Lebensmittelunbedenklichkeitsbescheinigung

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    • Lebensmittelunbedenklichkeitsbescheinigung

      moin leute
      Einer von unseren Kunden möchte für einen unserer Artikel eine Lebensmittelunbedenklichkeitsbescheinigung (es sind Technische Teile aus PP)
      zum Material ... unser betrieb kauft immer das günstigste PP ein heißt mal ist´s ein "noname"-Material mal von Basf oder aktuell von
      Lyondellbasell reicht es wenn der Kunde vom Material Hersteller ein datenblatt bekommt ??
    • Es gibt da verschiedene Unbedenklichkeitsklassen. Einmal z.B. für den gelegentlichen Kontakt mit Lebensmitteln (z.B. bei Besteck) und für den dauerhaften Kontakt (z.B. "Tubber"-Dosen). Entsprechend müssen auch die Rohwaren und Compounds für FC (Food Contact) vom Lieferanten klassifiziert werden. Solltet IHR da noch was zumischen (z.B. Batches zur Einfärbung) müsst IHR eine neue FC-Analyse durchführen lassen.

      Ach ja: Das Ganze ist auch noch länderabhängig. So kann für USA eine andere Zertifizierung notwendig werden als für Deutschland - immer für das Land, in welchem das Endprodukt benutzt wird. Sonst kann es "Mecker" geben.
      MfG. petersj
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    • Schon mal danke für die Antworten die Teile haben eigentlich nur geringen Kontakt mit Lebensmittel, es sind "Halter" für Preisschilder die an Boxen oder Kisten geklemmt werden können... und ja die Teile werden noch mit Masterbatch eingefärbt sind aber je nach Kunden mehrere Farben. Also müssten wir eine "FC-Analyse" machen, auch bei jedem mal wo wir unser Material wechseln ??? Und wo kann man das dann machen lassen (bzw. ist das dann für die EU gültig wir haben Kunden aus Holland,Italien und Schweiz)?
    • Entweder man kauft freigegebene Rohware und bekommt dann auch eine entsprechende Bescheinigung dazu oder man muss prüfen lassen. Ohne Bescheinigung würde ich das Material für diese Anwendung nicht kaufen. Genau so ist es mit den Batchen. Für jede Farbe natürlich einzeln. Als Kombination braucht man dann, glaube ich, keine Zertifizierung mehr.

      Es gibt da bestimmt eine EU-Freigabe. Ich weiß aber, dass z.B. die EU-Freigabe nicht für die USA gültig ist.

      Eine Prüfstelle währe z.B. (gefunden bei google. Suchbegriff: Lebensmittelkontakt-Prüfung).

      http://www.bureauveritas.de/wps/wcm/connect/bv_de/local/services+sheet/cps-servicesheet-lebensmittelkontakt

      Sicherlich findet man noch andere bei der Suche über "Bedarfgegenstände. . ."

      In dem von dir beschriebenen Fall sollte aber noch mal mit dem Kunden gesprochen werden, warum er das unbedingt braucht. Denn so wie sich das anhört, kommen diese Schildchen doch gar nicht mit Lebensmitteln in Kontakt. Ist nämlich auch ´ne Kostenfrage, denn diese Migrationsprüfungen sind nicht ganz kostenlos.
      MfG. petersj
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    • @petersj:

      Da muss ich kurz intervenieren. Wenn der Rohstoff und die Batches die Bescheinigungen haben, heißt es noch lange nicht, dass die gespritzten Artikel diese auch haben. Je nach Zertifikat muss man dann auch den gespritzten Artikel nochmal prüfen lassen. Am besten den Kunden einfach fragen, ob es ihm reicht, wenn Rohstoff und Batch diese Bescheinigung haben. Ansonsten wird es richtig teuer für euch.
    • Wie schon oben gesagt: Ich weiß es nicht genau.

      Wir produzieren keine Fertigteile, sondern das Granulat dafür. Und da liegt die Nachweispflicht für eine FC-Freigabe noch bei uns, wenn wir das Material als FC-Ware verkaufen wollen. Allerdings gibt es da die Möglichkeit über UL eine entsprechende Yellow card für ein bestimmtes Material zu erprüfen. Das geht auch für mehrere Farben. Wie es dann beim Spritzer gehandhabt wird, entzieht sich meiner Kenntnis.
      MfG. petersj
    • Das ist klar. Nur ist vielen Verarbeitern nicht bewusst, dass die ganzen Prüfungen der Materialhersteller nur für das reine Rohmaterial gelten. Manche Kunden der Verarbeiter geben sich damit zufrieden, wenn die Ausgangsmaterialien alle Prüfungen bestanden haben, während andere die fertigen Artikel getestet haben wollen. Deswegen @Tim: Kunden fragen, was er genau haben will.
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    • Das kann ich dir leider nicht sagen.

      Das hängt von dem Prüfaufwand ab, der betrieben werden muss / soll, den Probekörpern, die evtl. noch erstellt werden müssen und den Verhandlungen mit dem Institut.

      Evtl. hat das Institut Festpreise. Da muss Cheffe mal anfragen (lassen). Und am besten noch andere Institute heraussuchen, zum Vergleich!
      MfG. petersj