Spritz-Streck-Blasen PET

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    • Spritz-Streck-Blasen PET

      Hallo,

      bei der Verarbeitung von PET tritt aktuell nachfolgend beschriebenes Problem auf:

      - die Materialverteilung ist bei den Flaschen ungleichmäßig und je nach eingestelltem Temperaturprofil bei den Pots befindet sich die Materialanhäufung im oberen, mittleren oder unteren Bereich
      - selbst bei geringer Änderung der Temperaturen in den einzelnen Bereichen ist keine feinere Verteilung zu erreichen
      - dieses Fehlerbild ist ohne Änderung eines Parameters aufgetreten

      Hat jemand Erfahrungen in diesem Bereich der Kunststoffverarbeitung und kann weiterhelfen?

      PS: weitere relevante Informationen gebe ich, bei Bedarf, natürlich gerne (Parameter, Trocknung usw.)
    • Hallo Thomas,
      willkommen und so ;)

      Ihr macht alles selbst (auch die Preforms)?
      Oder bekommt ihr die Preforms? (Schlechte Charge?)
      Passiert dies bei transparenten wie eingefärbten Teilen?

      Ein wenig mehr außenrum und man kann vll auch mehr dazu sagen.
      Merci und Grüssle
      De Fritze
    • Hallo De Fritze,

      danke für dein Willkommensgruß und für deine Antwort...

      Die Preforms machen wir selbst und es sind alle Arbeitsschritte in einer Maschine integriert. Es tritt bei allen Teilen auf, unabhängig ob PET natur oder eingefärbt verarbeitet. Getestet wurde es mit verschiedenen PET-Typen, wobei sich das Fehlerbild bei allen genauso abgezeichnet hat.

      Infos zum Prozess:

      - Vortrocknung erfolgt mit 60°C in einen Trockenlufttrockner und anschliessend mit 160°C (Restfeuchtegehalt liegt bei circa 0,03) in zwei Wärmeschränken auf Blechen (der Trockenlufteffekt ist auch da vorhanden, allerdings nicht sehr effektiv)
      - zur weiteren Verarbeitung wird das PET in einen Behälter gefüllt, zum abwiegen gebracht, das Batch dazugegeben und anschließend in den Trichter der Maschine gefüllt.
      - die Spritzgußform ist gekühlt mit circa 50% Durchflußmenge, Vorlauftemperatur liegt aktuell zwischen 18 und 22°C
      - die Temperaturen der Pots sind vom oberen, über den mittleren zum unteren Bereich abfallend
      - die Blasform ist gekühlt mit circa 20 - 25% Durchflußmenge

      - das Fehlerbild tritt plötzlich auf (Preforms sind nicht genügend erweicht), ohne das Parameter in den Maschineneinstellungen verändert werden
      - auf Parameteränderungen reagieren die Preforms bzw. die Flaschen nur in die negative Richtung
      der einzigen nicht kontrollierbaren Faktoren sind die Lufttemperatur und die Luftfeuchtigkeit

      Gruß

      Thomas
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    • Zitat: . . . der einzigen nicht kontrollierbaren Faktoren sind die Lufttemperatur und die Luftfeuchtigkeit.

      . . . und natürlich die Formen, die nicht auf Temperatur hin gemessen und geregelt sind, sondern "mit ca 50% bei 18-22° gekühlt werden.

      . . . gleiches gilt für die Blasform. "Kühlung mit 20-25%".

      Das ist kein geregelter Prozess, sondern nur ein gesteuerter, der auf jeden Fall diese Schwankungen zulässt. Es ist eine recht genaue Temperaturführung mit Temperiergeräten und Thermofühlern in den Werkzeugen (Spritzguß wie auch Blasform) notwendig.
      MfG. petersj
    • Das mit der großen Spanne der Kühlwassertemperatur kann sicherlich ein Aspekt sein! Da PET sehr hygroskopisch ist und vor der Zuführung in den Materialtrichter dem Medium Luft ausgesetzt wird; inwieweit kann das für solche Schwankungen verantwortlich sein bzw. mit dazu beitragen?
    • Bei der Herstellung von Preforms für PET-Flaschen zieht man doch richtig Kilos durch - oder? Warum wird da die Beschickung der SGM noch von Hand gemacht? Sollte man da nicht eine direkte Leitung vom Trockensilo zur Maschine verlegen, um zu verhindern, dass das Material wieder Feuchtigkeit aufnimmt?

      Um Feuchtigkeit wieder aufzunehmen reichen schon 10 Minuten an der freien Luft.

      Ich meinte mit den Temperaturen aber die Werkzeuge beim Spritzgießen und beim Blasen. Die können ohne anständige Regelung nicht konstant temperiert werden. Und ich glaube, dass +-1°C da die Grenze sein wird.
      MfG. petersj
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    • Hallo, bin mal wieder da...

      Die Problematik mit den PET-Preforms (Wandstärkenverteilung) hat sich nur geringfügig gebessert. Die Trocknungssituation hat sich gebessert, hinsichtlich der Anschaffung von Trockenlufttrocknern mit Rückluftkühlung. Somit sind die bisher aufgetretenen Dosierstörungen weitestgehend behoben. Die Preforms sind im unteren Bereich dickwandiger und nach oben hin abnehmend. Auf Parameteränderungen reagieren die Preforms nur geringfügig und unterliegen sporadisch Schwankungen (welche glücklicherweise nicht überwiegen). Aktuell werden die Heiztöpfe nicht mit eingesetzt. Die Preforms sind sehr gut erweicht bevor die Blasform erreicht wird.

      Desweiteren stelle ich bei den Preforms im Umfang ebenfalls einen Wandstärkenunterschied fest. Meine Vermutung geht in die Richtung Gewichtung / Zentrierung Heißkanal.

      Weitere Informationen zur Problemlösung wären super....

      bis dahin und schöne Grüße

      Thomas