Auslastung Werkzeugbaukapazitäten?

    • Auslastung Werkzeugbaukapazitäten?

      Viele unserer Werkzeugbauer haben erhebliche Terminüberschreitungen zu FOT (First of tool) und EMPB (Erstmusterprüfbericht).

      Ihr eigener Terminplan wird desöfteren nach hinten geschoben, auch bei Wiederholteilen. :cursing:

      Ein greifbarer Grund ist nicht zu erkennen. :whistling: Geht es Euch auch so?

      Habt ihr einen Überblick oder Ahnung, wie die Auslastung eurer Werkzeugbauer ist?

      Ich vermute ja, die laufen über vor Auftragsgier. ?(
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    • Mal aus Sicht des Werkzeugbauers, unsere größten Verzögerungen entstehen durch fehlende Daten, Änderungen vor und während der Konstruktion. Fehlende Freigaben... Wenn wir denn dann endlich mal los produzieren bleibt der Endtermin zum OEM natürlich der gleiche, unsere Durchlaufzeit aber auch. Folglich wird hier alles Mögliche und auch Unmögliche getan um unsere Durchlaufzeit irgendwie zu minimieren, sei es durch Kooperation mit Stahlbearbeitungsfirmen, Sonderschichten, Wochenendarbeiten. Sowas ist dann natürlich nicht in dem Ausmaß kalkuliert, Würde ja auch keiner bezahlen wollen. Wir versuchen mit diesen Mitteln natürlich trotzdem alles um den Termin zu halten, unverschuldet und zu unseren Lasten. Bei normalen Abläufen halten wir unsere Termine IMMER!
    • Hallo KVL ich kann deine Sicht als Werkzeugbauer sehr gut verstehen. Ich stehe zwischen Kunden der die Teile braucht und Werkzeugbauer der unseren Anforderungen gerecht werden muss.
      Leider ist es auch mein tägliches Geschäft die fehlenden Daten und Spezifikationen im Vorfeld zu entlarven und das Ganze glatt zu ziehen. Auch laufende Änderungen während der Werkzeuganfertigung sind natürlich Stolperstein für den abgegebenen Endtermin.
      Aber es ist halt bei Neuentwicklungen so, das neue Entwicklungs-Erkenntnis gleich umgesetzt werden müssen. Das ist aber kein großer Punkt für uns, da wir da natürlich einen Aufschlag auf den Endtermin geben.
      Um die Freigabe für ein Kunststoffteil zu erwirken gehören mind. immer Zwei, ein Formteil das die geforderten Spezifikationen erfüllt und ein Abnehmer der um die Problematiken eines Kunststoffteiles weiss und kein "Pünktchenkacker" ist. Sorry für den Ausdruck, aber die machen mir auch das Leben schwer und verursachen unnötige Kosten und Terminverzögerungen.
      Ich weiß auch, welche Kopfstände ihr Werkzeugbauer machen müsst, damit ihr unseren Anforderungen, auch terminlich, gerecht werdet.
      Meine Beweggründe sind einfach zu erfahren, ob ihr Werkzeugbauer im Moment in Aufträgen "schwimmt" und eure Kapazitäten ausgelastet sind so das sich die Endtermine nach hinten verschieben müssen.
    • Also mit Freigabe meine ich natürlich Freigabedaten um überhaupt los legen zu können mit Konstruktion und dann Stahlbestellung.
      Die meißten Verzögerungen entstehen schon bevor überhaupt ein Finger am Stahl gerührt wird.
      Wir sind ausgelastet, nicht überbelegt. Bei der Einzelteilherstellung ist Fertigungsplanung natürlich so eine Sache aber trotzdem passt das bei uns eigentlich ganz gut das wir weder Leerstände noch übermäßig stressige Situationen haben. Es kommt natürlich immer mal die berühmte Notreparatur von bereits laufenden Sortimenten aber die muss dann eben einfach mit rein geschoben werden.
      Termine sollten nur eben immer vor dem SOP liegen, heutzutage ist es aber durchaus öfter der Fall das der Fetigungstermin quasi der SOP.
      "Pünktchenkacker" haben wir eigentlich nur, von daher ist die Qualität unserer Teile bei Erstmusterung eigentlich schon sehr gut, zum Teil sogar schon NArbfreigabefähig auch bei anspruchsvollen, im Sichtbereich liegenden Trennungen. Wir brauchen nur wenig Optimierungsschleifen wenn wir nicht gerade eine völlig neue Technologie anwenden. Und wenn man einmal mit viel AUfwand so einen Termin und so ein Werkzeug in Zeit x doch noch geschafft hat will der Kunde das beim nächsten Mal gleich zu der Zeit. Ein Teufelskreis ;)

      Fazit bleibt also, das gilt jedenfalls für uns, wenn es mal knapp wird mit dem Termin liegts nicht an der überbelegten Fertigung, wir lehnen auch Werkzeuge ab wenn wir voll sind bis zum Wunschtermin.
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    • Hört sich echt gut und vernünftig an.
      Habt ihr schon Erfahrung mit technischen Polyamidteilen, Glasfaser und Flammschutz?
      Mit der Wasseraufnahme und deren Berücksichtigung zur Erzielung der Spezifikationen / Maße und Toleranzen?
    • @kvl,

      wollte damit niemanden angreifen,

      ist ja leider bei unserem internen Werkzeugbau nicht anders,

      unser Chef kriegt halt nicht genug, und das Tagesgeschäft, wie Reparaturen

      fallen bei unseren Jungs im WB ja auch noch an.

      Dann haben wir Externe, die "eigentlich" proppevoll sind, und doch nie nein sagen können :D :D

      Das mt den Freigaben der Konstruktionen etc. ist, glaub ich, in vielen Firmen leider so,

      wie du das beschreibst.
      Gruß
      Peter