Werkzeugverwaltung für Spritzgießwerkzeuge mittels RFID

    • Werkzeugverwaltung für Spritzgießwerkzeuge mittels RFID

      Hallo zusammen,

      was haltet ihr von dieser Idee, einen automatisierten Werkzeuglebenslauf einzuführen und damit Rüst- und Dokumentationszeit zu reduzieren?
      Eine einfache Überwachung der Wartungszyklen verbessert außerdem die Standzeit und Lebensdauer der Werkzeuge.
      Wartung nicht mehr zeitabhängig sondern auf Grund tatsächlicher Schüsse durchzuführen, reduziert die Anzahl der Instandhaltungszyklen und ermöglicht eine vorausschauende Instandhaltung.

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      Danke für euer Feedback!
    • So neu ist diese Methode aber gar nicht. Ich weiß z.B., dass einige Großwalzwerke diese Chips in ihren Walzen verwenden, um sie entsprechend zu kennzeichnen.
      Ich bekam die Aufgabe nach folgender Möglichkeit zu suchen:
      Wir haben im Werk Hamburg 16 SG-Maschinen. Alle Maschinen sind mit identischen Stammwerkzeugen ausgerüstet. Nun haben wir aber ca. 70 Formen für die Auswerferseiten (alles entsprechende Probekörper) und zu denen gehören dann fallbezogen entsprechende Düsenseiten, die auch ggf. mit getauscht werden müssen. Dabei kommt es aber immer wieder zu "Verwechslungen", die meistens auf Bequemlichkeit zurück zu führen sind. Wird aber ein Mal GF-Material auf einer Düsenplatte für unverstärktes Material gespritzt, hat man trotz hoher Härtung (56-58HRc) nach wenigen Spritzlingen entsprechende Markierungen auf den Hochglanz polierten Oberflächen.
      Um die Werkzeugpaarungen zu überwachen, wollen wir in jeden Einschub einen RFID-Chip einsetzen. Dieser Chip muss 200°C Werkzeugtemperatur aushalten und programmierbar sein, da die Paarungen nach Überarbeitungen neu zusammengesetzt werden könnten. Die Überwachung soll aber nicht mit einem Handscanner durchgeführt werden, sondern mit entsprechenden Antennen z.B. im Schutzschieber der Maschine, um Manipulationen von Seiten der Bediener auszuschließen. Eine Software soll dann bei unpassender Paarung die Maschine sperren (z.B. über die Werkzeuglageüberwachung, die sonst bei uns nicht benutzt wird). Das Ganze soll dann am besten nicht über einzelne PCs erfolgen, sondern am liebsten übers Intranet.
      Die Anfrage bei einem entsprechenden Chip- und Softwarehersteller ergab dann: Auf die Idee ist noch keiner gekommen. Theoretisch machbar, nur müsste wahrscheinlich an jeder SGM ein Rechner stehen. Softwareentwicklung dürfte bei 40.000.- € liegen.
      Super! Der Chip wird ca. 1.-€ kosten! Und dann hau ich 40.000.- für die Software raus.
      Eine Erweiterung auf die anderen Werke währe zwar wahrscheinlich, dämpft aber nicht die Entwicklungskosten.

      Kennt jemand eine entsprechende Anwendung zu akzeptableren Konditionen?
      MfG. petersj
    • Hallo petersj,

      richtig, die Anwendung mit RFID ist an sich nicht neu. Sie wird bei der Walzenidendifikation (z.B. Stahlindustrie) und zur Werkzeugverwaltung bei CNC Werkzeugmaschinen seit über 15 Jahren eingesetzt.

      Richtig ist aber auch dass es für den Spritzgießer bisher keine fertige Lösung auf dem Markt gab.
      Wir haben Chips bis 220°C verfügbar und ich kläre ob wir für Ihre Anwendung eine wirtschaftliche Lösung bieten können.

      Kontakt über PN gerne erwünscht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HK ()

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