Werkzeuginnendruck

    • Werkzeuginnendruck

      Moin @ all,

      darf mich Anfang Juli, erstmals mit einem neuen Werkzeug auseinander setzen, welches dann mit Werkzeuginnendruckmessung, ausgestattet ist. Kann mir, jemand ein gutes Taschenbuch o.ä. empfehlen, in welchen ich mich im Vorfeld schon etwas Informieren kann?

      Gibt ja viele Fachbücher, in welchen das Thema mal kurz angerissen wird, man aber hinterher nicht schlauer ist! Bekomm zwar vorher noch einen Lehrgang, aber den, vollkommen Unbeleckt anzutreten, möchte ich nicht bzw. interessiert es mich gerade sehr, darüber mehr zu erfahren und zu wissen.

      MfG Mille
    • Ich kenne kein T-Buch in dem es ausschließlich um den WID geht. Zumal es auch verschiedene Verfahren gibt diesen abzufragen (direkt, indirekt, Dehnung des Werkzeuges). Für die Einführung würde ich eins der bereits genannten Bücher empfehlen. Ansonsten solltest du wirklich "unbeleckt" in diesen Lehrgang gehen. Und sicherlich wird sich Herr Behrens zu diesem Thema auch noch mal hören lassen. Wichtig ist, dass man sich mit der installierten Anlage nachher ausgibig befasst und auch durch Versuche die unterschiedlichen Graphen versucht zu deuten. Ohne Erfahrung hängt man aber trotzdem am Anfang ganz schön in der Luft und sagt einfach nur "sieht ja toll aus, aber was will mir dieses Bild sagen?"
      MfG. petersj
    • na, dann muss ich wohl . . . . :D immerhin blicke ich auf 25 Jahre "Arbeiten mit Werkzeuginnendruck und Kurvengrafik" zurück :thumbsup:
      @petersj kann ich nur bestätigen: Training, Training und nochmal Training . . . . aber wenn man es kann, dann macht der Erfolg süchtig, z. B. wenn man 32-fach Werkzeuge mit 8-fach-Innendruckumschaltung fährt :D

      siehe hierzu auch: boida.com/userdata/5067/upload…fzeitschrift_7_8_2010.pdf

      Es beginnt schon mal mit der Positionierung des Fühlers! Hier meine Empfelung: bei ca. 80% des max. Fließweges, also "angussfern". Damit kann man dann reglen (Umschalten auf Nachdruck) und überwachen. Will man den Füllprozess abbilden, sollte man zusätzlich einen Fühler angussnah (ca. 15-20% max. Fließweg) positionieren, aber mit diesem sollte man nicht umschalten.

      Der Sensor wird erst durch das "Prozess regeln" wertvoll, dieses kann man übrigens bis Ende Nachdruck, heißt: Es ist technisch möglich, den kompletten Ausformprozess über Werkzeugsensorik automatisiert zu regeln (geht meines Wissens beim Nachdruck aber nur bei einem Maschinenfabrikat - ist patentiert).

      Somit machen sich Viskositätsschwankungen im Werkzeug nicht mehr bemerkbar = konstante Qualität!

      MfG
      HHB
      HHB
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    • Ist garnicht so kompliziert: Die notwendige Energie für die Vortriebskraft der Schnecke beim Einspritzen wird gemessen und wenn der Master-/Serienprozess läuft, wird dieser Wert erfasst und mit dem Datensatz gespeichert. Man kann das System bei Produktion aktivieren oder deaktiviert lassen. Es gibt eine Liste von Kunststoffen, die in der Steuerung aufgerufen wird und dort muss der Kunststoff, mit dem der Prozess läuft, angewählt werden.

      Ändert sich nun der Fliesswiderstand, errechnet die Steuerung z. B. bei steigender Einspritzkraft die dadurch entstehende Veränderung des Volumens (durch Veränderung der Kompression) und verschiebt automatisch den Umschaltwegpunkt entsprechend weiter nach vorne. So ist sichergestellt, dass die Volumenverschiebung aus dem Schneckenvorraum in's Werkzeug annähernd immer gleich bleibt. Soviel zum Einspritzprozess ...
      Beim Nachdruck wird das Nachdruckprofil gemäß der Energieveränderung auch angepasst, entweder nach oben (Material fliesst schwerer) oder nach unten, wenn das Material leichter fließt ...

      Ist nur eine grobe Funktionsbeschreibung ... ;)
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