Lohn nach Ausbildung

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    • @shinsu
      Also stimmt meine Vermutung ja. Der tatsächliche Lohn liegt für einen Gesellen also nicht bei 10-11 € sondern bei einem Anfangsgehalt von 13,50€. Und das ist ggf. reginalbedingt auch auf jeden Fall so in Ordnung. Du kannst nicht erwarten als "Nichtwissender" ohne Berufserfahrung ein Managergehalt zu bekommen. Da muss man mal bei den Tatsachen bleiben.
      MfG. petersj
    • Ich habe mal nach dem Tarifvertrag Kunststoff (IG BCE) in Bayern geschaut... Dort ist die niedrigste Lohngruppe ("sonstiger Arbeiter") mit 12,39 € angegeben. Ein angelernter Arbeiter 14,03 €, ein "qualifizierter angelernter Arbeiter" 14,58 € und ein "Facharbeiter" 15,73 €. Ein "qualifizierter Facharbeiter" 17,06 und ein "bestqualifizierter Facharbeiter" 18,08 €. Also ich schätze mal, dass das realitätsferne Löhne sind.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von blackdragon6748 ()

    • Hallo Shinsu,

      ich würde gerne wissen, wie nun nach Deiner Ausbildung alles so gelaufen ist.
      Bist Du in Deiner Firma geblieben?

      In meinem Unternehmen sind wir gerne bereit über 18 € / Std. zu zahlen.
      Wir haben hier eher das Problem, Qualifiziertes Personal zu bekommen.

      Wir benötigen Leute, welche Maschinen sauber einstellen können, Probleme an Bauteile zu erkennen und Maßnahmen zu ermitteln um Wiederholungsfehler zu verhindern.

      Wäre schön, wenn Du mal antworten würdest wie es Dir ergangen ist.
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    • Hallo Shinsu,

      ich denke die aktuelle Situation ist so, auch sicher in Deiner Region,
      das man sich schon gute Jobs suchen kann, mit ein wenig Zeit.

      Jedoch sollte man sich auch im klaren sein, das Geld nicht immer unbedingt alles ist und die Firmen
      auch schon auf gewisse Erfahrungswerte schauen.
      Das soll nicht bedeuten, das DU irgendwo bleiben sollst, wo Du Dich nicht wohl fühlst.

      Aber man sollte immer das komplette Gesamtbild betrachten, was man aktuell hat und was ich meinem neuen AG bieten kann.

      Grüße

      The Problem Solver
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    • Man stelle sich vor, die Spritzgussbranche ruft nach Azubis und keiner geht hin!

      Gut so, denn wer für 11,00 Euro Stundenlohn 3,5 Jahre eine Lehre absolviert ist selbst schuld!

      Hier sind ja einige, die mit Sicherheit erheblich mehr bekommen/verdienen, jedoch wie ewiggestrige schlau daherreden(-schreiben) .... die sollten heute mal für 11,00 Euro (Facharbeiter-)Stundenlohn arbeiten!
      Ich halte es für einen Skandal, dass die (Unternehmens-)Verbände nach Azubis schreien ... und dass bei solchen (Hunger-)Löhnen!!


      Es darf doch keinem wundern, dass unter diesen Bedingungen junge Menschen nicht in die Produktion wollen!

      Ich kann nur jedem jungen Menschen raten, sich nach der Ausbildung dahin zu verändern, wo (laut @schwabe23) 18,00 Euro Stundenlohn gezahlt werden!

      shinsu schrieb:

      Sag mir wo ich mich bewerben muss, dann pack ich meinen Koffer!
      Super @shinsu, das ist genau die richtige Einstellung! :thumbsup: :thumbsup: Und Unternehmen, die das nicht zahlen können, sollten ihre Produktion schließen, bevor sie die Mitarbeiter unterbezahlen/ausnutzen! Wer keine seriösen Löhne zahlen kann, sollte ernsthaft seine Existenzberechtigung in Frage stellen!
    • Kleine Korrektur: Die Ausbildung dauert 3 Jahre.


      Ein anderer Betrieb in der Firmengruppe hat sich dem Kunststofftarif angeschlossen, der wurde kurz danach geschlossen und es wurde alles ausgelagert... so sind sie, die Investoren. Aber das sagt eigentlich schon alles aus. Ich würde euch gerne mehr zu den Verhältnissen im Betrieb erzählen aber ich möchte anonym bleiben :P
      Außerdem macht es schon einen Unterschied, ob ca. 150 Menschen von diesem Betrieb leben (geht ja auch mit 11€/Stunde...) oder nicht. Gerade die gering Qualifizierten sind davon sehr abhängig. Und machen wir uns mal nichts vor: Deutschland hat einen riesigen Niedriglohnsektor, wir müssen mal nicht so tun als würde jeder "deutscher" Facharbeiter mit seinen 14-18€ nach hause gehen. Es hat teilweise auch seinen Grund, warum viele Firmen europa- bzw. weltweit liefern können (macht mein Arbeitgeber ja auch) und damit den Firmen vor Ort das Geschäft vermiest. Dazu vielleicht noch ein Steuerdeal mit dem deutschen Finanzamt (ja das gibt es wirklich), und das Investorenherz schlägt höher. Ich hab jetzt ein wenig weit ausgeholt, aber das wollte ich mal dazu sagen.
    • Dann ist das so.....hier geht es rein um Gewinnmaximierung.
      Wenn ich lese, dass der Air-Berlin-Manager 4,5 Millionen trotz Insolvenz bekommt,
      dann verstehe ich die Welt nicht mehr.
      4,5 Millionen, für ein scheinbar beschissens Management (also für eine schlechte Arbeit)...sonst würde es Air-Berlin ja
      gut gehen.
      Der Steuerzahler bzw. die Passagieren müssen das zahlen.
      Letztlich auch bei den Billiglöhnen, weil zu wenig in die Rente geht und somit später staatl.
      Zuschüsse gezahlt werden müssen, damit die Leute überhaupt leben können.
      Diese Schere klafft immer weiter auf.
      Mit 11 euro kann man ja nicht mal etwas in eine private Rente zahlen....da bleibt ja nichts übrig.

      Natürlich ist das Betriebsklima wichtig, aber von Luft und Liebe kann man sich kein Brot kaufen ;)

      Grüße
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    • Ich bin der Meinung, wenn jemand etwas kann, sollte er entsprechend entlohnt werden.

      Wer mehr als 11€ /Std. verdienen möchte besteht im Kunststoff dazu die Möglichkeit.
      Man muss nur etwas können und Bereit sein dies zu zeigen.

      Gerne helfe ich jedem, der dazu bereit ist.

      Was ich nicht mag ist, wenn nur herumgelabert wird.
      Entweder oder.

      Aus meiner Sicht ist Geld in der heutigen Zeit einer der wichtigsten Bestandteile des Lebens.
      Der Spruch Geld ist nicht alles,

      Sagen nur die jenigen, die sich dadurch bereichern, dass andere weniger bekommen.

      Das ist meine Erfahrung.

      Jeder ist seines Glückes Schmied
    • Ich schließe mich @Behrens an. Wer seine Produktion nicht im Griff hat, kann seinen Angestellten kein vernünftiges Gehalt zahlen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann die Firma schließt. Das "ob" stellt sich dabei nicht.

      In der aktuellen Ausgabe von Form+Werkzeuge gibt es ein sehr gutes Beispiel für eine Firma, die sich entschlossen hat mehr Geld für Werkzeuge auszugeben. Nur durch die Umstellung von Teilheißkanal(4 Düsen auf 8 Kavitäten), spart man an einem Werkzeug ca. 10.000€/Jahr ein, weil der Zyklus sinkt, kein Angusskanal anfällt und der Prozess auch stabiler ist. Mit weiteren sinnvollen Eigenschaften des Werkzeugs, würde sich der Wert locker auf 20-30k€/Jahr steigern lassen. Nach einem Jahr wäre der Invest drin. Das schafft Möglichkeiten für weitere sinnvolle Investmöglichkeiten und Gehaltssteigerungen in der Produktion.
    • Bei Abschlussprüfungen haben wir teilweise schon 10 -15 s Zykluszeit mit den Prüflingen herausgeholt und dass bei bestehenden Artikeln,
      die schon jahrelang so laufen.
      Das sich hier keiner bemüht oder nachjustiert, ist mir ein Rätsel.

      Dann gibt Betriebe, die wegen 0,3 s rumscheißen und lieber Geschwindigkeiten einstellen,
      die mehr Verschleiß und Energiekosten verursachen, als dass sie gewinnbringend sind.

      Naja....
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