Lastenheft

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    • Hallo zusammen,
      soll für zukünftige Werkzeug-Anfragen ein Lastenheft erstellen. Macht sowas eurer Meinung nach Sinn,
      oder was habt ihr für Erfahrungen gemacht?
      Mein Chef möchte in China über einen Vermittler Werkzeuge bauen lassen, ich habe schon gehört dass da
      ein Lastenheft nicht das Papier wert ist auf dem es geschrieben wird?
      Danke für eure Hlife.
      Grüße Michl
    • Ein Lastenheft ist im Grunde zwingend erforderlich. Dort legst du z.B. den Radius der Angussbuchse, Zentrierringdurchmesser, HK-Belegung usw. fest.
      Es dient ja dazu, euren Standard dem Werkzeugbauer mitzuteilen.

      Du hast aber recht mit der Aussage, dass das in China "oft" nicht so eng gesehen wird. Aber die Chinesen haben ja einen großen Vorteil: Sie
      sind zu weit weg um Werkzeuge zur Nacharbeit zurück zu schicken.
      Die Nacharbeit wird dann bei einem örtlichen Wkz-Macher vollzogen. Ob sich die China-Aktion dann gelohnt hat...?

      Ich persönlich kann euch nur davon abraten in China Werkzeuge bauen zu lassen.
      Es mag dort auch gute Werkzeugbauer geben. Die muss man aber erstmal finden.
    • Ein Pflichtenheft ist schon sehr wichtig! Egal ob die Werkzeuge in Deutschland oder sonstwo auf der Welt gebaut werden.

      Und leider gibt es heute in China sehr gute Werkzeugbauer, was sie noch nicht wissen wie es geht, zeigen wir ihnen.
      Der Preisvorteil bei guten Werkzeugen in China wird aber immer geringer. Die Leute verdienen immer mehr, die Maschinenstunde kostet auch Geld, die Differenz wird kleiner, der Zeitvorteil bleibt bisher aber da man dort auch in der Konstruktion in 3 Schichten arbeitet.
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    • Ich persönlich kann euch nur davon abraten in China Werkzeuge bauen zu lassen.
      kann man so pauschal nicht sagen,
      Notwendig ist aber eine echte Abnahme vor Ort, ansonsten kommt es zu dem oben schon beschriebenen Effekt:
      "zu teuer um es zurückzusenden, also Nacharbeit hier in D"
      aber der ansässige Formenbauer freut sich darüber, da kann er trotzdem noch ordentliches Geld verdienen, denn meist fehlt dann auch noch die Zeit um über "die Dörfer zu gehen" und den Günstigsten zu suchen.
      Gruß
      Hans
    • Hallo.

      Von einem namhaften deutschen Werkzeugbau bekommt man das Lastenheft sogar von ihm direkt geschickt, da auch der Werkzeugmacher an einer problemlosen Abwicklung interessiert ist.
      Grundsätzlich ist das Lastenheft ein wichtiges Werkzeug, aber geht trotzdem nicht über eine ausreichende, sinnvolle Kommunikation zwischen den Parteien.

      Zum Thema China:

      Ich denke man kann hier nicht pauschal sagen dass in China keine guten Werkzeuge gebaut werden. Ich habe selbst zwar keine guten Erfahrungen gemacht, habe jedoch bereits öfters gehört, dass China auch hervorragende Werkzeuge bauen kann.

      So habe ich mich vor kurzem mit jemandem unterhalten, der lässt ausschließlich in China die Werkzeuge bauen, da die angeblich sogar besser sind als deutsche. Das möchte ich so jedoch nicht wirklich glauben.
      Der Kollege hat auch ausschließlich auf Haitian-Maschinen gefertigt und ist auch von den Maschinen äußerst zufrieden. Wobei ich das über die Haitian-Maschinen mittlerweile schon häufiger gehört habe.
      Nachteil war, dass der Kollege alle 2 Monate nach China geflogen ist um Werkzeuge abzumustern. Das muss man natürlich auch gegenrechnen. Ob dann unter dem Strich die Herstellung in China günstiger oder sinnvoller ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

      Das sind Infos die ich natürlich nicht prüfen konnte.

      LG

      Klabuster