Problem der Mehrmaschinenbedienung

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    • Problem der Mehrmaschinenbedienung

      Hallo zusammen,

      unsere Spritzerei verfügt über 3 Fertigungshallen mit 32 Spritzgießmaschinen.

      Die Werker werden nach Aufwand (Prüfen, Nacharbeit, Verpacken) der einzelnen Produkte an den Maschinen eingesetzt, und so bedient ein Werker bis zu drei Maschinen in einer Schicht. Unser Problem ist hier, dass sich diese Mehrmaschinenbedienung vereinzelt über mehrere Hallen verteilt, und sich damit lange Laufwege ergeben, was ja zum einen Verschwendung ist und zum anderen die Mitarbeiter körperlich belastet. :thumbdown:

      Habt ihr ähnlich Probleme oder gibt es da Lösungsansätze? :saint:

      Gruß
    • Was Du da schilderst, ist in Spritzereien eigentlich normale Arbeitsweise. Klar sollten zu lange Laufwege vermieden werden, lässt sich manchmal aber nicht .... Umso wichtiger ist aber dann, dass das *Laufen* minimiert wird, heisst, dass an den Produktionsanlagen möglichst große Puffer mit viel Arbeit auf den Mitarbeiter warten. Sollte das nicht der Fall sein, läuft der Mitarbeiter zu viel, logisch, er möchte ja *als fleißig erscheinen* ... Meiner Erfahrung nach, sind allerdings durchschnittlich von einem Mitarbeiter 5 Anlagen zu versorgen, außer es gibt aufwendige Montagearbeiten an einzelnen Anlagen ....
      Was man sehr oft sieht (besonders bei Anlagen über 1000 to) ist, dass die Mitarbeiter zu viel an den Teilen "schnitzen" (unwirtschaftlich!!) ....

      Habt ihr keine AV? Dein Problem sollte nämlich der/die REFA-FachMann/Frau aus der AV bearbeiten :thumbsup:
    • Hallo
      wir haben nur eine Maschinenhalle aber , für längere Wege Cityroller für unsere Bedienpersonen !
      Bei uns bedient auch eine Person bis zu 5 Maschinen.
      Wegezeiten werden bei uns immer mit aufgenommen , denn diese dürfen nie vernachlässigt werden ( immer so ca. 7 % Aufschlag pro Person )
      Ein guter Zeitnehmer erkennt diese Problematik und spricht mit der AV darüber welche Lösungen es hier gibt.
      Die AV möchte gerne alles sofort :) berechnet selten wieviel Personal da ist und welche Wege sie zurücklegen müsen.
      Wir hatten dies am Anfang auch , haben es aber durch höhere Stückzahlen, längere Wiederbeschaffungszeit auf ein minimum verringert .
      Man muss erkennen das die AV nicht gegen die Produktion arbeitet.
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    • Warum kann man das nicht organisatorisch lösen? Z.B. das ein oder zwei Mitarbeiter jeweils nur für eine Halle zuständig sind? = Tätigkeitsbereiche festlegen. !!!Wege bieten auch immer Unfallpotential!!!

      Sicher wird wieder einmal die Produktionsleitung sagen, dass das nicht geht. Wenn aber z.B. ein Arbeitskreis gebildet wird, der sich damit einmal befasst und ggf. dann entsprechende Lösungsvorschläge erarbeitet, muss da was möglich sein. Klar geht das nicht innerhalb von 3 Tagen. Wir haben auch teilweise nur 1 Mitarbeiter für 3 Extrusionslinien, aber bei uns ist nie jemand auf die Idee gekommen, einen Mitarbeiter gleichzeitig in unterschiedlichen Werken (so heißen die Hallen bei uns) einzuteilen - wegen des Wege- und Zeitaufwandes und auch wegen der daraus resultierenden Unfallgefahr. Wege bedeuten immer Zeitverlust und in der Folge oft auch Produktionsverluste (bei Maschinenstörungen) und daher auch Qualitätsverluste. Und das kann auch der Produktions- und Betriebsleitung sehr schnell und eingängig dargestellt werden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von petersj ()