Wie lang kann ein gekühlter Kern sein? 1200mm möglich?

    • Wie lang kann ein gekühlter Kern sein? 1200mm möglich?

      Guten Tag,

      ich versuche ein Projekt in die Gänge zu bekommen, indem ein Kernzug verwendet wird. Dieser Kern ist eine Stahlstange mit 25mm Durchmesser und 1200mm Länge.
      Ist es möglich diese Stange von Innen zu kühlen?

      Habt ihr einen Vorschlag wie man es lösen könnte?

      Hab eben eine Antwort von Hasco bekommen, dass die nur Elemente haben, die 300mm Länge abdecken... da fehlen noch 900mm ^^


      Besten Dank für eure Hilfe!
      Viele Grüße aus Steinheim
      Stefan
    • Hallo!

      Wäre es möglich, ein Rohr anstatt einer Stange zu nehmen? Falls ja, könnte man das Rohr am Ende mit einer Ronde zuschweißen, so dass es dicht ist, dann ein dünnes Rohr, 10 mm dürften genügen, in das dicke Rohr schieben bis kurz vors Ende, wo die Ronde sitzt, dann kann das Wasser durch das dünne Rohr hineinfließen und außerhalb des dünnen Rohres im dicken Rohr zurück. Anschlüsse dran löten oder schweißen, fertig.

      Grüße

      Andreas
    •      
    • Naja, ein solcher Kern muss schon einem ordentlichen Spritzdruck standhalten. Wenn dann würde ich es hohlbohren und ein Rohr, außen mit einem Schneckengang der im Durchmesser umlaufend anliegt und dem Druck was antgegenzusetzen hat und innen gebohrt einsetzen.
      Bei einem Spritzdruck von 1000bar wirkt eine Kraft von 936Tonnen auf den Kern, da sollte etwas Wandung und innere Abstützung vorhanden sein.
    • Die im Weiteren entstehende Frage ist dann aber, wie dieser Kern entformt werden soll. Ich kenne eigentlich keinen Auswerfer oder Kernzug der 1200mm fährt. Selbst mit Tricks nicht. Dazu komm auch noch eine notwendige Entformungsschräge. Bei der Länge entsteht schon ein deutlich konisches Loch. Und wehe, der Spritzling schrumpft auf diesen Kern auf, wenn der zylindrisch ist. Der Bergbau lässt dann grüßen.
      Vielleicht könnte man diesen Kern ja teilen, so dass er von zwei Seiten in das Werkzeug fahren kann. Immer noch recht sportlich aber schon eher lösbar
    • Vielen Dank euch allen!!
      Das sind gute Vorschläge. Habe alle beim Werkzeugbau vorgeschalgen.

      Wir tendieren jetzt auf eine Stahlstange die tiefgebohrt wird (Leider habe ich keine Rohre mit genügend Wandung gefunden)
      und werden Kühlelemente selber basteln. (siehe Bilder)

      Die Stange ist nicht konisch, kommt aber nach 300s Kühlzeit trotzdem gut runter.

      Ich hatte mir eine Konstruktion überlegt, die mit Hydraulikzylindern das ganze Ding bewegt (siehe Bilder)


      Mal schauen ob es klappt! =D

      Aber vielen Dank für die Vorschläge... haben viel gebracht!
      Dateien
    •      
    • Vielen Dank für den Hinweis Klabuster!
      Es ist hier auch erwünscht, dass ich dieses Thema nachgehe.

      Zur Zeit werden die Stangen von Hand vom Werker eingelegt, damit die Rohre die umspritzt werden, nicht zerdrückt werden.
      Nach der Kühlzeit von 300s kann der Werker von Hand die Stangen rausziehen... sobald sie 5 weitere Minuten draufsind werden sie von der Schwindung daran gehindet.

      Für das vollständige Abkühlen werden die umspritzte PE Rohre auf "Kühllehren" gesteckt. Da sind die Stangendurchmesser etwas kleiner.

      Danke nochmal!
      Beste Grüße, Stefan
    •      
    • Hallo,

      Interessantes Projekt.

      Habe so etwas Ähnliches auch mal gehabt. Wurde jedoch vom Kunden gestoppt.
      Aus diesem Grund haben wir es dann sein lassen.

      Wollte auch noch mitgeben, dass bei einer solchen Läng nicht vergessen werden darf, dass der K geführt weder sollte, da sich auf diese Länge und den entstehenden Drücken
      der Kern bewegt. Dadurch können Wandstärke unterschiede die Folge sein. Diese sind in der Konstruktion zu berücksichtigen.

      Viel Spaß noch.

      Gib uns mal Info, wie der Projektverlauf sich gestaltet.
    • Hallo Schwbe23,
      dein Einwand ist sehr berechtigt.
      Zur Zeit haben wir genau mit diesem Problem zu kämpfen. (siehe Bild)
      Die Stange wird beim Einspritzen der Kunststoffmasse verdrängt und biegt. Dadurch sind die Anspritzstellen nicht mehr mittig zum Rohr und die Masseverteilung ist nicht mehr gleichmäßig. Dies ist im Bild deutlich zu sehen.
      Natürlich ist dann der Verzug enorm und kann mit den Maschinenparameter schwer geregelt werden. Werker hat schon vergeblich verschiedene Einstellungen ausprobiert.

      Aus Interesse wurde die Massetemperatur von HD-PE auf 320°C erhöht (Empfehlung Hersteller 270°C) und die Einspritzgeschwindigkeit verringert, um zu schauen was passiert: Wie erwartet war die Schmelze niederviskoser und verdrängte die Stange nicht so sehr.
      Das Ergebnis war deutlich besser aber man will ja nicht das Material beschädigen!
      Und somit wird der nächste Schritt womöglich die Versetzung der Anspritzstellen zur Auswerferseite um diesen Effekt ein wenig entgegenzuhalten.
      (Jetzt bleibt die Frage wie viel versetzen?) (aber eventuell kann eine Moldflow Berechnung helfen).

      Das Thema mit der Kühlung ist zur Nebensache geworden. Wäre aber zur Krönung des Projekts sehr schön! =)
      Kann euch gerne auf dem Laufenden halten

      Danke nochmal für die Unterstützung :thumbup:
      Unbenannt.png
    • Da der Kern eigentlich in jeder Richtung frei verbiegbar ist, wird sich eine Änderung in welcher Richtung auch immer (AS- oder DS-Seite), kaum positive auswirken. Das einzig Sinnvolle könnte eine Füllung in "Längsrichtung" (von oben oder unten) sein. Dabei muss dann aber wieder die Entlüftung der Rippen beachtet werden. Ggf. sogar von oben und unten anspritzen, wenn eine Bindenaht in der Mitte irrelevant ist.
    •      
    • Hallo

      auch eine Interessante Theorie.

      Mein Gedanke geht da in eine etwas andere Richtung.

      Der Kern wird auf einer Seite geführt. Da besteht keine Gefahr dass sich der Kern verschiebt.

      Daher sollte das Bauteil auf der nicht geführten Seite zuerst angespritzt werden, um die Form halten zu können. Dieser erste Bereich muss gekühlt werden.

      Danach sollte das gesamte Bauteil über eine Kaskade fortlaufend gefüllt werden, um so wenig Spannung wie möglich in der Geometrie zu haben.

      So könnte es meiner Meinung nach klappen.

      PS.

      Halte uns bitte auf dem Laufenden.

      Wenn möglich, stell doch noch ein Paar Bilder rein.
    •