Kerne Laser-fusiert

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    • Kerne Laser-fusiert

      Moinsen
      ich hab vor ein paar Tagen per Mail eine Broschüre von der Firma Denker bekommen (dencker.de/) dort haben sie mit einem neuen Verfahren zur Herstellung von Formkernen für Spritzguss/Druckguss geworben. Es handelt so wie ich das verstanden hab um 3D-Drucken mit Stahlpulver oder anderen Materialien und sie werben damit das man mit den Kernen bis zu 70% an Kühlzeit sapren kann. Hat eine von euch schon Erfahrung machen können mit solch hergestellten Kernen ? Würd mich mal echt interssieren
      LG Tim
    • So neu ist das Thema auch nicht. Vor einem Jahr bin ich einer anderen Firma begegnet, die auch solche Einsätze schon seit Jahren herstellt. Lustigerweise aus der gleichen Stadt.
      Man merkt ganz schnell, dass die Fa. Denvker recht neu in dem Bereich ist und das additive Verfahren noch nicht genau kennt. Einige Sätze sind wie aus der Broschüre von EOS geschrieben und bestimmte Aussagen sind einfach nur falsch. Es lässt sich z.B. verfahrensbedingt nie eine Dichtheit von 100% erreichen. Und der gezeigt Einsatz zeigt auch, dass die ganz am Anfang stehen. Die nutzen bei weitem nicht das aus, was machbar ist, während andere schon deutlich weiter sind. Ebenso fehlt mir die Angabe des verwendeten Stahls. Solche Angaben sind Pflicht.
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    • Leider haben wir solche Kerne nicht probiert. Ich habe lange Zeit versucht solche Kerne für die Dauerläufer zu kriegen. Dort hätte man ein ganz großes Thema mit Qualitätsproblemen weg gekriegt und die Zykluszeit auch senken können. Dies wurde immer wieder kaputtgerechnet, weil man ja nicht weiß, wieviel Kühlzeit nun wirklich eingespart wird und andere "Bedenken" eingebracht.

      Da ich das knapp ein Jahr lang mit der anderen Firma aus Lü probiert habe, hatte ich von denen auch Unterstützung in der weiteren Argumentation erhalten, aber irgendwann war einfach keine Ausdauer meinerseits da.

      Auf der Euromold hat diese Firma aber ein größeres Projekt mit der Fa. Kärcher vorgestellt. Dort lag die Einsparvorgabe bei 10s und am Ende war der Zyklus 15s schneller. Wenn ich mich nicht irre, lag der Ausgangszyklus bei 53s.
      Rein von der physikalischen Betrachtung aus, braucht man auch nicht lange diskutieren, ob es funktioniert. Da man einfach näher an die Kavität kommt, muss die Wärme nicht so lange durch den Stahl wandern und man kommt auch in Bereiche rein, wo konventionell nichts machbar ist. Ich hoffe, dass die Entscheider bei dir die physikalischen Grundlagen kennen und nicht lange überzeugt werden müssen.
    • Ich würd solche Kerne gerne mal bei unseren Langläufern ausprobieren gerade weil die jetztigen Kerne schon defekt sind und wir bei den Artikeln eine Restkühlzeit von ca 30 sec haben ...
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