Direkteinfärbung

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    • Direkteinfärbung

      Hallo zusammen,



      Wir haben an einer Maschine ständig Probleme damit das sich das Material
      "entmischt". Das bedeutet wenn der Trichter voll mit gut gemischtem
      Material ist und runterläuft passiert es dann das wenn es an die letzten ca.
      5kg Material geht die Teile immer heller kommen sprich nur noch wenig Farbbatch
      übriggeblieben ist. Das Problem besteht nur an dieser einen Maschine und ist
      unabhängig davon welches Material verarbeitet wird. Vermutlich liegt es an
      einer unglücklichen Geometrie des Materialtrichters (Quadratisch und zum Einzug
      schräg zulaufend).



      Um dieses Problem zu umgehen sind wir am überlegen an dieser Maschine auf eine
      Direkteinfärbung umzustellen. Da wir damit keine Erfahrung haben könnt Ihr mir
      dazu evtl. ein paar Fragen beantworten.



      Verstehe ich das richtig dass bei diesen Geräten ein kleiner Trichter für das
      Farbbatch und ein größerer für das naturmaterial sind. An dem Gerät kann ich
      dann einstellen wieviel Prozent Masterbatch zugesetzt werden sollen?



      Funktioniert das ganze Zuverlässig?



      Wie sieht es bei den Geräten mit dem Reinigungsaufwand aus?



      Welche Hersteller könnt Ihr aus Erfahrung empfehlen?



      Gruß Stadi
    • Hallo stadi,

      ja, so wie Du es beschrieben hast, läuft es.
      Die Erfahrungen sind größtenteils gut. Farbschwankungen und/oder Farbschlieren, sind aber auch hier nicht ganz auszuschließen. Diese Phänomene hängen u.a. auch von der Einstellung des Farbdosierers, aber auch von dem Farbkonzentrat selbst ab.

      Habt Ihr mal versucht einen runden Trichter zu bekommen oder anzufertigen?
      MfG

      qs
      (Moderator)
    • Guten Morgen Stadi,

      Deine Beschreibung passt vom Ablauf her.

      Ich denke mal, das man mit Sicherheit auch folgende Dinge in betracht gezogen hatte, aber wegen den Kosten Wahrscheinlich
      die Finger davon gelassen hat.

      1. Compound fertig gemischt mit Batch.
      2. Fertig eingefärbtes Material.

      Selbst bei diesen Möglichkeiten wirst Du nie komplett die Fehlermöglichkeiten nieder merzen können.
      Der Ansatz mit dem Trichter ist gut, ich würde defenitiv einen Runden bevorzugen.

      Gruß

      The Problem Solver 8)
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    • Bei fertigem Kompound (fertig gefärbtes Material) hast du normaler Weise keine Farbschwankungen oder Schlieren weil die Farbe bereits fest im Polymer eingearbeitet ist (Fließ- und Bindenähte natürlich ausgenommen).

      Das Entmischen kommt zu Stande wegen des Trichters und der Vibrationen der Maschine. Es kann natürlich helfen, den Trichter nicht ganz voll zu machen. Dann muss der Bediener nur öfter nachfüllen.

      Bei der Batch-Zudosierung gibt es die vulometrische und die gravimetrische Dosierung. Die Gravimetrische ist auf jeden Fall zu bevorzugen (siehe entsprechende Beiträge).
      MfG. petersj
    • Alles richtig hier :P
      Was noch nicht angesprochen wurde, ist die unterschiedliche elektrostatische Aufladung, zwischen den verschiedenen Granulaten (und Trichter). Wenn der Trichter leerer wird, kann das Granulat am Trichter anhaften und entmischt sich hierdurch. Aber auch die Entmischung durch unterschiedliche Granulatform und Größe wäre noch erwähnenswert!
      MfG

      qs
      (Moderator)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von qs ()

    • Das gleiche Problem hatten wir bei einem Artikel, der aus PC Glasklar mit weißem Batch gefertigt wird. Dabei kam es gerade wenn der Trichter leerer wurde zur Entmischung. Abhife brachte da das Ansaugen aus einem Trockner in kleinen Mengen (Material inkl. Batch im Trockner). Wir verwenden in erster Linie Saugförderer von Koch Typ Miko. Diese haben ein kleines Volumen und einen Behälter aus Glas. Vermutlich bringt die Vibraton der SGM das Material zur Entmischung.
      Techniker Fachr. Mechatronik
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    • Vielleicht seh ich das jetzt gerade falsch oder zu trivial... Aber warum wechselst du nicht einfach den blöden Trichter aus? Bau einen drauf von dem du weißt, dass er an anderen Maschinen gut funktioniert (sofern sich Einzug etc ähneln) und dann is Ruhe... :huh:
    • @Engel42:

      Das ist nicht trivial, wurde weiter oben schon vorgeschlagen. Würde ich auch machen, bevor ich mir nur für diesen Fall Mischtechnui ins Haus hole.
      Auf die Schnelle könnte es ja auch ein größerer Kunststofftrichter zeigen, ob es funktioniert.
      MfG

      qs
      (Moderator)
    • Danke Euch schonmal für die Zahlreichen Antworten und Lösungsvorschläge.

      Wie richtig erkannt wäre zwar ein Kompound die beste Lösung aber aufgrund des Preises und vor allem der Abnahmenegen keine Option.

      Die Direkteinfärbung wäre halt die eleganteste Lösung, da hätte man auch den Vorteil das bei Auftragsende keine Restmenge an eingefärbtem Material einzulagern wäre 8)

      Ein runder Trichter ist auch ein guter Ansatz, wäre allerdings ne Sonderanfertigung von nem Schlosser was auch eine Investotion ist. Aber ich könnte mal versuchen was trichterähnliches rundes provisorisch reinzubasteln um auszuprobieren ob es was bringt.

      Langfristig werd ich mich mal nach Einfärbgeräten umschauen. Für Herstellerempfehlungen bin ich dankbar ;)
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    • Bei einem Trichter den du herstellen lässt solltest du aber beachten, dass der aus einem Werkstoff gemacht ist der eine statische Aufladung des Granulates verhindert (bzw. dass er eine Beschichtung hat, die nichts aus macht). Guck dir das einfach von funktionierenden Trichtern ab. Wir hatten dieses Problem mal, dass sich durch statische Aufladung das Granulat etwas abgesetzt hat, daher der Hinweis.

      have a nice day
    • Steck doch einfach in den vorhandenen Trichter einen Eimer mit Loch im Boden. Nur so als Versuch vorab. Wenn das funktioniert wird das entweder für immer so bleiben oder man lässt in einer Schlosserei schnell mal einen Edelstahltrichter bauen. Das sollte nicht mehr als 2 Tage dauern und nicht mehr als 500.-€ kosten (je nach Größe). Ich würde den Trichter sowieso nicht zu groß machen. Lieber öfter nachfüllen lassen oder mit Aufsatzstücken arbeiten. Oder noch besser Saugförderer installieren.
      MfG. petersj
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    • Hallo,

      wir nutzen bei unseren Maschinen Geräte von Colortronic.

      motan-colortronic.com/de/produ…geraete/colorblend-m.html

      Es ist einfach zu bedienen. Schussgewicht, Farbzugabe, Dosierzeit und Kalibriergewicht eingegeben und den Rest übernimmt die Steuerung. Es können auch mehrere Rezepturen gepeichert werden, um Zeit bei häufigen Rohstoff bzw. Farbwechseln zu sparen.

      Die Geräte sind leicht zu reinigen. Der Batchbehälter ist mit zwei Schnellvereschlüssen befestigt und kann somit schnell abgenommen werden.

      Sollte dein Problem am Trichter liegen, ist ein neuer in anderer Ausführung jedoch günstiger als eine komplette Dosierstation.
    • Also wir hatten nie wirklich ein solches Problem nur ab und an bei falscher verarbeitung von Material, statische Aufladung oder falls sich das Uni-Batch nicht mit dem Material vertragen hat wir hatten Trichter und Sauganlagen von Azo und Trockner und Dosiergeräte von Digicolor bei den Geräten hab ich echt nur Top-Erfahrungen gemacht :)
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    • Moin,

      ich hab mir auf der Fakuma bei diversen Herstellern mal die Geräte angeschaut und Angebote eingeholt. In der engeren Auswahl hab ich jetzt die Hersteller Koch und Digicolor. Was mich aber stutzig macht sind die Preisunterschiede. Das Gerät von Koch ist um einiges günstiger (~1.700€) als das Gerät von Digicolor. Jeweils der (Volumetrische) Dosierer inkl. Sauger und Zubehör.

      Hat jemand Erfahrung mit den Geräten und kann mir ne Empfehlung geben? Von Digicolor hab ich weiter oben ja schon gutes gelesen, aber über das Gerät von Koch konnte ich nichts finden

      Gruß Rainer
    • Wir haben verschiedenste Geräte, Typen und Alter im Einsatz.

      Unter anderem Koch und Digicolor Geräte. Beide tun ihren Dienst ohne Problem (sind alles schon ältere Gerät).

      Bei Neuanschaffungen investieren wir jedoch in gravimetrische Mischgeräte. Hier haben wir derzeit ca. 25 Geräte von Maguire im Einsatz. Wir hatten vor kurzem auch zwei Wittmann Geräte, welche jedoch nach mehrfachem Serviceeinsatz und weiterhin schlechten Mischergebnisse wieder zurück gingen.

      Vorteil ist man hat vier Komponenten, kann somit auch das Mahlgut exakt zudosieren oder das Grundmaterial mischen, wie auch immer. Und vor allem stellt sich das Gerät ja selbst ein, d.h. es reicht den Prozentsatz einzugeben und fertig. Bei einem volumetrischen Gerät (die die ich zumindest kenne) muss man ja immer die Farbzugabe auswiegen, die Dosierzeit einstellen, eine Schnittstelle zur Maschine haben usw. Das alles ist etwas komplizierter und eine Fehlerquelle. Hier kommt es öfters vor das am Ende eines Auftrages Farbe fehlt, da die Abstimmung nicht genau gepasst hat. Beim gravimetrischen Gerät ist das sogut wie nie der Fall. Die Vermischung ist aber bei Schneckenförderern eig. am Besten.

      Nachteil, das gravimetrische Gerät ist halt deutlich teuerer. Die kleineren Gerät wo wir im Einsatz haben liegen bei ca. 15t€ (reichen bis ca. 500t Maschine).
      Weiter sind die Geräte viel größer und macht aus meiner Sicht erst bei Maschinen ab 150t Sinn, und natürlich durch die komplexere Funktionsweise auch etwas umständlicher zu reinigen.
      Die kleineren gravimetrischen Geräte von Maguire (mit Schnecke) kann ich gar nicht empfehlen, hier hatten wir drei Stück, zwei sind bereits getauscht, mit einem ärgern wir uns noch rum...

      Würde ich aktuell volumetrische Geräte kaufen würde ich die Geräte von Movacolor mal anschauen, welche Wittmann auch verkauft (falls ihr hier bereits Kontakte habt). Hier haben wir seit zwei Jahren drei Gerät an kleineren Maschinen (55-155t) im Einsatz und hatten seither keine Probleme oder Ausfälle. Die Bedienung ist auch recht einfach, nur die Reinigung etwas schwieriger. Preis hab ich nicht mehr im Kopf.
    • Wir haben volumetrische Farbdosierer von Koch im Einsatz. Diese sind mit einem, ich nenne es mal Dosierrad ausgestattet.
      In diesem Rad sind Kammern eingefräst, die das Farbbatch in den Einzug fördern. Es gibt 3 verschiedene Räder mit unterschiedlich großen Kammern. Je nach Schussgewicht. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit den Farbdosierern gemacht. Sie arbeiten präzise und auch bei kleinen Schussgewichten (5g) hat man eine gleichbleibende Einfärbung.
      Die von Digicolor arbeiten glaube ich mit 2 Pneumatikzylindern die schnell hin und her schalten. Kann ich so nichts zu sagen.
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    • @Hateman
      Mal ne Frage zur Ansteuerung von der SGM: Lt. Vertreter bekommt das Koch-Gerät einen Impuls und dosiert dann die Menge für das eingestellte Schussgewicht durch, das Digicolorgerät kann sowohl per Impuls die Menge rausdosieren oder (wenns die Maschinensteuerung hergibt) solange fördern wie das Signal anliegt, z.B. solange die Maschine dosiert. Der Vertreter von Digicoler favorisiert die zweitere Methode, ich muss gestehen diese Methode klingt für mich auch logischer. Kannst Du das für die Kochgeräte bestätigen?
      Digicolor dosiert über eine Schnecke.

      @huddl
      Durch Gespräche bei diversen Herstellern hat sich rausgestellt das die Volumetrische Dosierung für uns ausreichend ist.
      Die Einstellung der Zudosierung erfolgt mittlerweile bei den Volumetrischen Geräten auch Prozentual, man muss nur das Gerät mit dem Farbstoff Kalibrieren (wie viel Gramm werden in einer definierten Zeit gefördert
    • Das ist korrekt. Man kann dem Gerät einen Impuls geben oder für die Dauer des Dosiervorganges das Signal anstehen lassen. Dem Gerät ist das egal. Die Dosierzeit muss am Gerät eingegeben werden. Das Digicolor Gerät ist da anscheinend etwas komfortabler. Das regelt die Schneckendrehzahl in Abhängigkeit von der Dosierzeit. Unser Movacolor Gerät macht das auch so. Jetzt weißt du auch wo der Preisunterschied her kommt.