Nadelverschluss bei PC

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    • Nadelverschluss bei PC

      Guten Tag liebe Leute ich bin neu hier im Forum und hoffe hier von anderen ein paar Tips oder Hilfe zu finden :)

      Jetzt mein Problem :
      Wir spritzen unzählige Werkzeuge mit Nadelverschluss-Hydraulisch betätigt Material PC
      Es passiert jedoch immer wieder das die Verschlussnadeln abreissen sowohl am Kopf oder auch direkt der Dichtzapfen wir haben auch schon alles mögliche versucht bzw die führungen am Verteilerbalken größer bzw kleiner eingestell.. abunzu kommmt es auch vor das die Bohrungen wo die Nadel dichtet komplett ausbricht...
      Auch beim Nadel ziehen im WZB klemmen die Nadeln abunzu so Stark das sie abreissen.. grund is dann so wie es immer aussieht verkohltes Material das die Führung zu macht..

      Jetzt die frage: Was passiert da ? Material einfach ne scheiß eigenschaft? Fehler beim zykluss? Falsche Temperatur? Wir sind nur noch am verzweifeln.. Über jede Antwort würde ich mich freuen :)
      Danke schonmal
    • Hallo,

      meine Erfahrung bei Nadelverschluss ist, dass man hier die Maschine nicht einstellen sollte wie herkömmlich.

      Das bedeutet, der Nachdruck nicht zu lang. das Einspritzen etwas verzögert kommen lassen usw.
      Es muss ausgeschlossen werden, dass die Nadel unter Druck gefahren wird.

      Mich würde interessieren, was der Hk.hersteller zu Deinem Problem sagt.
      Ich kenne es so, dass ein Anwendungstechniker vorbei kommt und Dir beim einstellen der Maschine hilft.
      Weiter geben die Dir sehr viele Tipps wie so etwas gemacht wird.
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    • Welche PC Type und welcher Heisskanal Hersteller ist es?

      Das ihr selber an den Dichtelementen am Verteiler rum spielt macht mir ziemliche Angst. Diese muessen sehr praezise auf den Durchmesser der Nadel angepasst sein, da spielt auch die staerke der Beschichtung auf der Nadel eine Rolle, aber das ist etwas um das sich der HK Hersteller kuemmern muss.

      Bei PC im Zusammenhangt mit NV ist dieses Problem nicht unueblich, das sollte auch euer HK Hersteller zugeben, das Problem hat jeder Hersteller.

      Ich hatte einen Kunden (Ich war Jahre lang Anwendungstechniker bei einem HK Hersteller) bei dem es auch regelmaessig zum abreissen der Nadeln gekommen ist.
      Was bei euch getestet werden sollte sind verschiedene Durchmesser der Nadeldichtungen im Verteiler (Das sind Unterschiede von 0,003mm) und moeglicherweise andere Beschichtungen fuer die Nadeln.
      Dies solltest du mal bei eurem Heisskanal Hersteller ansprechen.
      Bei meinem Kunden haben wir das Heisskanal soweit wie moeglich optimiert das Problem ist aber immer noch aufgetreten, die Loesung war das eine regelmaessige Wartung des Heisskanales durchgefuehrt wurde bei dem die Nadeln und die die Nadeldichtungen gereinigt wurden. (Dies erfolgt normalweise in einem Sandband, diese Reinigung kann also wahrscheinlich nicht von euch durchgefuehert werden.

      Edit: Ich habe mir gerade noch einmal den Besuchsbericht angesehen von meinem Kunden. Ein Loesungsansatz war die Dichtflaeche der Nadeldichtung um die haelfte zu minimieren. Das kannst du bei eurem HK Hersteller auch ansprechen.
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    • Mit Alcom direkt habe ich leider keine Erfahrung.
      Wie kommt ihr denn dazu Witosa zu nutzen? Gerade fuer Nadelverschluss Anwendungen ist das ganz sicher kein Hersteller den ich empfehlen wuerde.

      Wie gesagt, euer Problem sollte aber zusammen mit dem Heisskanal Hersteller besprochen werden da ihr nicht viele Moeglichkeiten habt da selber etwas zu machen. Wenn die sich quer stellen dann hartnaeckig bleiben, dies ist offensichtlich ein Heisskanal Problem und muss von einem Anwendungstechniker Vorort begutachtet werden, auch wenn die behaupten ihr seid der einzige Kunde bei dem das vorkommt (was ich mir uebrigens vorstellen kann das Witosa in diesem Fall keine Erfahrung hat da sie ein sehr junger und sehr sehr kleiner Heisskanal Hersteller sind).
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    • Das mit dem Heißkanalhersteller is so ne sache ... die meinen das von ihrer seite alles richtig gemacht wurde usw..sprechen wir nicht drüber..
      Aber jetzt versuch ich halt raus zu finden woran es liegt...den das Wz steht jetzt kaputt da und bis speziell angefertigte Nadeln da sind können wir nicht warten Wir haben bzw ich kann die Nadeln selber anfertigen wir versuchen das ganze jetzt mit beschichteten Nadeln .
      Weis den jemand was die Nadelbohrung zu Nadel für eine Toleranz haben muss?
      Und kann mir jemande evtl den Spritzablauf mit Nadelveeschluss hier erklären ? Dann vergleich ich das mal mit unserer Fertigung.
      Danke schon mal im voraus
    • Die Toleranzen fuer diese Bauteile unterscheiden sich von Hersteller zu Hersteller, ausserdem nennst du ja noch nicht mal den Nadeldurchmesser, wie soll man dir hier eine Info zu geben?
      Toleranz wird bei einer 3mm Nadel ca. -0,002mm bis -0,006mm sein. Wie aber schon oben von mir erwaehnt wuerde ich dringendst davon abraten das ihr selber an dem System herum bastelt.

      Was meinst du den mit Spritzablauf? Der Prozess mit NV unterscheidet sich vom normalen Spritzgusszyklus nur insofern das vor dem Einspritzen das Signal "auf" fuer die Nadeln kommt und nach dem Nachdruck das Signal "zu". Im Idealfall sollte es eine Einspritzverzoegerung geben von 0,1-0,2 Sekunden so das die Nadel zeit hat komplett zu oeffnen bevor Spritzdruck anliegt.
      Bescheib halt mal euren Ablauf, dann kann man sagen ob es Fehler gibt.

      Bei eurem Problem ist es unheimlich wichtig lange Verweilzeiten zu vermeiden. Wurde eine Verweilzeitberechnung gemacht wie lange das Material im Heisskanal steht? Wenn nicht frag den Hersteller danach, die brauchen 5 Minuten um dies zu berechnen.
      Ist die richtige Schneckengroesse gewaehlt? Berechne mal wie lange die Verweilzeit des Materials von Einzug bis zum Artikel ist, ist dies ueber 10 Minuten?
      Das heisst auch das nach einer kurzen Standzeit der Heisskanal automatisch absenkt werden muss um zu vermeiden das sich das Material zersetzt. hab ihr eine Stoermelde leitung von SGM an das Regelgeraet und wird diese genutzt?
    • Ein paar Fragen: Wo bricht die Nadel? Sind die hydraulischen Antriebe gekühlt und thermisch ausgekoppelt? (Herunterkühlen nach Fertigungsende, Thermoelement auf Hydraulischen Antrieb zur Überwachung!) Haltet Ihr die maximalen Drücke laut Herstellerangabe? Was für ein System wird verwendet: zylindrische oder konische Nadelabdichtung.? Wie groß ist Dein Düsenrohr, Länge und Innendurchmesser, wie dick, lang ist Deine Nadel, arbeiten Deine HK-Heizungen ordentlich? (häufiger Fehler: die Düsennutmuttern ziehen bei zu großer Anlagefläche zur Kavität enorme Energie heraus und PC wird beim Übergang in den thermoelastischen Bereich enorm viskos, HK aufheizen, Nadel aufmachen und mit Innenfühler im Anspritzbereich messen und zum eingestellten Wert vergleichen) Das Nadelspiel sollte 5/1000 nicht überschreiten (zylindr. Verschluss)

      Weiterer Hinweis: Die Beschleunigung der Nadel ist mit der einer Gewehrkugel vergleichbar, Du solltest immer sicher sein das Kunststoff als 'Dämpfer' für die Nadel im Heißkanalsystem ist. Viele Heißkanalhersteller sind reine 'Stahler'(wobei ich den Hersteller Deines HK's nicht kenne), sollten aber Kunststoffer sein. Ich vermute bei Dir ein grobes Abstimmungs- und Thermikproblem.
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    • Ach ja, wenn Ihr am HK herumbastelt empfiehlt sich das Studium der Bedienungs- bzw. Wartungsanleitung, da sind z.B. Drehmomente der Nadelabdichtung am Balken genannt.
      Oder kauf besser gleich einen Heißkanal bei einem Profihersteller, dann hast Du diese Probleme nicht, die Mehrkosten habt Ihr doch jetzt schon um ein vielfaches verballert. Empfehlung für das 'Herzstück' des Werkzeugs: Fa. Günther oder Fa. Männer (mit absteigender Quali seit Synventiveübernahme), Plug and Play, No Problems...