und dem Autor hinschicken? Ohne mich! :P

      Luemmel schrieb:


      Im Übrigen war das natürlich ein Problem bei der Abschlussprüfung.
      Bis jetzt konnte ich noch keine verbindliche Auskunft erhalten, was passiert, wenn ein Prüfling
      auf Grund falscher Buchinhalte Punkte abgezogen bekommt.
      Dem Prüfling werden deswegen keine Punkte abgezogen.
      In der Abschlussprüfung muss bzw. soll der Pürlfing angeben, welches Tabellenbuch man verwendet. Da es viele Auflagen von Tabellenbüchern gibt, unterscheiden sich viele Werte... und, naja Formeln eigentlich nicht großartig, aber wenn die Formel trotzdem falsch sein sollte wird vom Prüfer im Tabellenbuch nachgeschaut, wenn es wirklich so drin steht wird dem Prüfling kein Fehler angerechnet, der konnte ja nichts dafür. (Quelle: Aussage eines Berufsschullehrers im Prüfungsausschuss)
    • Hier weitere Fehler:

      Weiter Fehler sind (wahrscheinlich) vorhanden:
      S. 130 (Stoffwerte) Glas:
      Ist: 0,9 x 10-5
      (Jetzt kommt es auf das Glas an)
      z.B.
      Quarz: 0,5 x 10-6
      Fensterglas: 7,6 x 10-6
      S. 58 (Periodensystem)
      Ist: Va Soll: V
      S. 374
      Ist: Lenkströmung Soll: Leckströmung (Formel)
      S. 371
      Bohrung bei Entgasung gehört nicht in die Kompressionszone (Zeichnung Entgasungsschnecke)
      S. 371
      Barriere beginnt in der Kompression und hört in der Kompressionszone auf.
      Ist: Barriere starte bereits vor der Kompression und geht bis in die Meterinzone
      S. 389
      Die Einzugszone müsste komplett bis zum Start bemaßt sein (oberes Bild Schneckengeometrie)
      S. 389
      Die Gangbreite b ist eigentlich die Steigung t (So ist es zumindest bei den Fachbüchern)
      S. 391
      Der Punktanguss zeigt eine Direktanbindung.
      Ein Punktanguss kommt zentral von oben auf das Teil und reißt im Regelfall durch ein 3 Plattenwerkzeug vom Teil ab.
      S. 425
      Ist: L-Kalander auch für PVC-P
      Soll: Nach diversen Fachbüchern und Betrieben ist der L_Kalander nicht für PVC-P geeignet, wegen den aufsteigenden Weichmacher-
      dämpfen
      S. 331
      Umformtemperaturen weichen extrem von Tabelle auf Seite 334 ab.
      Die Temperaturen auf der S. 334 wären aber ziemlich Ok und decken sich mit dem Illig-Fachbuch für Thermoformen
      S. 58/59
      Ist: Phosphor Ph Soll: nur P

      S 131
      Dichte von Gasen
      Ist: Einheit g/cm³
      Soll: g/m³

      Seite: 403Die Formel für die Abkühlzeit nach "Hochschulstandard" ist falsch.Statt 4/Pi muss es in der Klammer 8/Pi² heißen.So ist es zumindest auch in den ganzen Unterlagen der FH Rosenheim und Co.Seite: 386Die Formel für Zuhaltekraft wird mit Fz= Z x Ap x Pw angegeben, dies ist jedoch die Formelfür die Auftriebskraft.Zusätzlich ist das Angusssystem in dieser o.g. Formel nicht enthalten.Folgender Vorschlag:Ausreichend wäre FA= Ap x Pw, wobei in Ap Kaviätenzahl und Anugssfläche enthalten ist.Für die Zuhalte- oder Schließkraft wird dann noch einmal eine Sicherheit beaufschlagt.Fz= FA x Sicherheit (10 bis 20 %)Seite: 212Die Tabelle für Charpy zeigt die Werte in kJ/mm².Die Einheit ist lt. Norm jedoch kJ/m².Bei PP stehen 100 kJ/mm² bei auc, PP müsste aber mit NB (no break) versehen sein.Die anderen Kunststoffe habe ich mir nicht angesehen, aber bei PP gibt es normalerweisekeinen Schlagbiegeversuch im Datenblatt, da das PP nur gekerbt bricht.Bei den Härteprüfungen könnte man folgende Härteprüfungen ergänzen, da diese sehr häufigeingesetzt werden:Rockwell L, M und RBei Shore A und Shore D fehleen die Auflagemasse und Prüfkraft.lt. aktueller Norm wurden die Auflagekräfte auf 1kg (Shore A) und 5kg (Shore D) festgelegt.Für die Kräfte habe ich leider keine Werte, waren aber bei ca. 8,04 N Shore A und 44,5 N Shore D...aber bitte noch einmal nachschauen.Anmerkung und Wünsche der Betriebe und Ausbilder:Die Formeln werden alle mit Radius berechnet, was leider nicht industriegerecht ist.Für Industrieberufe wünschen sich die Firmen und Ausbilder Formeln mit Durchmesser, da diesedirekt angewandt werden können.

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