Welches Material ?

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    • Welches Material ?

      Hallo Leute,
      Mein Name ist Felix und bin seit heute hier bei Spritgussweb angemeldet, da ich hoffe, dass mir hier weitergeholfen werden kann. Ich habe vor eine Art Armband herstellen zu lassen und brauche dafür ein Material welches folgende Eigenschaften aufweist:
      1. flexibel aber nicht zu elastisch
      2. eher weich als hart
      3. angenehm an der Haut zu tragen
      4. hautverträglich
      5. Schmutz und Wasser-/Schweißabweisend (so dass es sich nicht mit Flüssigkeiten vollsaugt)
      6. es sollte Temperaturen die im Alltag vorkommen können gut standhalten
      7. es sollte in verschiedenen Farben herstellbar sein
      ähnlich wie die Uhrenarmbänder von einer ice watch.(zur groben Vorstellung)
      kennt jemand vielleicht ein solches Material oder eine Kunststoffmischung, die die genannten Kriterien erfüllt.

      Außerdem suche ich noch einen Betrieb der mein Produkt verwirklichen kann. Gibt es hier im Forum eventuell jemanden der dazu in der Lage ist? Dafür sind ein paar mehr Infos sicher nützlich:
      Da es ein Armband wird ist es ca 140 bis 200 Millimeter lang 20 Millimeter breit (am Ende ca 30 millimeter) und ca 2,5 Millimeter dick (die Maße sind noch nicht endgültig da mache ich mir noch Gedanken, auch hier nur für eine grobe Vorstellung)
      Das Material sollte die oben aufgeführten Eigenschaften erfüllen.
      Und wichtig sind kleine Metalleinsätze im Produkt.
      Um eine 3D, CAD Zeichnung kümmere ich mich bereits.

      Gibt es jemanden der in einer Firma arbeitet oder Kontakte hat, die er mir vermitteln kann, die mit mir meine Idee verwirklichen können ?
      Ich freue mich auf eure Antworten.
      vielen Dank und mit freundlichen Grüßen Felix.
    • Das ist mal wieder so eine Frage voll ins Blaue - ohne Hintergrund. Diese Arbänder gibt es schon zu zig tausenden auf dem Markt und man bräuchte nur mal auf die Vepackung zu schauen um das Material heraus zu bekommen.
      Da gibt es verschiedene DESMOPAN-Typen. Desmopan ist ein TPU. Dieses gibt es in etlichen verschiedenen Shore-Härten, ist hautverträglich und in allen Farben einfärbbar - von Neon über nachleuchtend, transparent bis schwarz ist alles möglich. Es erfüllt alle Anforderungen die du oben stellst.
      MfG. petersj
    • hallo petersj
      erst einmal danke für deine schnelle Antwort. Also vielleicht um es besser zu verstehen, ich möchte nicht diese 0815 Armbänder herstellen die es immer zur wm gibt oder generell für werbung oft eingesetzt werden. Wenn die nämlich ein wenig enger an der Haut anliegen fängt man sehr schnell darunter an zu schwitzen das soll bei meinen Armbändern nicht so schnell der Fall sein. Es soll schon etwas hochwertiges werden auch mit metalleinsätzen und etwas breiter. Näheres würde ich dann mit dem Betrieb besprechen, der sich dazu in der Lage sieht solch ein Produkt herzustellen. Also noch einmal dazu die Frage ob mir jemand eine Firma empfehlen kann die mir weiterhelfen könnte ? Vielen Dank im Vorraus
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    • Es bleibt bei dem o.A. Material.
      Kunststoffe nehmen Feuchtigkeit langsamer auf, als die Haut sie abgeben kann. Daher wird man bei glatten Oberflächen immer ein "schweißiges" Gefühl mit kunststoffen haben. Da kann nur eine entsprechende Oberflächengestaltung, Rauhigkeit oder Schäumung ein entsprechend trocknes Gefühl vermitteln. Diese Oberfläche muss zuerst mal gefunden werden.

      Sonst kann ich nur Jute , Sisal , oder Baumwolle empfehlen. 8)
      MfG. petersj
    • Gegen das "schweißige" Gefühl hilft wohl nur eine Struktur, wie z.B. Wabenstruktur. Da kann die Haut noch atmen, aber da macht das Spritzen keinen Spaß mehr. Und dann noch die Metalleinsätze.

      Ich hab im Vorfeld einfach mal ein paar andere Fragen. Wie groß soll der Markt dafür sein? Was soll das Armband kosten und wie viele pro Jahr sollen verkauft werden? Bevor du dir zu viel Arbeit machst, sollten die Fragen im Vorfeld geklärt werden. Dies sind auch die typischen Fragen einer jeder Firma, an du die rantreten wirst.
    • Hallo Leute
      Danke erstmal für eure Tipps. Zu den Fragen von 1u21 kann ich sagen, dass der endgültige Preis pro Armband von den Herstellungskosten pro Armband abhängt. Ich sehe das Produkt in einer Preiskategorie um die 20€.
      Wie groß der Markt ist möchte ich selbst noch herausfinden weshalb ich am liebsten mit einer Serie um die 1000 Stück anfangen möchte um danach zu sehen wie sich das Produkt verkauft. Eine Nachfrage von 10000 pro Jahr schätze ich noch als realistisch ein.
      Grüße, Felix
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    • Bei einer Abnahme von 10.000 Stück p.a. halte ich den avisierten Preis von 20€ für nicht realisierbar. Für ein entsprechendes 1fach Werkzeug mit Einlegeteilen etc. wirst du schon 100.000 hinlegen dürfen, plus Maschinenkosten, plus Arbeitslöhne, Transport und Verpakung. Plus Materialkosten (Einfärbung, Einlegeteile) sehr optimistisch gedacht.
      MfG. petersj
    • Vielen Dank für die grobe Rechnung.
      Bisher habe ich für die Werkzeugkosten einige Tausend eingeplant. Ich dachte man muss es sich so vorstellen, dass man mit Hilfe einer 3D CAD Zeichnung ein Werkzeug für einige tausend Euro herstellen lässt welches dann für den Spritzguss verwendet wird. Dieses Werkzeug kann man dann für eine beliebig hohe Zahl an Armbändern einsetzen.
      Habe ich da eine falsche Vorstellung von ?
      Danke für die Hilfe
      Grüße, Felix
    • Im Groben hast du recht mit dem "Werdegang" im Werkzeugbau. Aber erstens sind die Normalien für den Werkzeugbau nicht umsonst. Für nur 10.000 Stck würde man vielleicht sogar nur mit Formplatten aus Aluminium arbeiten. Aber wahrscheinlich möchte man ja eine schweißmindernde Struktur einbringen. Das kostet extra. Aber auch wenn´s poliert werden soll, kommen schnell ein paar Tausender extra zusammen. Dann sind da noch die Einlegeteile: Die müssen ja irgend wie gehaltert werden, weil sie sonst beim Einspritzen "wegschwimmen". Dann evtl noch den ein oder anderen Schieber oder gar Kernzug um Hinterschneidungen entformen zu können. Da sind 100.000 noch lange nicht das Ende der Fahnenstange - da geht locker noch mehr.
      Will man in die Richtung von "mehrere zehntausend Stück", kommt man schnell in das höhere Preissegment, weil das Werkzeug dann gehärtet und/oder beschichtet werden soll. Und: Hast du schon mal ein Spritzgießwerkzeug gesehen? Die sind nicht so groß, weil der Stahl gerade billig war! Es muss eine gewaltige Stabilität erreicht werden, damit der Spritzdruck nicht die Platten verbiegt. Die projizierte Fläche deines Armbandes dürfte etwa bei 50cm² liegen. Je nach Material wirst du Zuhaltekräfte zwischen 100 und 250kN bei bis zu ca 350bar Spritzdruck fahren. Das soll dein Werkzeug dichthalten.
      MfG. petersj
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    • Hey petersj,
      Danke für die schnellen und hilfreichen Antworten. Schön dass ich hier bei jemandem gelandet bin der Ahnung auf diesem Gebiet hat.
      Wenn die Kosten so hoch sind für Spritzgussprodukte, wie realisieren dann Verkäufer von Handyhüllen so geringe Preise von einigen Euros ? Wie kann man denn einen günstigeren Preis verwirklichen? Wenn die Oberflächenstruktur den Preis so sehr in die Höhe treibt kann man da ja Kompromisse eingehen. Ich habe auch schon gesehen dass es bereits die Möglichkeit gibt mit 3D Druckern Werkzeuge herzustellen. Bei den Kräften die du da beschreibst kann ich mir aber Schwer vorstellen, dass ein solches Werkzeug diesen standhält. Gibt es da eventuell unterschiedliche Spritzgussverfahren?
      Könnte man die Metalleinsätzen auch im Nachhinein verbauen, nachdem man das Produkt so hat gießen lassen, dass es an den entsprechenden Stellen Einsparungen hat. Oder ist der zusätzliche Arbeitsaufwand kostenintensiver als du ihn beschrieben hast.
      mfG
    • Du darfst nicht davon ausgehen, dass von diesen Handyhüllen nur 10.000 sondern mehrere 100.000 hergestellt werden. Das Spritzgießen ist ein sogenanntes Urformverfahren und zielt darauf ab identische Kunststoffteile in sehr hohen Stückzahlen herzustellen. Sicherlich gibt es auch Spritzgussteile, die in geringeren Mengen hergestellt werden. Dabei macht man es sich dann aber zu Nutze, dass der Prozess der Formgestaltung wesentlich einfacher ist, als bei gefrästen Fertigteilen. Solche Teile kosten dann aber auch mehr.
      Der Vorteil des Spritzgießens liegt aber auch in der Verbindung mehrerer Arbeitsschritte in einem. Würdest du die Metallteil nachträglich einsetzen wollen, brauchst du wieder einen separaten Arbeitsgang, der auch Geld kostet. Die von dir gewünschten "Aussparungen" müssten im Spritzguss mit erzeugt werden. Das bedeutet evtl. entsprechende Hinterschneidungen oder Taschen zu konstruieren, die dann entsprechend entformt werden müssten. Das setzt dann Schieber und Kernzüge voraus, die ebenfalls Geld kosten.
      Du solltest deine Idee erstmal richtig zu Papier bringen und dich dann mit entsprechenden Werkzeugbauern zusammen setzen. Die haben vielleicht noch ganz andere Ideen, wie deine Probleme gelöst werden könnten. Leider evtl. auch bis zu dem Fall: Ist so nicht lösbar.
      Erstmal solltest du verschiedene Materialien und Oberflächen herausfinden und damit Trageversuche machen. Dann kannst du über einen Werkzeugbau nachdenken (lassen). Und dann kommt auch schnell ein Preis zustande, mit dem du dann weiter arbeiten kannst.
      MfG. petersj
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    • Okay danke für die bisherige Einschätzung. Ich werde mich mal weiterhin damit auseinandersetzen und einige Firmen anschreiben wie die, welche 1u21 hier gepostet hat.
      Glaubt ihr, dass eine Verlagerung der Produktion ins Ausland die Angelegenheit kostengünstiger macht? Und habt ihr eventuell Erfahrung mit 3D Druckern? Vielleicht könnte man eine eigene Kleinserie damit herstellen um zu sehen wie ein solches Produkt ankommt.
      MfG Felix
    • Eine Produktion ins Ausland ist nur noch selten lohnenswert. Für deine Armbänder ist es wahrscheinlich auf keinen Fall lohnenswert. Die Frachtkosten aus z.B. sind so hoch, dass die den Lohnvorteil auffressen. Erst mit der passenden Stückzahl sind die Frachtkosten so gering, dass es sich lohnt ins Ausland zu gehen.

      3D-Drucker sind nicht wirklich eine Möglichkeit. SLS und FDM fallen raus, da die Werkstoffe einfach zu steif sind. Das einzige Verfahren, was nutzbar wäre, kommt von Arburg mit dem Freeformer. Nur wenn du noch die Metallteile haben willst, müssen die entweder nachträglich eingebracht werden oder du verzichtest drauf. Und mit dem 20€ wirst du nicht mal ansatzweise hinkommen.
    • Hallo,



      die Teile mit 3D-Druckern herzustellen ist sicherlich kostenintensiv.

      Aber durchaus möglich. Es gibt bei Medacom (3ddrucker.de) 3D-Drcuker der Baureihe objet Connex.

      Diese Geräte können verschiedene Materialien in einem Bauteil kombinieren.

      Vielleicht einfach mal anfragen.
      schöne grüße

      WuV
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